2016 Tommy und Bekky in Sri Lanka

Wir sind mal wieder unterwegs. Der A380 fliegt gerade nach Dubai. Von dort soll es über die Malediven nach Colombo gehen. Schade, das wir keinen Stopover auf den Malediven machen können. Wäre schon gegangen aber hätte mehrere 100€ mehr gekostet, nur das Aussteigen ohne die teuren Hotels. Das war es uns dann doch nicht wert. Also nur ne Zwischenlandung. 
Dieses Mal sind der Rucksack und Bekkys Trolly irgendwie leerer als sonst. Wir hoffen wir haben nix vergessen. Aber Hauptsache die Badesachen sind drin. Wir wollen eigentlich nur die Strände checken. Aber mal sehen, was daraus wird. 
Obwohl wir relativ zeitig beim Einchecken am Flughafen Frankfurt waren, war ein lange Warteschlange vor den Schaltern. Wir vermuten das es rückreisende Flüchtlinge waren. Da waren auch so etwas wie Aufpasser dabei. Es wollte jedenfalls nicht weiter gehen. Alle hatten viel Gepäck und es wurde diskutiert und nix verstanden. Ojee, dachten wir. Aber da kam ein netter Herr, der uns zum Businessclass-Schalter brachte. Leider wurden wir nicht upgegratet aber wir konnten Einchecken. Auch meine übliche Frage nach den Sitzen am Notausgang wurde bejaht. Und es war sogar nur eine 2er Reihe. 

 Im A380  

Beinfreiheit genug 
 

Da durften wir leider nicht hoch

Der Flieger war ebenfalls nur halb voll. Auch das Essen, welches gereicht wurde, war ganz OK. 
So hatten wir einen angenehmen Flug und wir kamen ca. eine Stunde früher in Dubai an. Was aber Mist war. Jetzt hatten wir 4 Stunden Aufenthalt. Warum landet man auf den Rückflug nie eine Stunde früher zu Hause? Da kommt man später an. 

Die 4 Stunden haben wir auch irgendwie rum bekommen und der Flieger nach Male / Colombo ist pünktlich abgehoben. 

Nach ungefähr 3 Stunden begann der Landeanflug auf Male. Es war recht unruhig und man hat draußen nix gesehen, da wir durch eine Schlechtwetterfront geflogen sind. So ein Mist. Jedenfalls sehen wollen wir was von dem Inselatoll. Wir kreisten noch ne Weile und die Wolkendecke riss auf und gab den Blick auf ein paar schöne Inseln frei. Für ein paar Tage kann man es da bestimmt aushalten. 
Das längste am ganzen Flug war die eineinhalb Stunden Wartezeit im Flugzeug. Die meisten Passagiere stiegen aus und das Flugzeug wurde für die neuen Passagiere gereinigt. 
Um 17 Uhr sind wir dann endlich Richtung Endziel Colombo gestartet und waren eine Stunde später in Colombo. Da wir ganz hinten im Flugzeug saßen, sind wir auch fast als letzte raus. Im Flugzeug haben wir keine Einreisekarten bekommen, so dass wir die Karte vor der Immigration ausfüllen mussten. Unser Visa haben wir bereits online gemacht. Von da an ging aber alles ganz schnell. An der Immigration war die Warteschlange weg, unser Gepäck war schnell gefunden, die ersten Rupien gewechselt und raus aus dem Flughafen. Dort stand auch schon unser Fahrer, den wir über die Pension geordert hatten. Wie sich dann herausgestellte, der Besitzer der Janishi Residencies in Negombo. 

Er schien sehr nett zu sein. Wir folgten ihm zum Auto. Die Fahrt dauerte ca. 20 Minuten. Seine Frau wartete schon und wir haben eingecheckt. Schon im Auto war der Hausherr sehr redselig und im Haus ging es weiter. Er war ja wirklich nett aber wir waren auch wirklich kaputt. Seine Frau merkte das und meinte, er solle bis morgen warten um uns Tipps für unseren Aufenthalt zu geben.
Wir sind nach Bezug des Zimmers nur was Essen gegangen und sind dann gegen 22 Uhr in einen tiefen Schlaf gefallen. 

