31.8.2019
Nur so aus Neugier, habe ich gefragt, ob sie das Gepäck bis Samui durchchecken kann. Ja das geht meint sie. Obwohl wir die Flüge getrennt gebucht haben. Mit Thai Airways nach Bangkok und dann mit Bangkok Airways nach Koh Samui. Die letzten Jahre ging das nicht. Da mussten wir unser Gepäck in Bangkok vom Band holen und noch einmal neu einchecken. Seit kurzem soll es wieder möglich sein. Da sind wir aber gespannt ob das klappt. Wäre doof, wenn unser einziges Gepäckstück verloren geht. Wir haben unser Gepäck auf das nötigste zusammen geschrumpft. Bekky kann kein eigenen Koffer oder Rucksack nehmen, da sie sich den Fuß verknackst hat und nun die nächsten Wochen eine Schiene tragen muss. Da muss mein altes Backpack ran. Wenn es drauf ankommt ist ein richtiges Backpack am besten.


Aber wehe einer sage noch einmal das Thai Airways bessere Sitzabstände und besseren Service hat. Die haben sich dem internationalen Standard angepasst. Die früheren 81-86 cm Sitzabstand gibt es nicht mehr und die immer lächelnden Stewardessen sind zu Mahlzeitenverteilroboter mutiert.
01.09.2019
Die 10,5 Stunden Flug vergingen auch und wir landeten pünktlich um 6.30 Uhr in Bangkok. Mit unseren in Frankfurt ausgedruckten Boardingpässen für den Flug nach Koh Samui gingen wir zu der kleinen Imigration die extra für die Weiterflieger geschaffen wurde. Wir kamen durch. Hoffentlich auch der Rucksack. Die 2 Stunden Wartezeit zum Anschlussflug verbrachten wir zum Teil in der Bangkok Airways Lounge. So toll ist die aber nicht. Fast alles was man dort zu essen und trinken bekommt ist extrem süß. Der Flug nach Samui war ereignislos. Am Flughafen mussten wir ne Weile warten und dann, BamBam —- Tommy hat sein Backpack wieder. Dies war aber noch nicht das Ende der Tour. Es war kurz vor Mittag und wir hatten noch genug Zeit um nach Koh Phangan rüber zu schippern. Am Flughafen gleich die Tickets für die Überfahrt gebucht und ne SIM-Karte für das iPhone gekauft. Die Überfahrt war lustig. Hohe Wellen und schnelles Boot.
Die ersten paar Tage wollen wir am Haad Rin Beach aber ohne Fullmoon-Party verbringen.



Eigentlich gehört zu dieser Reise ein Aufenthalt am Thong Nai Pan Beach dazu. An diesem Strand hat unsere Zeit als Reisende angefangen. Das Backpackerfeeling, das dieser Strand damals verbreitet hat, hat uns irgendwie geprägt. Von diesem Feeling ist heute Am Strand nichts mehr vorhanden. Alles ist teils mit Reihenhäusern und vollkommen überteuerten Bungalows zugebaut. Kein Flair mehr. Wir haben überlegt dort einen Bungalow zu nehmen, sind aber vorher nur zum umschauen mal hin gefahren. Nach einer Stunde waren wir wieder weg. Was anderes haben wir aber auch nicht erwartet. Die Bilder die man im Internet sehen konnte, ließen es erahnen. Deshalb sind wir auch nicht gleich zum Thong Nai Pan gefahren, sondern erst einmal zum Haad Rin. Hier am Haad Rin wissen wir, das es sehr touristisch ist. Wir waren aber positiv von Haad Rin überrascht. Man sollte sich etwas abseits ein Hotel nehmen und wer nicht zur Full Moon Party will, auch außerhalb der Vollmondzeit hier her kommen. In den Seitenstraßen findet man auch noch gute Restaurants die etwas anderes als Pizza und Hamburger anbieten. Eines der besten Restaurants in denen wir in Thailand gegessen haben, ist das „No Name“. Gute ehrliche Hausmannskost gut serviert.









