2015 Tommy und Bekky in Kuba

Ein kleines Nachwort als Vorwort.

Wenn man zum ersten mal nach Kuba kommt, sollte man nicht gleich nach Havana rein. Der Schock könnte zu groß sein. Als wir gleich am zweiten Tag die Altstadt angeschaut haben, haben wir fast unseren Plan geändert und wären zum Schluss unserer Reise nicht mehr nach Habana zurück sondern wollten von Varadero zum Airport fahren. Wir waren entsetzt über den Zustand der Stadt. Gut das wir Habana eine zweite Chance geben haben.

Aber nun zu unserem Bericht.

Dieses mal ist es merkwürdig. Es kommt einfach kein Feeling auf. Vielleicht liegt es daran, dass Kuba für uns vollkommen Fremd ist. Fremder als die exotischen Kulturen in Südostasien. Oder vielleicht weil viele Sachen vom Staat reglementiert sind. Wir wissen es nicht. Wir fliegen zur Hauptsaison der Huricans nach Kuba. Wir hoffen, das wir verschont bleiben.

Auch eine Route steht noch nicht fest. Wir wollen versuchen, in Kuba dort hin zu fahren, wo es gerade nicht regnet. Laut Wetterbericht soll es in 5 Tagen mehrere Tage regnen. Warten wir es ab.

Mein Backpack, schon auf vielen Reisen ein treuer Begleiter 

Warum klingelt der Wecker an einem Samstag Morgen so früh? Es hat schon einige Zeit gedauert bis wir realisiert haben, das dieser 12. September mal wieder ein Reisetag ist.

Es geht kurz nach 6 Uhr nach Stuttgart. Dort haben wir im SI-Center ein Parkplatz reserviert. Ein Shuttlebus bringt uns dann zum Flughafen. Hat auch super funktioniert. Doch am Flughafen dann ein paar ???  Jetzt wissen wir wieder, warum wir nicht gerne mit europäischen Airlines fliegen. Und Air France macht da keine Ausnahme. Wir sollten unsere Bordkarten vorher ausdrucken und dann unser Gepäck aufgegeben. Nur der Automat hat gesagt, das schon jemand anderes mit der Passnummer eincheckt. Äähh? Also doch am Schalter einchecken. Die Dame am Schalter meinte ich hätte 2 x den selben Pass eingelegt oder so etwas. Laut Anzeige waren es aber Bekky und mein Pass. Sie könnte es aber beheben. Dann hat sie schon nach unserer Touristenkarte gefragt und nach der Krankenversicherung. Gut das wir vorbereitet waren. Hätten die uns nicht mitgenommen ohne die Bestätigung der Reisekrankenversicherung in spanisch? Als ich mein Rucksack auf das Band lege, sagt die Frau hinter dem Schalter, das ich ihn als Sperrgepäck aufgeben soll. Der ist nur halb so voll wie sonnst, wieso denn das? Was hätten die gemacht, wenn ich mit meinem voll geladenen Rucksack angekommen wäre, ein eigenes Flugzeug gechartert? Bis jetzt ist der Rucksack immer gut durch gekommen. Auf dem Bildschirm über dem Check-In Schalter lief eine Animation. Titel: Selber am Automaten einchecken und entspannt und stressfrei die Reise beginnen. Ja von wegen. Und ich wurde das erste mal zur Personenkontrolle gezogen und unser Handgepäck wurde mehrfach durchleuchtet. Einfach nur Merkwürdig dieses mal.

Jetzt geht es zuerst nach Paris und nach 5 Stunden Aufenthalt nach Havana.

Der Flug nach Paris war kurz, sehr Kurz. Da war der Weg von einem Gate zum anderen länger. Der Flughafen hier gefällt uns überhaupt nicht. Es gibt kaum was zu essen, nur Baguette und süßes Zeug und das zu Preisen davon geht man bei uns schick Essen.

So sieht ein 40€ Menü aus

Ob die drei Bücher reichen, die wir mitgenommen haben?

Wir haben was positives von einer europäischen Airline zu berichten. Das Essen an Bord war der Hammer. Für Flugzeugessen auf jeden Fall. Es lag gleich eine Flasche Wein auf dem Tablet und das Essen hat geschmeckt wie frisch zubereitet. Air France musste aber auch was gut machen. Das Bording hat sich ewig hingezogen und das nach der langen Warterei.


Aber so positiv wie der Flug begann, ist er nicht geblieben. Ein bisschen faul sind die Franzosen doch. Statt mit Getränken und Essen noch mal durchzulaufen haben die alles in eine Ecke gestellt und die Leute sollten sich alles selber holen. Dadurch war eine Unruhe im Flugzeug. Ständig sind Leute durch die Gänge gelaufen um sich was zu essen zu holen. Was sich also wieder bestätigt. Service in Europa gleich Null. Ein kleines Frühstück gab es zwar kurz vor der Landung noch aber der Umstand, das es 19.00 Uhr war und eigentlich Abendessen dran war, machte es nicht besser.
Nach einer erfolgreichen Landung kurz vor 9.00 Uhr Abends in Havana war erst einmal das übliche Pass kontrollieren und Gepäck aufsammeln angesagt. Nach ca 40 min war das auch erledigt und wir mussten Geld tauschen. Ein kurzes Nachfragen und wir haben den Schalter für die Pesos gefunden. Es wurde gleich gesagt, das wir nur 100€ tauschen können, da sie nicht mehr viele Pesos hat. OK für den heutigen Tag reicht es.

Wir sind dann gleich raus aus dem Flughafen um ein Taxi zu suchen. Es fuhr gerade eins vor und ich bin hin um mich zu erkundigen. Der Fahrer hatte aber schon einen Gast. Dieser war aber ein Engländer der in Kuba wohnt und er hat gleich vorgeschlagen das Taxi zu teilen. Hat auch gut geklappt weil wir in die selbe Richtung mussten.

Nach ca 20 min sind wir im Hotel Melia Habana angekommen. Es war kurz nach 22.00 Uhr, wir waren 22 h unterwegs und hungrig und kaputt. Das Einchecken ging schnell, dann schnell aufs Zimmer, Sachen abgelegt und wieder raus was zum beißen suchen. Hamburger und Bier war genau unser Ding. Das gab es in einer kleinen Hotelbar. Das war es dann auch für den Tag. Morgen checken wir mal unser Hotel. Wir wollen die ersten 2 Tage nicht viel machen und dann von Havana mit dem Bus nach …..? Genau das ist das Problem.

13.9.2015

Die Nacht war kurz und unruhig. Zum Sonnenaufgang bin ich, Tommy, aufgestanden und habe einen kleinen Spaziergang in die nähere Umgebung des Hotels unternommenen. So ruhig wie es hier auf den Straßen ist, sieht man selten in Großstädten. Kaum ein Auto unterwegs. Nach einer halben Stunde war ich wieder zurück. Bekky war auch aufgestanden und wir haben einen Kaffee auf dem Balkon getrunken. Hier gibt es eine Capselmaschine aber man muss den Kaffee bezahlen. 1,5 CUC pro Tasse. In billigeren Hotels gibt es meistens Kaffee gratis. Wo wir beim Thema sind. Das Melia gehört zu den teuersten Hotels in Havana aber für uns noch erschwinglich.
Es ist ideal für die ersten paar Tage zum an das Klima und Zeitumstellung zu gewöhnen. Aber mit dem echten Kuba hat es nix zu tun. Wir wollen aber nicht meckern. Das Hotel ist super. Das Frühstückbüfett ist reichhaltig und der Pool sieht geil aus und ist riesig groß. Hier bleiben wir 2 Tage. Mittlerweile hat sich auch geklärt wohin wir am Dienstag weiter ziehen. Wir haben zwei Bustickets nach Cienfuegos gekauft. Der Bus fährt direkt vom Hotel ab und hält in der Innenstadt von Cienfuegos. Falls das Regenwetter einsetzt, können wir in der Stadt ein bisschen auf Kultur machen und wenn die Sonne scheint, geht es an den Strand. Außerdem ist die Stadt gut als Ausgangspunkt für unsere weitere Reise.