 Unser Zimmer in der Janishi Residencies 

  
   
 Hier noch beim Abendessen…  

  

… und hier schon wieder beim Frühstück 🙀  

 
21.4.2016

Trotz hartem Bett haben wir gut geschlafen. Aber um 7 Uhr waren wir wach und haben uns einen Kaffee auf dem Balkon gegönnt. Ein Wasserkocher ist auf dem Zimmer. Ist auch gut so, weil wir nicht den richtigen Adapter für die Steckdosen bei haben. Und wir haben schon 2 dabei. In Sri Lanka soll es aber 3 unterschiedliche Steckdosen geben und gerade für die Steckdose, die hier im Zimmer ist, haben wir keinen Adapter bei.
Das Frühstück wurde uns wie ausgemacht um halb neun auf das Zimmer gebracht und wir haben auf dem Balkon gefrühstückt. Anschließend sind wir zum Hausherr runter und haben uns eine Weile gut unterhalten. Er ist ein weit gereister Mann der sich nicht nur in Sri Lanka gut auskennt. 

Morgen Früh will er uns zum Bus Richtung Süden bringen. Er hat uns gute Tipps für unsere Weiterreise gegeben.  Vielen Dank noch mal an dieser Stelle. 

   

  

Der Strand hinter dem Haus ist nicht der Renner    

Wie soll es auch anders sein, auch in Sri Lanka rennen wir in der Mittagssonne durch die Gegend. 

Wir haben uns ein TukTuk genommen und haben uns ins Zentrum fahren lassen. 250 Rupien hat ein Weg gekostet. 160 Rupien sind 1€. Rechnen müsst ihr selber. 
Langsam haben wir auch Hunger bekommen, also ein Restaurant suchen. Wenn wir Gold und Silber verdauen könnten, wäre es kein Problem was zu essen zu finden. Fast jedes Haus ist ein Juweliergeschäft oder ein Goldschmied. Aber ein Restaurant haben wir in Negombo nicht gefunden. 

Der Fischmarkt von Negombo   
   
   
Also nochmals 250 Rupien investiert und Richtung Strand zurück gefahren. Dort haben wir ja auch gestern was zum Abendessen bekommen. Aber in Sri Lanka scheint man Mittags nichts zu essen. Das meiste war zu. Dann ein Restaurant mit einem Open Schild. Wir rein und eine desinteressiert Frau kam raus. Wir wollten ein kaltes Bier trinken aber sie meinte das es heute kein Bier gibt, da Feiertag ist. OK, das ist neu aber kein Problem. 2 Cola bestellt und in der Karte was zu Essen raus gesucht. Aber die gute Frau kam nicht wieder. Keine Cola gebracht und verschwunden. Hat vielleicht keine Lust zum kochen. Wir haben noch ne Weile gewartet aber sie kam nicht wieder. Schräg rüber war noch ein Restaurant, sind dann dort hin. Da haben wir auch was bekommen. Es gab mit Fleisch gefüllte Pancakes. Bier gab es auch hier nicht. Uns ahnte schlimmes. Wir wollten doch nachher auf den Balkon kniffeln und da gehört ein Bier dazu. 
Wir sind die Straße noch entlang gelaufen um in einem Lebensmittelladen was einzukaufen. Aber fast alles hat zu. 

Wieder im Zimmer habe ich im Loose noch einmal nachgelesen. Das ein Feiertag war hatte ich schon gelesen. Heute ist Vesak Poya, der wichtigste buddhistische Feiertag. Aber von Bierverbot steht nix im Reiseführer. 

Bier ist bei dieser Hitze das beste Erfrischungsgetränk. Wir mixen es immer mit Wasser, das es nicht so stark ist. Die meisten Getränke hier sind süß, das mögen wir überhaupt nicht. Und das Wasser was man zu kaufen gibt erfrischt nicht richtig. Da fehlt der Sprudel. Aber wir werden das überleben. Gehe ich mal davon aus. 

 Mittagessen 

  
Die „Beachroad“ von Negombo 

  

Da war wohl jemand besoffen beim Linien ziehen. 😄

 

Der Abend wurde dann aber doch noch ganz interessant. Nach einer ausgiebigen Mittagsruhe sind wir zum Sonnenuntergang an den Beach gegangen. Es ist wirklich nicht der schönste Strand aber die Stimmung am Abend war toll. Die Einheimischen verbrachten den Feiertag dort und wir saßen in der einzigen Beachbar. Es gab sogar Bier und so konnten wir den Sunset bei einer kühlen Erfrischung genießen. Am Nachbartisch saßen 2 Mädels aus Deutschland die dann zu uns an den Tisch kamen und es wurde ein fröhlicher Abend. Jenny und Aylin war ein schöner Abend mit euch. 

 Einer der besten Sonnenuntergänge ever 

  
   
  
Aber gegen 23 Uhr wurde die Bar geschlossen und wir mussten ja eh um 6 Uhr aufstehen. So sind wir über den Beach Richtung Zimmer gelaufen. 

22.4.2016
Der Hausherr wollte  uns zum Bus fahren. Der Bus soll 7.15 Uhr abfahren. Wir haben den Wecker auf 6 gestellt. Aber schon kurz nach 5 haben wir gehört, das schon jemand im Haus wach ist. Da würden wir auch unruhig. Haben wir die Zeit falsch verstanden? Aber alles gut, wie geplant sind wir zum Bus gebracht worden. 

Eigentlich wollten wir mit den Zug die Küste entlang Richtung Süden fahren. Das soll Landschaftlich schön sein. Aber das dauert länger meinte der Vermieter jedenfalls. Es gebe einen Expressbus der viel schneller sei. Der wird selten von Touristen benutzt und man brauche auch kein Ticket vorher zu kaufen. 
Jetzt sitzen wir in diesen besagten Bus und fahren auf den Expressway nach Matara. Was wir definitiv sagen können, ist, das unsere Ohren klingeln. Es läuft ein Video mit sehr lauten und schrillen Ton. Sind die hier alle Taub? Selbst schlafen können die Einheimischen noch bei dem Krach. Hoffentlich können wir heute Abend noch das Meer rauschen hören.  

Unser Vermieter hatte recht, der Bus war schneller und zwar bedeutend. Wir waren um halb elf in Matara. Mit dem Zug wären wir jetzt erst von Colombo los gefahren. Und der Hammer war, als wir ausgestiegen sind, stand schon ein TukTuk für uns bereit. Der Vermieter hatte am Bus ein paar Worte mit dem Busschaffner geredet. Da hat er ihn gesagt wo wir hin wollen. Es hat voll super geklappt. 

Die Fahrt mit dem TukTuk war ein Abenteuer für sich. Zuerst kam der Trolly rein, dann der Rucksack, dann die Bekky und schließlich ich. Normalerweise fülle ich schon alleine das TukTuk aus. Aber es hat funktioniert und die chaotische Fahrt haben wir auch überstanden. 
Wir haben uns am Giragara Village absetzen lassen. Das haben wir vorher im Loose raus gesucht. Die Zimmer und Bungalows waren ganz OK aber wir wollten uns noch ein paar andere Häuser angucken. Wir sind den Strand entlang gelaufen, das was uns am meisten gefallen hat, war aber zu teuer. Das beste Gesamtpaket hatte das Giragara. Wir haben einen großen Bungi am Meer bekommen. 50 Euro pro Nach sind auch nicht zu teuer. 

Unser Bungi    

Mit Meerblick   
  
  

der Beach  

mit Sunset  

wie immer, Bekky bekommt viel zu essen und der Tommy nur wenig 

 

23.4.2016
Alle Kulturinteressierten werden jetzt wohl verständnislos den Kopf schütteln. Denn wir haben eine Entscheidung getroffen. Wir werden nicht nach Kandy und Ella gehen. Wir werden von hier, also Mirissa, die Küste hoch nach Colombo ziehen. Das hat mehrere Gründe. Wir haben gerade keine Lust auf stundenlange Bus oder Zugfahrten. Auch die Temperaturen in den Bergen sind uns gerade nicht geheuer. Und kulturell Interessiert sind wir eh nicht. Jetzt jedenfalls nicht. Uns ist es gerade nach Strand, Palmen und Sonne. So werden wir die Strände mal checken. 

Außerdem gefällt uns Sri Lanka. Wir werden also wieder kommen. Unser Plan ist, wir werden in absehbarer Zeit in Sri Lanka nur eine Tour durch das Inselinnere machen und auf den Rückweg ein paar Tage Malediven dran hängen. So haben wir gleich 2 Fliegen mit einer Klappe erschlagen. Weil die Malediven sind auch so ein Wunschziel von uns aber länger wie 5-6 Tage halten wir es dort bestimmt nicht aus. 

Unser nächstes Ziel hier wird aber Unawatuna sein. Der Strand ist nur 30 km von Mirissa entfernt und soll etwas lebhafter sein. 

Heute war unser erstes Kniffelspiel in Sri Lanka und ja, mit ner Flasch Bier. 

Danach haben wir uns ein TukTuk gechartert und sind in die nächste Ortschaft, nach Weligama gefahren. Die berühmten Stelzenfischer haben wir nicht gesehen. Obwohl man laut Reiseführer kaum eine Chance hat denen zu entkommen. Naja, vielleicht hatten die gerade frei. 