Der Blick Morgens um 7 vom Balkon


Poollandschaft im Melia Habana


Die ersten Amis sind da, siehe Bild oben. 😀

Kuba war bis jetzt kein kulinarischer Höhepunkt. Es gibt fast nur Essen, das bei uns als Fastfood bezeichnet wird. Heute zum Abendessen waren wir in einem „Restaurant“ an dem Italienisch dran stand. Es war nur eine Snackbar und der Thunfischsalat bestand aus einem Haufen Thunfisch aus der Dose und einem Salatblatt. Dazu haben wir uns noch ein Sandwich geteilt das so dick mit Kochschinken und Käse belegt war, das wir nach dem Essen gleich einen Rum trinken mussten. (Achtung Spoiler, das Rum trinken nach dem Essen sollte sich zur zwingenden Angelegenheit entwickeln.)

Bei uns im Hotel gibt es auch ein Restaurant aber die Preise sind happig. Gut wir sind hier im Diplomatenviertel Miramar, hier ist die Paladaresdichte (private Restaurants) gering. Wir hoffen, das es später besser wird.

Heute wollten wir uns einen Cuba Libre gönnen aber im ganzen Viertel scheint das Eis ausgegangen zu sein und niemand mixt Cocktails.

14.9. 2015
Heute Morgen war es voller im Hotel. Das hat man beim Frühstück gemerkt. Die meisten Tische waren besetzt. Auch mit dem Abräumen kamen die nicht hinterher. Nach dem Frühstück sind wir noch kurz an den Pool, bevor es nach Habana Vieja geht. Das Hotel bietet ein kostenlosen Shuttlebus in die Altstadt von Havana an. Den nutzen wir gerne. Pünktlich um 11.30 Uhr ging es mit den Bus los und nach 20 Minuten waren wir am Sammelpunkt an dem Malecon, der Uferstraße von Havana. Beim aussteigen wurden wir von den üblichen Taxifahrer und Schleppern abgefangen. Wir sind zielstrebig durch und schnurstracks die Straße entlang in die Altstadt.

Ganz ehrlich, wir waren geschockt. Fast die ganze Altstadt ist verfallen. Vereinzelt sieht man mal ein Haus was renoviert wurde, die sind aber selten. Eigentlich wollten wir uns nach einem Hotel in der Altstadt umschauen, in dem wir die letzten Nächte vor dem Abflug bleiben aber selbst das Luxushotel Telegrafo kommt nicht in Frage. Das Haus selber macht einen guten Eindruck aber gegenüber ist eine riesige Baustelle und drumherum ist alles verfallen. Wir wussten aus Erzählungen das die Häuser in Havana nicht gut in Schuss sind aber so eingefallen, ist schon krass. Jetzt müssen wir gucken, was wir kurz vor den Abflug machen. Wieder nach Habana oder doch nach Varadero und von dort mit dem Taxi direkt zum Airport. Gut das wir abends zurück fliegen.

Diese alten Autos sieht man überall 

Der Eingang nach Chinatown

Da wo ein Auto kaputt geht, wird es repariert 

Das Capitol

35€ für eine Stunde 50er Jahre Feeling

Die Fotos sehen besser aus als die Realität, liegt auch daran, das die meisten Ruinen hinter den Fassaden stehen

Am Abend haben wir uns noch 2 Hotels in der Nähe angeschaut. Das Panorama und das Memoris. Diese Hotels haben von außen einen guten Eindruck gemacht. Aber von innen um Welten schlechter als unser Melia. Gut das wir das Melia gebucht haben.

Was uns auch aufgefallen ist, wie viele Hautfarben hier gut und friedlich miteinander leben. Geht doch. Wir rätseln manchmal ob Tourist oder Einheimischer. Weiße Leute mit blonden Haaren waren Cubaner und Latinos sind mit dem Lonely Planet in der Hand rumgelaufen.
Heute Abend wollten wir ein andres Restaurant ausprobieren. Es hat einen guten Eindruck gemacht und wir wollten was anderes wie Sandwich essen. Der Kellner war so aufdringlich wir konnten die Karte nicht richtig lesen. Er hat immer dazwischen geredet. Dann stand er fast immer neben den Tisch und hat ständig gefragt ob alles gut ist. Als der Teller leer war hat er ihn sofort weggezogen. Ein Cuba Libre haben wir uns gegönnt, obwohl auch die Bestellung kompliziert war. Es gab ihn in verschiedenen Varianten und wir wollten doch nur einen einfachen Cuba Libre.

Den letzten Abend haben wir dann auf den Balkon verbracht, bei der tollen Aussicht einfach Wunderbar.  Am nächsten Tag geht morgens um 8 der Bus nach Cienfuegos.
15.9.2015
Wir waren wieder zeitig wach und sind vor dem Frühstück einen Kaffee trinken gegangen. Wir mussten viertel vor Acht vor dem Hotel auf den Bus warten. Also kurz Frühstücken dann noch mal aufs Zimmer und dann auschecken. Der Bus kam pünktlich und wir haben nochmal eine kleine Stadtrundfahrt bekommen weil wir noch andere Leute abholen mussten. Leider waren wir in der selben Gegend wie gestern.

Wir waren auch ziemlich schnell auf der Autobahn, die eigentlich Fußgängerzone heißen müsste. Es gab mehr Fußgänger als Autos auf der Straße. Die Fahrt ging flott voran, bis es leicht verbrannt gerochen hat und der Buss immer langsamer wurde. Der Keilriemen war gerissen. Der Busbegleiter meinte das sei ein neuer Bus und mit dem Motor sei alles in Ordnung aber der Bus wird in China gebaut und die Keilriemen halten nicht so lange. Zuerst hieß es wir haben Ersatz, dann hieß es, es kommt ein neuer Bus. Dann kam aber ein Bus vorbei, der den fehlenden Keilriemen hatte und unser Bus konnte repariert werden.

Mit Hilfe eines Fahrgasts war der Bus schnell repariert 



Die weitere Fahrt war ereignislos. Auf ein Kaffeestop wurde verzichtet um Zeit aufzuholen. Eine Mittagspause war aber noch drin. Die Raststätte lag ca 60 km vor Cienfuegos und war recht angenehm.


Fast pünktlich kamen wir in Cienfuegos an. Wir hatten uns im Loose schon ein Casa Particulares rausgesucht. Wir haben das Casa auch fast gleich gefunden. Im Bella Perla war zwar noch ein Zimmer frei aber leider nur die Suite. Das war ein riesiges Zimmer auf 2 Etagen mit Wirlpool im Zimmer. Eigentlich ganz nett und mit 50 CUC auch noch bezahlbar aber wir wollten was einfaches. Der Vermieter hat sein Bruder angerufen, der hat auch ein Casa. Dort war ein Zimmer frei. Und das andere Casa lag gleich nebenan. Der Bruder kann nicht so gut Englisch aber wir konnten uns verständigen. Kaum hatten wir das Zimmer betreten ging auch schon ein Wolkenbruch los. Erstmal Regenpause. Wir wollen uns aber noch die Stadt anschauen und später sind wir zum Abendessen in der Casa. Es soll Langusten geben.
Die Stadt ist bei weitem nicht so kaputt wie Havana. Natürlich merkt man auch hier, das Kuba ein armes Land ist. Unterwegs ein Cristal getrunken einen Happen gegessen aber nicht zu viel, denn es soll ja noch Langusten geben. Kaum waren wir auf dem Zimmer ging wieder ein Wolkenbruch runter. Wir wollten uns eh ausruhen. Wir waren pünktlich um 19.00 Uhr im Haupthaus, der Chef des Hauses bat uns Platz zu nehmen. Wegen dem Regen muss er umdisponieren. Normalerweise gibt es Essen auf dem Dach. Ist aber gerade zu nass da oben. Mit im Raum saßen noch die Frau, die Tochter und 2 weitere Frauen. Der Chef holte einen Tisch vom Dach obwohl dort 2 Tische standen. Und wir saßen da wie bestellt und nicht abgeholt. Die anderen 4 Frauen, die im Kreis saßen aber kein Tisch in der Mitte hatten beachteten uns nicht und sollten wir da im Vorraum / Wohnzimmer essen und die anderen schauten zu?

Aber langsam lüftete sich das Geheimnis. Er baute 3 Tische zum Essen auf und die 4 Frauen verabschiedeten sich. Es waren also noch mehr Essensgäste da.

Man kann die Situation gar nicht so beschreiben, wie wir uns komisch vorgekommen sind.

Aber die Langusten waren lecker, wenn auch überwürzt und es wurden reichhaltig Beilagen aufgetischt. Nach dem Essen waren wir so satt, das wir einen Rum brauchten. Natürlich hatte der Hausherr was parat. Er stellte eine kleine Tetrapackung auf den Tisch. So wie bei uns die kleinen Safttüten. Drin war aber weißer Rum. Hat nur noch der Trinkhalm gefehlt.

Unsere Casa

Auf den dunklen Stühlen saßen wir auf den vorne die 4 Frauen 

Cienfuegos

Beim Abendessen 

Fehlt nur der Trinkhalm 

16.9.2015
Wie immer waren wir viel zu früh wach. Gegen 7 Uhr sind wir dann raus auf die Straße. Es ist immer interessant ein fremdes Land beim erwachen zu zuschauenden.
Gegen 8 Uhr haben wir das Frühstück bestellt was es auf dem Dach gab. Nix besonderes aber hat satt gemacht.

Nach dem Frühstück dann noch frisch machen und aufs Auto warten. Wir wollen eine Rundfahrt machen und der Vermieter hat uns ein Auto mit Fahrer organisiert. Warum müssen wir im Land der großen Oldtimer das kleinste Auto von Kuba bekommen?

Kaffee für ein Peso national, wir haben ein Peso convertible gegeben. Hätten also 25 Kaffee trinken können 

Die morgendliche Fahrt zur Arbeit auf cubanisch, siehe Hintergrund 

Das wohl kleinste Taxi Cubas

Zuerst ging es zum botanischen Garten, jedenfalls stand das am Eingang, bei dem wir unsere Pässe zeigen mussten, dran. Wir vermuten, das es das letzte umgerodete Stück Urwald hier ist und das die einen Asphaltweg ein Stück reingebaut haben. Dann ging eine matschige Treckerspur zwischen den Bäumen durch. Mit Flip Flops natürlich nicht zu begehen, vor allem nach dem gestrigen Regen nicht. Dieser Spaß hat dann auch noch 5 € gekostet.

Als nächstes stand die Lagune von Cienfuegos auf dem Programm. Dort soll man Flamingos beobachten können. Wir haben ca 20€ bezahlt und sind einen Weg zum Wasser hinunter geführt worden. Dort sind wir in ein kleines Ruderboot gestiegen. Ein Ruderer saß drin und ab ging es. Aber wo waren die Flamingos? Nach ca 10 Minuten ging es um eine kleine Kurve und weit hinten am Horizont sahen wir ein paar helle Punkte. Der Ruderer meinte es ist einen Kilometer bis zu den Flamingos. Der arme Kerl, mitten in der Mittagshitze und mit uns beiden im Boot ( ich bin kein Leichtgewicht). Aber er hat das sportlich gesehen und ist dann langsam ran an die Vögel. Es war schon beeindruckend. Die Ruhe in der Lagune und die stolzen Vögel neben uns. Nach einer Weile ist er dann sogar noch ein Stück weiter in die Mangroven gerudert. Der Rückweg hat dann auch noch mal 30 Minuten gedauert. Wir waren 1,5 Stunden draußen in der Lagune. Super Leistung von dem jungen Kerl.

Unten: im botanischen Garten 

In der Lagune von Cienfuegos

Weit hinten die Flamingos 




Danach haben wir uns zum Playa Rancho Luna fahren lassen. Das ist der Hausstrand von Cienfuegos. Hier wollen wir entscheiden, ob wir 2 Nächte am Beach verbringen. Kaum ausgestiegen stand es schon fest, nee das muss nicht sein. Im Loose ist er besser beschrieben. Aber der hat gar nix. Auch eine Infrastruktur ist fast nicht vorhanden. Auf der anderen Straßenseite war ein kleines Restaurant, in dem wir unseren Fahrer zum Essen einluden. Er hat sich gefreut und es war ganz interessant mit einem Einheimischen ins Gespräch zu kommen. Jedenfalls was man so Gespräch nennt. Wir kaum Spanisch und er kein Englisch. Aber es ging irgendwie.

Völlig kaputt kamen wir auf unsere Zimmer an. Uns kam es so vor, als ob wir rudern mussten. Heute ist es auch total heiß und drückend. Wir kamen auf die Idee uns ein paar Bier zu holen und auf der Dachterasse eine Runde Kniffel zu spielen. Aber auch so ein leichter Plan kann in Kuba zu einem komplizierten Vorgang werden. Erst einmal ein Laden finden der Bier verkauft. Dann muss der noch unsere CUC annehmen. An vielen Läden, jedenfalls hier in Cienfuegos, hängt ein Schild an der Tür, worauf steht, dass sie nur nationale Pesos nehmen. Endlich ein Laden gefunden, der auch noch kaltes Bier hatte. Ein paar Dosen geschnappt und zur Kasse. Eine lange Schlange und es ging nicht vorwärts. Kasse kaputt. Nach ein paar Minuten ging es weiter. Schnell zur Casa und aufs Dach. Der Vermieter ist aber nicht da und er hat die Tür zur Dachterasse zugeschlossen. Toll.

Also aufs Zimmer, Ventilator an und das wärmer werdene Bier trinken und auf dem Bett kniffen.
Wir haben gehört, das der Vermieter nach Havana gefahren ist. Hoffentlich ist der Morgen früh zurück. Wir wollen morgen früh nach Trinidad weiter und wir müssen noch auschecken.

Eigentlich wollten wir zum Abend nur was einfaches essen. Aber auf die mit Massen von Käse gefüllten Sandwiches hatten wir auch kein Appetit. Eventuell ein paar Hamburguesa? Aber die Einheimische Hamburgerkette La Rapido hatte keine Hamburguesa mehr. Das ist hier das Problem. Wenn man einfach und günstig essen will muss man immer Pizza oder Sandwiches essen. Wenn man Glück hat findet man ein Paladares, ein einheimisches Restaurant oder man muss teuer gehen. Wir haben uns für eine Bar entschieden die im 2. Stock liegt, die haben auch Essen, der Preis war Ok und wir haben einen Balkonplatz abbekommen. Und die hatten auch leckere Daiquiri. Die waren richtig erfrischend bei dem heissen Klima.

    
Wir finden es hier drückender uns schwüler als in Thailand. Kaum bewegt man sich, sind die Klamotten schon durchnässt. Wenn es einen Ort zum entspannen und abkühlen geben würde wäre es ja OK. Aber die Infrastruktur fehlt. Gemütliche Restaurants oder Bars mit Kühlung und bequemen Stühlen haben wir noch nicht gesehen, die Voraussetzungen hätten die hier. Eine Altstadt mit cooler Kulisse ist da, nur fehlt was chilliges dazu. Gut, wir sind ja erst zum Anfang unserer Reise und haben noch nicht viel gesehen und wir gehen ja noch für eine Woche an den Beach im Norden. Da wird es wohl anders sein.
17.9.2015
Heute wollen wir nach Trinidad weiter fahren. Der Bus fährt aber erst nach 12 Uhr Mittags ab. Und wir waren wieder zeitig wach. Also wieder ne Runde spazieren gehen dann um 8 das Frühstück. Vor der Tür stand eine von den vielen Kutschen. Also haben wir kurzfristig eine Stadtrundfahrt mit einer Pferdekutsche gemacht. War auch schön. Im Süden der Stadt ist es optisch schöner. Es ist am Wasser gelegen und die Casas machen einen freundlichen Eindruck. Zum wohnen wäre es hier besser gewesen. Aber die Innenstadt ist ja das, warum man her kommt. Und ständig mit Taxi oder Kutsche hin und her fahren ist auch nix.