Der Ort selber soll ein Surfspot sein. Am Strand hat man auch einige surfen sehen. Was aber gar nicht geht ist der riesige 10-12 stöckige Hotelklotz den die gerade bauen. Man fragt sich, wer dort ein Luxushotel geplant hat. Der Strand ist bei weitem nicht so gut wie in Marissa und ich würde mich als Luxustourist veräppelt fühlen, wenn ich dir im Nirgendwo abgesetzt werden würde. Der Ortskern macht auch noch einen sehr authentischen Eindruck, sodass das Hotel auch deswegen da nicht hinpasst. 

 Was soll das???  

und gleich daneben die Fischerboote 
  

Abendliche Stimmung am Weligama Beach 

 

 
Lange waren wir nicht in Weligama. Noch mal 300 Rupien einem TukTuk Fahrer zukommen lassen und Ruckzuck waren wir wieder in Mirissa. 

 der Uhrturm 

  
im Stadtzentrum 
 

24.4.2016
Eigentlich wollte ich, Tommy, mal eine Whalewatching-Tour mitmachen. Aber was man von den Leuten hört die das mitgemacht haben ist erschreckend. Man schippert Stundenlang in einem kleinen Boot über den Ozean ohne das ein Wal zu sehen ist und wenn dann einer auftaucht, wird dieser von circa 20 Booten regelrecht gejagt. So etwas werde ich nicht unterstützen. 

25.04.2016

Auch der schönsten Strand kann ein nicht ewig halten. Mirissa ist toll von der Optik aber recht überschaubar. Die interessanten Bars und Restaurants hat man schnell durch und wir haben festgestellt, dass wir hier kulinarische Höhepunkte nicht erwarten können. 

Dabei habe ich auch gemerkt, wie das Alter ein verändert. Hier ist der Altersdurchschnitt so um die 20. Da reicht es, ein Sandwich oder eine Pizza von Plastikstühle und Plastiktische zu essen. Fand ich bis jetzt eigentlich auch OK. Aber den einen Abend habe ich mich mit Gedanken an ein etwas ansprechenderes Ambiente ertappt. Ich Hoffe dar war bloß ein kleiner gedanklicher Ausrutscher. 😜

Jetzt sitzen wir vor unserem Bungalow, den wir gleich verlassen werden. Das Wetter ist wieder genial. Wir lieben es, wenn morgens um 7 die Sonne bei angenehmen 30 Grad lacht. 
Wir wollen nach Unawatuna und das mit dem TukTuk. Ich habe noch das Bild von den Herweg im Kopf. In dem engen TukTuk 30 km fahren? Aber dieser Fahrer hat das Gepäck hinter uns verstaut. Es wurde eine angenehme Fahrt für 1.500 Rupien. 

Und auch die berühmten Stelzenfischer haben wir gesehen. 


Unser neues Domizil in Unawatuna, das Neptun Bay Hotel 

Hier haben wir uns für die nächsten 3 Tage einquartiert. 50$ pro Nacht inklusive Frühstück. Der Preis ist angemessen bei der Lage. 

Heute war ein richtig heißer Tag. Ab Strand haben wir es nur im Schatten ausgehalten. Es kommt uns in Sri Lanka auch schwüler als in Thailand vor. Selbst die Bekky gerät hier ins schwitzen und das will was heißen.

Gastronomisch ist hier mehr los als in Mirissa. Aber die Speisekarte der Lokale ähneln sich alle sehr. 

26.04.2016

In Deutschland schneit es. Es ist fast Mai, also was soll der Blödsinn? Wir können uns über das Wetter nicht beklagen. Höchstens über das Frühstück. Bis jetzt gab es immer nur Toast und Eier. 

der Homer darf nicht fehlen 

Blick in die Bucht von Unawatuna 

Wir jedenfalls sind Vormittags nach Galle (gesprochen Gawl) gefahren. Die Altstadt soll ganz nett anzusehen sein. Und so haben wir jedenfalls ein wenig Kultur mitgemacht. Der Weg ist kurz, 4 km und mit dem TukTuk schnell geschafft, wenn man überlebt. Sage noch mal einer, in Bangkok ist der Verkehr chaotisch. Aber wir haben es bis in die Altstadt geschafft. Sie ist ganz nett aber nach einer Stunde waren wir durch. Die Hitze hat auch ein zu langes schlendern verhindert. 

Altstadt von Galle

Die Altstadt besteht fast nur aus Juweliergeschäfte, also nix für uns. Diese haben wir an jeden Ort hier zu hauf gesehen. Fragen uns wer den ganzen Klunker kauft?
Dem TukTuk Fahrer der uns zum Beach zurück bringen sollte, gesagt, er solle noch an ein ATM halten um Geld ziehen zu können. Man sollte es ausnutzen wenn man in Banknähe an einem Wochentag ist. Nicht immer und überall bekommt man mit einer europäischen Maestro Karte an den ATM’s Geld. 