Am Malecon von Cienfuegos 

Taxi auf cubanisch 



Wir sind in Trinidad angekommen aber mit Verzögerung. Der Bus 12.15 Uhr ist nicht gekommen. Wir werden den Grund wohl nie erfahren. Und der nachfolgenden Bus wollte uns zunächst nicht mitnehmen. Hat dann aber doch noch geklappt.

Das sind die Busse für die Einheimischen 



In Trinidad der Busbahnhof ist berühmt berüchtigt für die Jineteros (Schlepper) wir sind durch die Horde aufdringlich schreiender Leute fast gut durch gekommen. Eine war hartnäckig und wollte uns unbedingt ihre Casa aufdrängen. Die Casa kann ja gut sein aber bei dieser Aufdringlichkeit ist es bei mir vorbei. Sie ist uns mehrere Ecken gefolgt aber bei mir haben solche aufdringliche Personen keinen Erfolg. Jedenfalls haben wir in guter Lage, genau zwischen Busbahnhof und Historischen Centrum eine günstige Casa Particulares gefunden, die Casa Mireya. 15€ pro Nacht ist OK. Und wir wollen eh nur eine Nacht bleiben. Wir haben unseren Plan geändert. Wir wollten eigentlich in jeder Stadt 2 Nächte bleiben. Aber wir haben Festgestellt, dass das zu lang ist. Die wenigen Sehenswürdigkeiten hat man in 2 Stunden abgeklappert.

Wir haben zum Abschluss unserer Reise ja 5 Nächte Beachurlaub auf Cayo Santa Maria gebucht.  Diesen konnten wir verlängern, also 2 Tage früher anreisen und die 3 Nächte Habana haben wir auf 2 verkürzt. Wir hoffen das die Entscheidung richtig war.

Hatte ich schon erwähnt, dass wir in Trinidad sind.

So wie diese Stadt, hatten wir uns eigentlich ganz Kuba vorgestellt. Natürlich ohne die Jineteros und ohne die vielen Souvenirläden aber mit den bunten Häusern die noch nicht halb eingestürzt sind und mit den vielen gemütlichen Bars und Restaurants. Am Abend haben wir wieder in der Casa gegessen und sind dann losgezogen um was gemütliches für einen netten Abend zu suchen.

Und wir wurden sogar fündig. In Trinidad spielt sich das Leben auf der Straße ab. In der Altstadt gibt es eine Treppe, wo sich die Traveler treffen. Zwei kleine Bars verkaufen Cocktails an die Leute die auf dem Platz sind. Dabei sind sie in Konkurrenz. Die mit den weißen und die mit den roten T-Shirts. Die Roten waren pfiffiger und schneller. Einer von den Weißen hat sich bei den Leuten beschwert, das sie auch mal bei ihm bestellen sollen, war aber nie da, wenn das Glas alle war.

Rechts neben der Tür war unser Zimmer 

Unten die Altstadt von Trinidad 

Abends ist Trinidad voll urig

18.9.2015
Die Nacht war typisch auf Reisen. Bett zu hart und ungewohnt. Aber man reist ja nicht um zu schlafen. Nach einem herzlichen Abschied von Mireya ging es zum Busbahnhof der nur 200 m weiter lag. Dieses mal ging alles reibungslos und der Bus fuhr pünktlich ab.
Sancti Spiritus
Nach ca 1,5 h sind wir in Sancti Spiritus angekommen. Der Busbahnhof am Stadtrand ist nicht Touristenfreundlich. Wir wollten für den nächsten Tag unsere Weiterreise buchen aber der Schalter hatte zu. Nach einigen suchen haben wir jemanden gefunden, der uns Infos geben konnte. Einfach eine halbe Stunde vor Abfahrt da sein. OK. Wir sind raus aus dem Gebäude und nach einem Taxi gesucht. Wenn man aufdringliche Taxifahrer sucht, ist keiner da. Komische Gestalten standen in der Einfahrt. Einer sprach uns an wegen einem Taxi. Aber der war uns suspekt. Ein offizielles Taxi kam. Er sagte, das er nur Einheimische mitnehmen dürfe. Es blieb uns nix anderes übrig als diese inoffiziellen Taxis zu nehmen. 5 CUC wollte er. Habe noch auf 4 runter gehandelt aber für weniger wollte er nicht fahren. Besser teuer mit einem alten Lada fahren, als zu laufen. Wir haben die Adresse von einem Hotel angegeben, dies lag in der Nähe von dem Casa Paraiso zu dem wir wollten.

Das Casa ist wirklich klasse. Zimmer mit Terrasse, Minibar und bequeme Sitzmöglichkeiten und das zentral gelegen für 25 CUC.

Wie immer, der arme Tommy muss schleppen aber es hat sich gelohnt 

Das Casa Paraiso

    
Sancti Spiritus ist eine nette aber langweilige Stadt. Viel kann man hier nicht machen. Außer man rennt in jedes Museum und Kirche. In der Fußgängerzone gibt es ein chinesisches Restaurant. Wir haben gedacht, mal was anderes. In Cuba chinesisch Essen macht man nicht alle Tage. Also rein. Drin sah es aus wie in einer Bahnhofshalle. Es gab eine Speisekarte die von Tisch zu Tisch ging. In der Speisekarte waren 2 Hauptgerichte gelistet. Uns wurde, in den auf den Tisch stehenden Gläser, Wasser aus einen Krug eingeschränkt. Ich habe mal dran genippt. Es war als ob man an eine Clortablette lutscht. Wir sind ohne was zu bestellen raus. Aber das Abenteuer Mittagessen war noch nicht vorbei. Wir immer noch hungrig suchten ein anderes Restaurant. Aber alles in der Innenstadt waren diese typischen Sandwich Läden oder Museen. Dann endlich, ein creoliches Restaurant. Wir haben uns an einem Tisch gesetzt und sahen wie dreckig die Tischdecke und auch die Teller waren. Gleich wieder raus da. Wir gingen weiter und zurück in Richtung Casa und sahen das direkt neben unserer Casa ein nettes Restaurant war. Aber so haben wir schon die Stadt gesehen.  Der Tag war ereignislos und wir sind zeitig im Bett.

Fußgängerzone in Sancti Spiritus mit Chinarestaurante



  
  
19.9.2015
In der ersten Woche auf dieser Tour haben wir schon mehr Wartezeit in Busbahnhöfen gehabt wie auf unseren gesamten Reisen zuvor zusammen. Heute soll es um 10 Uhr nach Santa Clara gehen. Um 11 Uhr saßen wir immer noch in dieser schäbigen Halle ohne ein Info zu bekommen. 10 Minuten später hieß es, der Bus hatte eine Panne und kommt gleich. Wir saßen in dem besonderen Raum von Viazul. Dort dürfen nur Fahrgäste dieser Busgesellchaft rein. Dieser ist „besser“ ausgestattet. Wir hatten ein kleines Röhren-TV mit Rotstich, auf dem lief Ice Age. Wer hat schon Ice Age in komplett rot gesehen? Als einer die Tür zu unsern Raum aufgelassen hat, sind die anderen Kubaner, die im Nebenraum warten mussten gleich reingeströmt und haben TV geguckt. Was so eine offene Tür ausmacht. Gegen 11.30 Uhr sind wir dann auch endlich abgefahren. Eine Stunde später waren wir in Santa Clara. Uns ist gleich aufgefallen, das es hier lebhafter zugeht. Die Stadt ist auch um einiges größer als Sancti Spiritus.