27.4.2016

Gestern Abend im Pink Elephant, ein empfehlenswertes Restaurant, die Christina und den Daniel kennengelernt. Diese Reise treffen wir viele Deutsche, die so wie wir, einfach nur rumreisen. 
Das neue Wort dafür ist Flashpacking. Das ist die „Luxusvariante“ vom Backpacking. Auch der Altersdurchschnitt ist etwas höher. Neben uns im Hotel ist auch ein deutsches Pärchen eingezogen, die man den Flashpackern zuordnen kann. Der Unterschied zum Backpacking ist einfach. Wir suchen uns nicht mehr die billigsten Bambushütten oder gehen auch nicht in ein Schlafsaal. Wir sind meist über 30 und haben einen festen Job, sodass wir uns auch ab und an ein Luxushotel leisten können. Backpacker und Flashpacker haben aber eins noch gemein. Uns sind diese Pauschalhotels ein Graus. Wir lieben die Unabhängigkeit beim Reisen und ziehen nach wenigen Tagen in den nächsten Ort oder an den nächsten Strand. 

So auch wir Morgen. Und das wir schwierig. Weil der nächste Ort ist Hikkaduwa. Dies ist ein Pauschaltouristenort mit den entsprechenden Hotels. Wir wollen aber auf diese Reise die Strände an der Süd- und Westküste checken. Unser Plan ist, wir lassen uns an den Strand fahren, um vor Ort entscheiden zu können, ob wir am Beach wohnen oder etwas landeinwärts ein Hotel suchen. 
Heute war ein fauler Tag am Strand. Jedenfalls für Bekky. Tommy hat sich den Buddha dort oben angeschaut 

Aber so umwerfend war es nun auch nicht 

Und ein kleiner Buddha war auch noch da

Ein letzter Blick über die Bucht von Unawatuna 

Als ich vom „Tempelberg“ mit brennenden Füßen (man durfte keine Schuhe anhaben) wieder unten war, haben mich ein paar Fischer gesehen. Aus irgendeinem Grund meinten sie, dass ich kräftig wäre und haben mich zum Boot an Land ziehen verdonnert. Ich hätte nicht gedacht, dass so ein kleines Boot so schwer ist. 

Dieses Boot musste ganz hoch, auf die hochgelegene Fläche des Strandes 

28.4.2016

Wir sind in Hikkaduwa. Und so schlecht ist es eigentlich nicht. Wir sind am unteren Ende des Strandes. Große Hotels gibt es hier nicht. Und es ist totale Touristenflaute. Wir sind für eine Nacht im Blue Notes. Die Lage ist top am Beach, nur die Bungalows schon etwas alt und die Betten scheinen unbequem zu sein. Was wir Morgen machen wissen wir immer noch nicht. Auch den Plan mit der Lagune haben wir fallen lassen. Es gibt hier im Hinterland eine Lagune, an der sich ein paar Hotels angesiedelt haben. Wunderschöne Natur dort aber sehr ruhig. Wir wären die einzigen Gäste im Hotel gewesen und es gab keine weitere Lokalität in der Nähe. 

Jetzt erst einmal ein Happy Hour Beer und einen Plan für Morgen machen. 

Das Blue Note in Hikkaduwa 


Am Abend wollten wir noch zu einer Beachparty gegen. Weit weg war sie nicht. Die Musik war OK und es war auch relativ gut besucht. Aber die erste Frage die uns an der Bar gestellt wurde war, ob wir was zu rauchen haben wollten. Natürlich abgelehnt. Aber auch war das Bier warm. Und das geht ja nun wirklich nicht. So sind wir nach einem Drink in unseren Bungalow gegangen um eine unruhige Nacht auf harten Betten zu verbringen.

Abendstimmung am Hikkaduwa Strand 

29.4.2016

Alle Unterkünfte hier am Strand sind relativ abgewohnt. Überall besteht Renovierungsbedarf. Der Beach selber ist geil. Aber wegen der Wohnsituation haben wir uns entschlossen, von unserer Beachroute abzuweichen. Aber nur um 100 Meter. Wir haben gestern Abend noch ein schönes Gästehaus in der 2. Reihe gefunden. Dorthin werden wir nach dem Frühstück umziehen. Es ist direkt schräg rüber von hier. 