Unten unsere Casa in Santa Clara, Adrianos Hostal
 Wir sind hierher gekommen um die Gedenkstätte für Che zu besuchen. Wir sind auch gleich nach unserer Ankunft in der vorher im Loose ausgesuchten Casa, hin. Man darf keine Taschen und kein Fotoapparat mit in die Gedenkstätte und das Museum nehmen. Draußen ist eine kleine Hütte wo man alles abgibt. Drinnen sieht man nicht viel. Der Raum in dem die Überreste von Che liegen ist sehr dunkel, sodass man die Namen der Verstorbenen kaum lesen kann. Im Museum wird der Lebensweg gezeigt. Leider ist alles nur in spanisch geschrieben. Im Vorraum wir auch an eine Frau namens Tamara Bunke erinnert. Da muss ich wohl im Geschichtsunterricht geschlafen haben. Das war eine aus der DDR, die irgendwas mit Che Guevara zu tun hatte. Wenn ich wieder Internet habe google ich das gleich mal nach.



Der Abschiedsbrief von Che an Fiedel


Dann war der Hunger so groß, das wir nicht groß suchen wollten und sind in eine einheimische Burgerbraterei gegangen. Danach in die benachbarte Bar auf ein Glas Rum, zur Sicherheit.


Obwohl hier die Infrastruktur etwas besser ist, ist es doch nur eine normale kubanische Stadt. Der übliche historische Stadtkern.

Am Nachmittag sind wir in unsere Casa, das Casa Adriano, auf die Dachterasse zum kniffeln. Kaum waren wir oben kam ein Platzregen runter. Gut das die Terasse überdacht ist. Später ein kurzes reichhaltiges Abendessen auf der Terrasse und dann noch mal ein Stadtrundgang. Auf dem großen Zentalplatz hat sich vermutlich die ganze Stadt getroffen und wir haben an einer Eckbar noch einen Tisch in der ersten Reihe bekommen. Das Treiben war interessant anzusehen. Es hat uns ein „Bettler“ angesprochen. Wir werden hier öfter von armen Menschen angesprochen. Dieser war aber anders. Wir haben ihn auf ein Bier eingeladen und wir konnten uns gut auf englisch unterhalten. Wie es aber abzusehen war, hat er dann angefangen in jeden Satz seine Kinder zu erwähnen und das er noch nix gegessen hat. Dann kam natürlich der entscheidende Satz. Ob wir ihn ein bisschen Geld geben können. Wir haben ihm dann unsere Pesos National gegeben und er war schnell weg. Was aber merkwürdig war, kaum saß der eine da, hat sich ein weiterer Kubanaer zu uns an den Tisch gesetzt. Er hat immer so unauffällig wegguckt das es schon wieder auffällig war. Und kaum war der Bettler weg, ist auch der unauffällige Herr aufgestanden. Wie war das in der DDR mit der Stasi? Kam mir bekannt vor.

Nochmals unsere Casa, die Dachterasse
  

20.9.2015
Die Nacht war hart. Der Raum war stickig und warm. Die Klimaanlagen in Kuba kühlen zwar aber die sind so laut, dass man sowieso nicht schlafen kann. Den Ventilator haben wir versucht so hinzustellen, das er a) eine Steckdose hat und b) einem nicht direkt ins Gesicht bläst und das möglichst bei beide Betten gleich.

Nach einem einfachen Standardfrühstück sind wir mit einem dreirädrigen Mopedtaxi zum Busbahnhof.
Der Bus von Santa Clara nach Remedios ging überpünktlich und wir durften uns sogar 20 Minuten vorher in den gekühlten Bus setzen. Was mich stutzig gemacht hat ist, das der Fahrpreis trotz kürzerer Strecke teuer war. Cuba halt.
Remedios
Ich muss mich korrigieren. Nicht wie Trinidad sonder wie Remedios haben wir uns Kuba vorgestellt. Trinidad wirkt künstlich aber Remedios ist authentisch. Hier kam zum ersten Mal dieses lateinamerikanisches Feeling auf. Schade, dass es nur eine kleine Stadt ist aber diese Stadt hat leben. Uns gefällt es hier gut.

Auch Casas gibt es hier genug. Dieses mal war aber die vorher aus dem Loose rausgesuchte Casa nicht unsere Wahl. Erst die 3. Casa war es. Die, die wir eigentlich im Loose am wenigsten beachtet haben.

Um den Platz sind viele Bars und Restaurants. In den anderen Städten waren da nur Museen. Man kann gemütlich bei einem Cuba Libre den Alltag beobachten.

Das Abendessen haben wir, wie üblich in der Casa zu uns genommen. Das war das beste Abendessen von allen Casas. Abends sind wir dann noch in die älteste durchgehend bestehende Bar von Cuba gegangen. Im El Louvre haben wir uns nett mit einem anderen Paar unterhalten. Da wir dieses mal keinen Sclüssel für die Haustür hatten, hatten wir ein schlechtes Gewissen als wir nach elf geklingelt haben.

Die Innenstadt von Remedios


  

21.9.2015
Wir haben uns für heute ein Taxi geordert, das uns auf die Cayos bringen soll. Die Inseln sind vom Festland mit einem ca 50 km langen Damm verbunden. Wir staunten nich schlecht, als ein gut hergerichteter Cadillac vorfuhr. Der Fahrer erklärte uns, der Cadillac sei Baujahr 1958. Und so fuhren wir standesgemäß vor dem Hotel Melia Cayo Santa Maria vor.

Obwohl es erst gegen 11.00 Uhr war konnten wir schon einchecken. Viele Zimmer stehen leer, vielleicht konnten wir deswegen schon einchecken. Wir haben uns das Hotel völlig anders vorgestellt. Als 5 Sterne Hotel mit edlem Ambiente geht das Haus nicht durch. Eher wie ein 3 bis 4 Sterne Hotel in Tunesien. Wir haben extra ein paar Euro mehr ausgegeben um so etwas zu vermeiden, jedenfalls was das Essen betrifft. Das Essen ist schlecht, richtig schlecht. Nach einer Woche traveln und nur bei Einheimischen essen gab es keine Probleme. Nach 2 Mahlzeiten hier rumort es im Bauch. Wichtig hier, nach jedem Essen einen großen Rum trinken. Unser Zimmer ist in Ordnung, das Bad ist aber renovierungsbedürftig. Und der Beach ist geil. Was aber am meisten stört, vieles macht schon im 17.00 Uhr zu. Wie das Grillrestaurante und die Beachbar. Eigentlich das was man auch Abends nutzen will. Und von den vier Spezialitätenrestaurants hat immer nur eines pro Abend geöffnet. Jeden Abend ein anderes.

Unten Bilder vom Melia Cayo Santa Maria

Da ist er wieder


  

22.9.2015
Ab jetzt ist es amtlich. Im diesem Hotel gibt es das schlechteste Essen ever. Wir waren im sogenannten japanischen Spezialitätenrestaurant. Entweder die Leute sind danach noch an das Büfett gegangen oder wollten vom Essen, so wie wir, nix mehr wissen. Der Koch hinter der heißen Platte hat sich ja große Mühe gegeben aber er konnte es einfach nicht. Alles lag zu lange auf der Heißen Platte und es war alles überwürzt. Da hilf auch kein Rum mehr.

Wir sind dann an die Lobbybar gegangen, als es dort angefangen hat zu qualmen und zu stinken. Da haben die doch zur Hauptzeit, wenn alle Leute vom Essen kommen und zur einzig offenen Bar gehen, angefangen mit Gift gegen Ungeziefer vorzugehen. Ob die hier die Gäste auch als Ungeziefer sehen? Wir sind dann ins Zimmer haben den Fernseher angeschalten und der Abend war gelaufen.

23.9.2015
Der gestrige Tag war mit erholen vom Vortagsessen ausgefüllt.

Am Abend war noch einmal ein „Spezialitätenrestaurant“ gebucht. Hätten wir doch auf das Wetter gehört. Es ging ein Wolkenbruch runter, wie wir es nur selten gesehen haben. Wir haben uns einen Schirm vom Zimmer gekommen und sind Richtung Restaurant gegangen. Der Weg führte an den Pools vorbei. Manchmal wussten wir nicht, ob wir noch auf dem Weg waren oder schon im Pool, so hoch stand das Wasser. Dann im Spezialitätenrestaurant angekommen waren wir erst einmal positiv Überrascht. Einigermaßen ansprechendes Ambiente und die zwei Vorspeisen waren auch OK. Das Hauptgericht, Hühnchen mit Risotto, haben wir beide fast auf den Teller gelassen. Alles hat nur nach Käse geschmeckt und das Hühnchen hatte dazu noch einen komischen Nachgeschmack. Wir werden uns ab jetzt nur noch an Essen halten, das hier nicht gekocht werden muss, also Brot, Müsli, Kuchen und eventuell ein Rührei.
24.9.2015
Den Tag über waren wir komplett am Beach und am Abend haben wir uns mit einem jungen Holländerpärchen unterhalten. So verging der Tag schnell. Leider ist das selten hier jemand zum unterhalten zu finden. Hier gibt es fast nur cubanische Familien. Und unser spanisch reicht nicht zum unterhalten.
25.9.2015
Jetzt haben wir noch ein Vergnügen weniger. Wir sind Morgens wieder ins Gym gegangen. Heute Morgen allerdings war ein Angestellter da, der uns gesagt hat, das wir ohne Turnschuhe nicht trainieren dürfen. Er hat ja Recht und wir sehen das ein aber wir haben uns immer schon auf das morgendliche Training gefreut.

Wegen dem fehlenden Training waren wir zeitiger am Beach. Vielleicht auch deswegen habe ich mal überwunden, den Beach entlang zu den anderen Hotels zu gehen. Jetzt weiß ich, warum unser Hotel teurer war. Neben an, das Las Dunas, es ist mit circa 1000 Zimmer 2,5 mal größer als unseres hat kaum noch Strand. Auf dem bisschen Strandfläche sind viel mehr Urlauber und sie liegen ziemlich dicht aufeinander. Noch ein Stück weiter ist der Strand schon ganz weg. Wir haben wirklich den schönsten Strandabschnitt und das mit den wenigsten Menschen am Strand. Aber der Strand hier wird auch jeden Tag weniger.
26.9.2015
Heute ist wieder ein perfekter Strandtag. Blaues ruhiges Wasser, Sonne satt und eine leichte Brise. Gestern haben Bekky und ich mal einen Spaziergang zum Nachbarhotel gemacht. Da war es richtig gruselig. Das Hotel ist fast leer und die Wege zwischen den Häusern sind labyrinthartig angelegt. Wir hätten uns fast nicht wieder rausgefunden.

Auch unsere Anlage ist nur zum viertel belegt. Ist auch gut so. Wir haben Ruhe und Platz. Zur Hochsaison wollen wir nicht hier sein. Aber so haben wir es schön und genießen unser Pauschaltouristendasein. Nach dem Essen sind wir wieder an den Beach. Das Wasser war noch klarer als vorher. Die anderen Touris sind beim Essen und die große Badewanne menschenleer.

Im Wasser dann vor mir ein länglicher Schatten im Wasser. Vermutlich ein Barakuda, toll anzusehen aber ein wenig mulmig wird es ein schon. Am Montag hat man auch einen Rochen vorbei schwimmen sehen. Der war aber weiters draußen.

Apropo Mittag. Seit gestern ist das Essen hier leicht besser geworden. Vor 2 Tagen war irgendeine Kontrolle hier in der Anlage. Die haben auch geputzt wie die wilden. Aber auf einen besseres Niveau ist das Essen trotzdem nicht gestiegen. Nur verbessert von extrem schlecht auf schlecht.

27.9.2015
Auch den schönsten Strand hat man irgendwann genug bewundert und man möchte weiter ziehen. Das ist das Problem wenn man vorab bucht. Man ist an die Zeit gebunden. Und da wir 2 Tage vorher hierher gekommen sind aber nicht 2 Tage früher gehen können genießen wir die Zeit hier. Leider verdirbt das schlechte Essen hier ein wenig das perfekte Beachfeeling.

Heute Abend schließen die hier auch das etwas weniger schlecht Buffet zum Großputz. Als Alternative bieten die das japanische und das italienische Spezialitätenrestaurant an. Wir werden verzichten und in der Snackbar eine Pizza essen.

Als wir am Nachmittag vom Strand ins Zimmer kamen, lag ein Briefumschlag auf dem Zimmer. Innen war eine Reservierung für den heutigen Abend im japanischen Restaurant. Wollen die uns ärgern? Wir sind zur Rezeption gegangen um zu fragen ob es da heute Abend nur dieses pseudojapanische Essen gab oder auch Buffet? Sie sagten nur japanisch und wir meinten das wir lieber in der Snackbar Essen. Es war ja gut gemeint von denen uns da einen Platz zu reservieren. Die können ja nix dafür, das die nicht kochen können.
Nach Hamburguesa und Pizza sind wir dann an die Bar gegangen um den obligatorischen Rum nach dem Essen zu trinken. Gegen halb neun fängt dann immer eine Band an zu spielen. Wie in vielen südlichen Ländern ist aber die Musik viel zu laut. Die Leute sind aufgestanden und haben sich außerhalb der Bar hingesetzt. Danach haben die die Musik noch lauter gestellt, damit die draußen auch noch was hören. Wir haben schnell unser Drink ausgetrunken und sind mir klingenden Ohren aufs Zimmer.
28.9.2015
Montag Morgen 8:30 Uhr, blauer Himmel, weißer Sand und ruhiges kristallklares Wasser.

So beginnt unser letzter Beachtag. Morgen geht es zurück nach Habana, wo wir die letzten 2 Tage verbringen wollen. Nach unserem ersten Habanaschock hatten wir zwar gemeint, das wir die letzten Tage in Varadero verbringen und von dort direkt zum Airport fahren. Aber unsere Abenteuer hier mit gerissene Keilriemen und nicht kommende Busse hat unser Meinung geändert. Wir haben uns ein Zimmer im Iberostar Park Central reserviert. Es ist zwar wieder etwas teurer aber die Lage ist perfekt und die Kritiken im Netz sind meist Positiv. Und kurz vor dem Abflug wollen wir ein gekühltes Zimmer mit gutem Bad.
Gerade kam der Boris, dem wir unser Loose geliehen haben, zum Strand und hat das Buch zurück gebracht. Er und seine Freundin waren gestern Abend im japanischen Restaurant. Die Nacht haben sie auf der Toilette verbracht. War schon besser das wir in der Snackbar waren.
Heute haben wir erfahren, dass wir eigentlich im besten Hotel hier wohnen. Ein deutsches Paar das den gesamten Strand abgelaufen ist, hat uns von ihrem Hotel erzählt. Das und die Beobachtungen die ich selber gemacht habe, lassen darauf schließen, das wir hier fast im Cubahimmel wohnen. Woanders ist das Essen noch viel schlimmer. Wir haben uns schon fast geschämt für unser Meckern. Wir haben jedenfalls noch eine Auswahl von vielen Gerichten die alle nicht schmecken. In den anderen Hotels gibt es viel weniger Auswahl. Und unsere Anlage ist wirklich echt schön und der Beach erst. Schon komisch wie groß der Stellenwert des Essens ist.
Heute war das abendliche Buffet sogar recht ansehnlich. Wir haben trotzdem nicht viel runter bekommen.
Heute haben wir uns auch mit Rum für zu Hause eingedeckt. Die Schwierigkeit war die Qual der Wahl. Wir haben zwar den braunen Rum schon reichlich probiert aber wir wollten auch weißen Rum mitnehmen. Aber welchen? Also erst mal an die Bar gehen und den einen und den anderen probieren. Das war ein harter Job! Der Speisesaal war heute richtig festlich gedeckt. Das Essen bestand großteils aus Fisch und Meeresfrüchte. Also wieder weniger Auswahl zum essen für mich. Also nur wieder Kalorien zu sich genommen dann an die Bar. Dort könnten wir beobachten, wie sich ein paar Mädels für die Abendshow fertig gemacht haben. Wir gehen ja prinzipiell nicht zu dieser Touristenbelustigung. Hier haben wir einmal so ein Tanzwettbewerb gesehen. Der war halt in der Bar  und wir saßen drinnen. Heute Abend ist Bekky von ihrem harten Arbeitstag geschafft, zeitig ins Bett. Ich habe dann noch einen Spaziergang gemacht. Die rausgeputzten Mädels standen vor dem Speisesaal und sind nacheinander rein. Dort sind sie an jeden einzelnen Tisch gegangen und haben sich fotografieren lassen. Toll. Der Hammer war aber, dass sie Teils thailändisch, teilweise malaiisch und / oder balinesisch angezogen waren. Was macht das für ein Sinn in Cuba?