Wir sind gleich heute Morgen um 10 ins Oasis Villa umgezogen. Es ist ein nettes Gästehaus und wir haben für ca. 30€ ein großes Zimmer mit Küche und Bad bekommen. Auch einen Pool findet man hier. An diesem wurde auch der ganze Vormittag gechillt. Zum Mittagessen gab es Chop Suey einmal in der vegetarischen Form und einmal mit Chicken Dieses Gericht finden wir besser als das Curry hier. Dann wieder Pool. Also ein richtig stressiger Tag. 😛


Heute Abend wollten wir eigentlich die City von Hikkaduwa erkunden. Ich also den Loose aufgeschlagen um zu checken wo man so hin muss. Dabei festgestellt, das wir schon 2x durch die City gelaufen sind, ohne es zu merken. Dieses ist also der große Pauschaltouristenort. Die armen Pauschalies, was machen die hier 2 Wochen am Stück? 
Abends am Beach ist es eh schöner. Also wird ne Bar am Beach gesucht. 

30.4.2016

Das war jetzt die 2. Nacht ohne Schlaf. Das Oasis Villa macht zwar einen guten Eindruck und es ist alles gepflegt. Auch die Leute dort sind alle sehr nett. Aber was nützt das, wenn das auf den ersten Eindruck gute Zimmer, einen in der Nacht nicht schlafen lässt. Die Klimaanlage war direkt über den Kopfende montiert. OK dachen wir, verstellen wir die Klimaanlage so, das es über das Bett bläßt. Ging aber nicht. Es war fest eingestellt. Zum Anfang noch mit Klimaanlage geschlafen, bald aber ausgeschalten weil Kopf schon gefroren aber Füße noch heiß. Dann den Ventilator angeschalten. Das war von der Verteilung der Temperaturen besser aber er machte je nach Umdrehungszahl mal schneller mal langsamer klackklackklackklack. Um 6 Uhr morgens ist eh das Internet am schnellsten, kann ich ja an meinen Reisebericht arbeiten. 
So haben wir auch dort nach einer Nacht ausgecheckt. Hier in Hikkaduwa wollten wir eigentlich am längsten bleiben. Je 2 Nächte an Strand und an der Lagune. An der Lagune hatten wir ja schon leere Hotels vorgefunden. Also doch schon weiter fahren? Was sollen wir machen? Laut dem Loose Reiseführer soll der Strand von Beruwela ganz nett sein. Hier verschlägt es viele Deutsche hin. Von Hikkaduwa nach Beruwela sind es circa 45km. Wohl gerade noch möglich mit dem TukTuk. 
Die Fahrt war teilweise gefährlich. Die Busse hier haben die doofe Angewohnheit in den Kurven zu überholen. Die Busse hupen und ziehen raus. Wer denen im Wege steht wird platt gefahren. Da sieht man im TukTuk ziemlich Matsch aus. 

Da unten unser Zimmer im Ypsylon 

Das Resort hat nur einen kleinen Privatstrand

Nach 1,5 Stunden waren wir in Beruwela. Wir haben bei booking.com ein Hotel rausgesucht aber nicht gebucht. Bei der Ankunft habe ich erst einmal gefragt ob offen ist. Die an der Rezeption meinte, das ab Morgen die Offsaison beginnt. Das merkt man auch. Der Strand ist auch nicht so toll vor dem Hotel. So haben wir unser Gepäck stehen lassen und sind zu Fuß zu dem Luxushotel nebenan gegangen. 220$ wollten die dort per Nacht. Meinten aber über booking.com wäre es billiger. Ein Zimmer konnten Sie uns aber nicht zeigen. So sind wir zum Hauptstrand gegangen. Der sah recht nett aus, war aber nicht sehr belebt. An der Ecke wo wir standen war ein Luxushotel das 300$ pro Nacht wollte und weiter hinten waren ein paar nicht so tolle Gästehäuser. Da war unser Hotel vom Preis / Leistung Verhältnis am besten. Das Ypsylon Resort wollte nur 50$. Schlecht ist es hier ja nicht. Es hat Strand und Pool. Ist unter deutscher Leitung. Nur etwas ruhig. OK, bleiben 1-2 Nächte hier. Hier kommen viele Leute zum „Entgiften“ und „Heilfasten“ her. Viel mehr kann man in dieser einsamen Stelle auch nicht machen. Wir unser Zimmer bezogen, da fiel mir die laute Musik auf. Was ist das jetzt? Die Musik kommt von hinter dem Hotel. So bin los um zu sehen was dort los ist. Es scheint irgendein Dorffest zu sein. Na toll. Und das direkt am Hotel. Nach einer Weile ging die Musik aus und es wurde ein moslemisches Gebet gesprochen. Danach wurde es ganz krass. Im Minutenrhythmus haben Kinder ins Mikrofon reingeheult. Aber in voller Lautstärke und Herzzerreißend. Ob es eine öffentliche Bescheidung ist? 
So ging das über Stunden 


Der Strand vor dem Hotel 


Abendstimmung 

Morgenstimmung

Jetzt haben wir mal nachgefragt. Es soll ein Tempelfest sein, das noch mit dem buddhistischen Neujahrsfest vom 15.4. zusammen hängt. Die Kinder müssen mehreren Aufgaben erledigen. Darunter weinen, lachen und rennen. Wir hoffen die kommen bald zum rennen. Das ist leiser. 

Hier gibt es deutsche Küche. So haben wir zu Abend Schnitzel und Pommes gegessen. Ab 22 Uhr wurde es dann doch ruhig und wir konnten uns auf den harten unbequemen Betten zur Nachtruhe begeben. 

1.5.2016

Wir sind wieder in Mirissa. 
Wir haben lange überlegt was wir in Beruwela machen sollen. Es gab da 2 Hotels die für die letzten Tage in Frage kommen würden. Aber so richtig glücklich wären wir damit nicht geworden. Das waren so riesige Hotelbunker und der Strand ist auch nicht so cool. 

In Mirissa gibt es ein Hotel mit etwas „gehobener“ Ausstattung. Das Paradies Beach Club. Das Gebäude selber sieht nicht besonders aus und passt auch nicht zu diesem Strand aber es hat direkte Strandlage und einen tollen Pool. Wir hatten es uns schon angeschaut aber es war zu teuer. Gestern kam mir beim grübeln über unsere weitere Tour, die Idee, nach Mirissa zurück zu fahren. Also mal bei booking.com geschaut. Das Hotel war dort günstiger als vor Ort zu buchen. Außerdem bekomme ich seit dieser Woche auf viele Hotels 10% bei booking.com. Und was uns letztes mal abgeschreckt hat ist jetzt sogar positiv. Dort wohnt man mit Halbpension. Die Gastronomie ist in Mirissa eh nicht so der burner und 80€ inclusive 2 Mahlzeiten in Buffetform, das passt. So haben wir uns ein Taxi geschnappt und haben die 100 km von Beruwela nach Mirissa in 2,5 h hinter uns gebracht. 60€ inklusive Touristenstop an einer Mondsteinmine. Der Mondstein wird nur hier aus der Erde gebuddelt. Natürlich wollten die uns auch teuer Klunker verkaufen. Als ich den Besichtigungsführer zu verstehen gegeben habe, das wir eh nix kaufen, hat er auch sofort das Interesse an uns verloren und wir konnten unsere Taxifahrt nach Mirissa fort setzen. Am Hotel waren wir gegen 12.30 Uhr also nach 2,5 Stunden fahrt. Wir mussten noch bis 14 Uhr warten bis unser Zimmer fertig war. Diese Zeit nutzten wir für ein Mittagessen. 

Bei der Mondsteinmine

Wir konnten pünktlich unser Zimmer beziehen. Obwohl das Hotel relativ neu ist wirken die Zimmer auch schon recht abgewohnt. Aber das Drumherum passt. 
Beim Strandspaziergang habe ich die Bere und Marcel wieder getroffen. Wir waren in Unawatuna schon Zimmernachbarn. Die beiden haben sich auch entschlossen die letzten Tage ihrer Reise an diesem geilen Fleckchen Erde zu verbringen. 

Pool direkt am Beach

Blick Abends vom Balkon
Hier im Paradies Beach Club ist das Abendessen in Buffetform mit im Preis drin. Wir waren skeptisch aber es war OK. Man kann keine Geschmackexplosionen erwarten aber die hatten wir auf dieser Reise eh noch nicht. 
Wir hoffen, dass es Morgen beim Frühstück mal was anderes als Ei gibt.  

Regen in der Abenddämmerung 

2.5.2016
Juhu, das erste Nichtomelettfrühstück seit 2 Wochen. Das Frühstücksbuffet ist nicht riesig aber wir freuen uns über jede Abwechslung. 
Auch der Blick beim frühstücken ist unbezahlbar. 

Frühstück 

Nach dem Frühstück haben wir die Vorzüge des Hotels genossen. Jetzt machen wir noch 3 Tage Urlaub am Pool und am Strand. Ab und zu ins Wasser hüpfen. 