Dieser Cocktail hat nach Odol geschmeckt 

Zum Abschluss nochmals der Beach

  

Der Abschiedsbrief des Zimmermädchen 

Tschüss 
29.9.2015

Heute noch mal raus an den Strand. Hatte ich schon erwähnt, das es hier einen richtig geilen Beach gibt? Selbst Bekky zieht hier den Strand vor. Meistens will sie lieber an den Pool. Aber in den Pool kann man nicht gehen. Da sitzen den ganzen Tag über Leute an der Poolbar und kippen sich die Drings rein. Es ist hier nicht so schlimm wie in Mexiko wo die Leute nie aus dem Pool rausgingen. Aber das Wasser hier sieht auch nicht sehr Einladend aus.

Wir haben um 13.00 Uhr ausgecheckt und mussten aber noch bis 14.00 Uhr auf unseren Bus warten. Das war eh so eine komische Sache mit dem Bus. Die Frau, bei der wir den Bus gebucht haben, hat gemeint, es gäbe einen schnelleren Bus nach Havana, den kann sie aber nicht buchen, da dieser von einer anderen Gesellschaft ist. Ihr Freund arbeitet dort und sie macht das klar für uns aber ein Ticket kann sie uns nicht ausstellen da es ja die falsche Busgesellschaft sei. Ein bisschen mulmig war uns schon aber die setzen hier nicht ihren Job aufs Spiel. Der Bus kam auch wirklich und wir mussten die 50 CUC beim Beifahrer zahlen. Wir standen auf keiner Liste. Vermutlich war es sogar der selbe Bus, den sie uns offiziell verkauft hätte nur sind wir jetzt schwarz mitgefahren und die haben sich das Geld geteilt.

Die Fahrt ging auch Problemlos vorbei und wir waren gegen 19.30 Uhr in unserem Hotel dem Iberostar Parque Central. Wir sind zum Haupteingang rein und zur Rezeption. Dort sollten wir das Anmeldeformular ausfüllen. Als wir fertig waren guckte er in seinen Computer und stellte fest, das wir gar nicht in dem Haus ein Zimmer haben, sondern im Neubau. Es gab einen Tunnel zwischen den Häusern, sodass wir schnell im Neubau waren. Dort an der Rezeption wollten die Buchungsunterlagen in Papierform haben. Wir haben das aber nachträglich in Heilbronn über den Reiseladen gebucht. Gut das Kornelia uns alles per Mail geschickt hat und ich konnte die Mail an das Hotel weiter leiten. Ohne diesen Zettel hätten wir das Zimmer nicht beziehen können.

Wir dann aufs Zimmer und mal wieder geschockt. Das passiert in Cuba öfters. Das Zimmer war muffig feucht und irgendwie klamm und hat leicht gestunken. Dieses Hotel hat die besten Kritiken in Habana Vieja. Woanders hätten wir das Zimmer nicht genommen. Auch haben wir überlegt das Zimmer zu wechseln. Aber es war mittlerweile spät und wir hatten Hunger. Außerdem kam der Geruch vermutlich aus der Klimaanlage und es riecht in allen Räumen so. Aber 135€ pro Nacht für so ein Zimmer kann nur in Cuba passieren.
Dann die Suche nach einer Mahlzeit. Hier im Hotel die Preise für das Essen nicht bezahlbar. Wir also raus auf die Straße und wieder von allen Seiten angesprochen. Wir über die Straße zum Hotel Telegrafo. Daneben war ein gutes Lokal. Aber was ich gar nicht leiden kann ist, wenn der Kellner einen nicht die Karte lesen lässt, sonder immer rein redet. Auch wenn ich dann unhöflich werde aber ich möchte die Karte lesen können. Also ins Nachbargebäude das Hotel Inglaterra. Zuerst unten umgeschaut aber war nix. Der Türsteher hat gemeint, es gäbe eine Dachterasse. Wir hoch zur Terrasse, es gab aber nur noch einen Tisch. Der war aber direkt vor der Band, die in einer halben Stunde auftreten soll. Der Hunger wurde langsam größer und wir haben den Tisch genommen. Was besseres hätte uns gar nicht passieren können. Erstens, ihr wisst gar nicht wie lecker Essen nach 8 Tage All Inclusive schmecken kann und die Band entpuppte sich als eine afrikanische Folklore Band, die eine gute Show geliefert haben. Später haben wir noch ein holländisches Pärchen kennen gelernt und es wurde ein richtig toller Abend.
Wieder im Zimmer haben wir festgestellt, das es schon kräftig muffelt im Zimmer. Aber in der Nacht um eins das Zimmer wechseln ist auch doof. Ich habe den Vorschlag gemacht, die Klimaanlage auszuschalten was dann auch was genützt hat.


  
30.9.2015
Wir haben trotz alle dem und obwohl das Bettzeug auch klamm war, gut geschlafen.

Nach einem Frühstück, das besser als die letzten Tage war, aber für ein 5 Sterne Haus zu schlecht, haben wir überlegt, was wir mit unseren letzten ganzen Tag anfangen sollen. Ins Rummuseum wollten wir. Also von einen Kuba Tuk Tuk dort hinfahren lassen. Wir hatten Glück. Um 10.15 Uhr, also 15 Minuten später begann eine deutschsprachige Führung. Diese war ganz interessant. Danach in die benachbarte Bar Dos Hermanos. In dieser Bar haben mehrere Größen der Vergangenheit ihren Rum getrunken. Wir jetzt auch. Ähmm es war 11 Uhr am Morgen! Egal.

Auch ein paar CUC mussten wir noch besorgen. Ist gar nicht so leicht in Kuba. Heute Früh wollten wir am ATM Geld ziehen aber die ganze Bank war Out of Order.

In der Altstadt haben wir eine Bank gesehen aber die hatte keine Geldautomaten. Aber man konnte innen mit der Visa am Schalter Geld bekommen. Wir wissen immer noch nicht genau, ob man bei der Ausreise die Gebühr von 25 CUC zahlen muss. Es gibt dazu wiedersprüchliche Infos. Deswegen haben wir auch ein wenig mehr Geld abgehoben, dann müssen wir halt mehr zurück tauschen auf dem Flughafen. Die Pesos hier darf man nicht ausführen. Man kann auch woanders auf der Welt damit nix anfangen.
Jedenfalls nach dem Geld abheben den restlichen Teil der Altstadt, den wir bei ersten mal nicht gesehen haben, erkundet. Dieser ist auch der Interessantere Teil und nich mehr ganz so kaputt. Dort auch ein leichtes Mittagessen genommen und zum Hotel zurück.
Wir wollten auch noch eine Hop On Hop Off Tour machen. Also im Hotel kurz frisch gemacht und wieder raus. Es stand auch ein Bus da und wir die 5 CUC pro Person bezahlt und schon ging es los. Diese Fahrt war relativ anstrengend. Der Bus stand mehr als er gefahren ist. Die vielen Ampeln und deren doofe Schaltung hat ein wenig den Spaß verdorben. Alle 50 m stand der Bus an der Ampel und die Sonne brannte runter. Von Fahrtwind war wenig zu spüren und wir waren froh, nach fast zwei Stunden wieder am Hotel zu sein.