Die Zeit hier wird viel zu schnell vergehen. Das süße Nixtun wurde am Abend mit einer Flasche Wein gekrönt. 

Impressionen 


Die Tage vergingen schneller als ein Wochenende zu Hause. Wir machten auch nix anderes als am Pool liegen, im Pool sein, am Beach liegen und im Meer sein.

Selbst die Kühe genossen ihre Zeit am Strand 


Abends nach dem Essen dann die Beachbars getestet. Auch weil Bere und Marcel dabei waren, ist es nie langweilig geworden und auf einmal war der Abreisetag da und der Trompeter spielte zum Abschied noch sein traurigstes Stück. 


5.5.2016

Wir sind wieder in der Janishi Residencies in Negombo. Hier war es nett, also dachten wir, warum nicht wieder. Aber die Fahrt von Mirissa nach hier war abenteuerlich. Wir haben uns ein Taxi gechartert. Es war auch pünktlich um 12 Uhr am Hotel. Wenn wir nicht in Sri Lanka sondern in Südamerika oder Afrika wären, hätte ich auf die Fahrt verzichtet. Wir haben nämlich das Taxi am Strand gebucht als das Taxi da war, stiegen 2 junge Männer aus. In jedem Travellerhandbuch steht geschrieben, das wenn mehr Leute wie der Fahrer drin sitzen, aufpassen und im Zweifel lieber verzichten. In Sri Lanka hat man von solchen Überfällen aber noch nix gehört. Außerdem waren die beiden sehr jung und schmächtig. Das junge Alter des Fahrers war eher ein Grund zum Zweifeln. Hier ist der Straßenverkehr schlimmer als in Bangkok und Bali zusammen. Und junge Leute sind eher risikoreicher. Ein paar Situationen waren auch für unsere Augen kritische aber unsere 3 Touren mit dem TukTuk waren gefährlicher, weil die haben keine Knautschzone. Jedenfalls sind wir gut angekommen und Adham und Lolly haben sich sehr gefreut uns wieder zu sehen. 

Sie haben uns am Abend zu einem Kaffee eingeladen. Lolly wollte einen Kuchen backen. Dabei ist aber der Herd und / oder die Sicherung kaputt gegangen, sodass wir für eine Weile keinen Strom hatten. Aber bis wir zum Kaffee kamen, war der Strom wieder da und der Kuchen wurde in der Mikrowelle fertig gestellt. Es war ein schöner aber anstrengender Abend da wir uns in englisch unterhalten haben. Gegen 22.30 Uhr haben wir uns dann verabschiedet und sind zu Bett gegangen. Wir mussten ja auch wieder früh raus. 

Der Sonnenuntergang vor 2 Wochen war schöner

6.5.2016

Die Verabschiedung von Lolly war herzlich und Adham hat uns um 7 Uhr zum Flughafen gefahren. 

So oft wie hier wurden  wir noch nie am Flughafen kontrolliert. Ehe wir unser Gepäck abgegeben haben schon 3x und noch weitere 2x nach der Gepäckabgabe. 

Wir wollen heute mal die letzten beim Boarding sein. Die Bere hat uns gesagt, das sie schon zweimal ein Upgrade in die Businessclass bekommen haben, als sie als letztes ins Flugzeug eingestiegen sind. Wir gingen also zum Warteraum am Gate. Wieder eine Kontrolle und dann wurden gleich dahinter das Boarding durchgeführt ohne das man ins Flugzeug konnte. Schitt, wieder einer der ersten. Es wird wohl nie klappen mit dem Upgrade, vor allem nicht, wenn der Flieger nicht ausgebucht ist. Es waren viele Reihen frei und der Flug verging wie im Fluge. In Dubai hatten wir nur 1,5 Stunden Aufenthalt. Dort haben wir dieses mal bis zum Schluss gewartet. Aber der A380 war auch nicht ausgebucht. Also wieder Holzklasse. 

Der Flug hatte auch was neues für uns geboten. Es gab Eiscreme. Zwar nur einen kleinen Becher Vanille aber immerhin. 
Wir sind pünktlich um 19.30 Uhr gelandet und keine 30 Minuten später sind wir auch schon aus dem Parkhaus am Terminal 2 raus gefahren. 

Eine Sache ist dann noch auf der Autobahn passiert. Während der Fahrt sind wir in einen Schwarm Mai?Käfer reingefahren. Das hat vielleicht geknallt auf der Scheibe und die blutigen Matschkäfer erst! 

So das wars für diese Reise aber…..
…..wir lesen uns wieder.

Tommy und Bekky