Im Museo del Ron 
  
  

Der Tommy wollte ein Fass Rum raus schmuggeln 

Hop on Hop off



Der Abend verlief ereignislos. Ein wenig die abendliche Stadt erkunden, Abendessen, Cocktail in einer Bar an der Straße und später zum Abschluss noch ein Cocktail auf der Terrasse vom Hotel.

Wieder im Zimmer angekommen haben wir festgestellt, dass es weniger muffig riecht aber alles klamm ist. Auch die T-Shirt die wie gekauft haben. Das darf in einem 5 Sterne Hotel nicht sein.

01.10.2015
Der Abreisetag ist da. Einerseits sind wir wieder froh nach Hause zu kommen, wir brauchen endlich mal wieder richtiges Essen, anderseits ist die Reise vorbei. Das heißt wieder rein in den Alltagstrott und zurück in das kalte Deutschland.

Nach dem Frühstück sind wir noch an den Pool auf den Dach. Sonne tanken. Gegen 11 Uhr dann aufs Zimmer, fertig machen und um 12 Uhr war check-out Time. Noch ne Pizza im Hotel gegessen dann mit dem Taxi zum Flughafen.

Dachpool 

Habana von oben

  

Der Flughafen ist nicht sehr kundenfreundlich. Es gab keinerlei Info wo man einchecken kann. Wir standen ne Weile an der Stelle wo es am wahrscheinlichsten war, das dort das Einchecken war. Und wir hatten recht. So ging das jedenfalls schnell vorbei. Doch dann kam die Passkontrolle. Ich glaube in Kuba kommt man schneller rein als raus. Die Passkontrolle hat ewig gedauert. Und wir wissen nun, eine Ausreisegebühr wird nicht mehr erhoben.


  
Trotzdem hatten wir noch 2 Stunden Zeit bis zum Boarding. Im Flugzeug hieß es noch mal warten. Die mussten wieder Gepäckstücke rausholen da 2 Passagiere nicht eingestiegen sind.
Vom KLM sind wir maßlos enttäuscht. Eigentlich hat diese Airline gute Kritiken aber die Sitze hier sind die schlechtesten die wir je hatten. Ich konnte nicht mal den Tisch richtig runter klappen.


Die Sitzqualität kommt in seiner Übelkeit fast an Condor ran. Aber wir haben auch diese Tortur überstanden. In einer halben Stunde sollten wir in Amsterdam landen. Doch dann kam eine Durchsage. Der Flughafen sei voll oder so und man hätte nicht genug Spritt an Bord um so lange kreisen zu können. Man müsste nach Maastricht fliegen um dort aufzutanken. Ähmm, wir haben nur ne Stunde Zeit um unseren Anschlussflug zu bekommen. Wir sind 20 Minuten später in Maastricht gelandet. Nach circa 1,5 Stunden sind wir dann nach Amsterdam geflogen. Dort konnten wir auch gleich Landen. Statt kurz nach 8 sind wir gegen 10 Uhr in Amsterdam gelandet. Was mit unserem Flug nach Stuttgart ist hat keiner mitgeteilt. Es hieß wir sollten nach T2 gegen. Wer oder was ist T2? Haben im Schilderwald ein T2 Richtungshinweis gesehen. Das war der Sammelpunkt für Transferpasagiere. Dort eine Menschenschlange von mehreren hundert Menschen. Wir wurden angewiesen uns anzustellen. Aber es ging nicht weiter. Es würde Stunden dauern um an ein neues Ticket zu kommen. Bekky hat eine Angestellte gesehen, die ich mal fragen sollte wie es weitergeht. Sie sagte ich soll mich wieder anstellen. Einen anderen hat sie gesagt, er soll an die Ticketdrucker gehen. Uns kam das in Holland spanisch vor. Da kam eine andere Mitarbeiterin der habe ich nach mehrmaligem nachfragen die Info aus der Nase gezogen, das eventuell wir automatisch umgebucht wurden. Wir sollten mal die alten Tickets vor dem Scanner der Drucker halten. Und was passierte, ja wir wurden umgebucht. Aber der neue Flug war krass. Statt nach Stuttgart, gegen 14 Uhr nach Paris und von dort gegen 21 Uhr nach Stuttgart. Wenn wir nicht so hartnäckig mehrmals nachgefragt hätten, hätten wir nie erfahren, das wir automatisch umgebucht wurden und wir hätten auch diesen Flug verpasst.

Hatte ich schon erwähnt das Bekky heute Geburtstag hat? Wir wollten heute Abend schön Essen gehen und vorher mussten wir noch einkaufen für die Party morgen. Das fällt wohl aus und Morgen ist Feiertag. Gut das wir die Getränke schon gekauft haben. Aber Bekky hat sich ihren Geburtstag auch anders vorgestellt. Wir haben noch versucht unser Tickets umzubuchen. Da ging 12.30 Uhr ein Flug nach Stuttgart aber der war vollkommen ausgebucht. Selbst die Business Class war ausgebucht. Also doch den späten Flug nehmen. Am Telefon haben wir mit Bekkys Mutter geklärt, das sie ein paar Sachen einkauft für uns. Einen 10€ Gutschein haben wir von KLM bekommen und den haben wir genutzt um was zu essen. Dann die ewige Wartezeit bis 14 Uhr, der Abflugzeit nach Paris. Der Flieger hatte natürlich auch ein wenig Verspätung, das war uns aber Egal, da wir in Paris eh noch fast 5 Stunden warten mussten.
Dann beim Landeanflug auf Paris eine Schrecksekunde. Das Flugzeug ist gerade eine Kurve geflogen als es in ein Luftloch oder so geriet. Ich habe gerade aus dem Fenster geschaut. Das Flugzeug kippte nach links weg. Es sah so aus wie in den Filmen wenn ein Flugzeug abgestürzt. Das Flugzeug wurde aber gleich abgefangen. Es hat noch ein paar mal gerumpelt aber dann war alles gut und wir sind heil runter gekommen.
In Paris die Wartezeit hat sich hingezogen. Wir sind durch den riesigen Flughafen gewandert und sind 2 Stunden vor dem geplanten Abflugtermin ans Terminal gegangen. Am Terminal auf der Anzeigetafel stand zwar unser Flug aber kein Gate. Auf Nachfrage sagt man uns, 20 Minuten vor Abflug zeigen die das Gate an, vorher nicht. 20 Minuten vorher dann die Anzeige, das der Flug sich verspätet. Ob wir jeh noch mal nach Hause kommen? Aber noch ein mal 20 Minuten später war dann Boarding. Der Flug war mal Ereignislos und wir sind kurz vor 22 Uhr in Stuttgart gelandet. Unser Gepäck kam auch fast als erstes vom Band und wir haben unser Shuttlebus zum Parkplatz angerufen. Auch der stand gerade vor der Tür und wenige Minuten später waren wir am Parkplatz vom Auto. Fast 12 Stunden hatten wir Verspätung. Statt Mittag waren wir Mitternacht zu Hause. Danke KLM für den tollen Geburtstag von Bekky. Mit euch nicht noch mal.

Aber selbst dieser Abschluß der Reise schreckt uns nicht vor weiteren Reisen ab.

Wir lesen uns wieder.

Tommy und Bekky