Ganz Thailand ist viel mehr von Touristen überlaufen wie damals. Wir gehören ja auch dazu. Kommen trotzdem immer wieder. Aber zum Thong Nai Pan nicht mehr. Eigentlich wollen und sollten wir Südthailand mal links liegen lassen. Waren einfach zu oft hier. Ist halt ne schöne Gegend. Preis/Leistung stimmt aber nicht mehr.
Nach drei Tagen im schönen Sarikantang Resort sind wir zum Haad Yao Beach gefahren. Hier wollen wir auch drei Nächte bleiben und dann zu unserem Hochzeitstag an den Nachbarstrand übersiedeln. Wir haben dort auf Booking.com ein interessantes Hotel gesehen, das ein besonderes Flair haben könnte. Aber erst einmal am Haad Yao Beach ankommen. Wir haben uns zum Longbay Resort fahren lassen. Es ist so wenig los, da muss man nicht vorab buchen. Natürlich schauen wir vorher bei Booking.com was ein Bungalow kostet. Der Preis den uns die nette Dame von der Rezeption nannte war aber höher als bei Booking.com. Sie zeigte uns den Bungalow. Er war OK aber wir wollten den besseren Preis haben. Sie meinte es wäre In Ordnung über Booking.com zu buchen. Also taten wir das und haben den Bungalow 10€ günstiger pro Tag bekommen. Uns ist es jetzt schon mehrfach aufgefallen, dass über Buchungsportale das Hotel günstiger ist als die Walk in Rate. Früher war das mal anders.

Wir sind dann aber gleich rüber zum Nachbarstrand, dem Haad Salad, um das Green Papaya anzusehen. Gut das wir das gemacht haben. Uns hat es nicht gefallen. Jetzt muss eine neue Idee für den Hochzeitstag her. Nun bleiben wir aber 3 Nächte an Haad Yao Strand. Uns fällt schon was ein.




Die Bungalowanlage des Longbay Resort ist wirklich gut. Unser Bungalow gefällt uns auch aber das Bett ist ne Katastrophe. Beim testen der Härte der Matratze hat man es gar nicht gemerkt. Es kam einen weich vor, da beim runter drücken der Matratze es gleich nachgegeben hat. Aber wenn man auf dem Bett liegt, liegt man wie auf einem Brett, dass federnd gelagert ist. Nach der ersten Nacht haben wir überlegt wieder abzureisen. Gerade ich, Tommy, merke die harte Matratze. Aber nee. Man weiß, das in Thailand die Matratzen härter sein können. Da muss ich jetzt durch. Der Rest hier am Beach stimmt ja.
Leider hat es mich, Tommy, dieses mal erwischt. Mit einem komischen Gefühl im Bauch morgens wach geworden. Leider nicht nur ne einfache Magenverstimmung. Auch am 2. Tag ging es mir noch schlecht. Aber wir müssen mit der Fähre nach Koh Samui rüber. Mit allen möglichen Mitteln vollgestopft kamen wir am Lamai Beach an.
Wir hatten überlegt, als Alternative zur ersten Idee, an unseren Hochzeitstag nach Chaweng in einem etwas gehobenen Hotel zu gehen. Wir haben vorab wieder auf Booking.com was gesucht aber nicht gebucht. Vorbuchen muss man wirklich nicht. Ist genug frei. Wir wollten uns zum Banana Fan Beach Resort fahren lassen und vor Ort entscheiden, ob es was für uns wäre. Das Resort hat ne Top Bewertung und die Bungalows sehen auf den Fotos super aus. 150€/Nacht sind happig aber für einen besonderen Tag OK. Aber was bringt es, wenn ich dann nur im Zimmer rumliege und es mir schlecht geht. Rausgeschmissenes Geld. Es scheint so, dass ich mir einen Virus eingefangen habe. Es wird langsam besser aber unseren Hochzeitstag haben wir uns anders vorgestellt. So sind wir wieder im „Am Samui Palace“ eingezogen. Und haben uns ein schönes Zimmer gegönnt. Und das ist immer noch 100€ günstiger. Hier waren wir letztes Jahr schon. Obwohl es nicht direkt am Strand liegt, gefällt es uns hier sehr gut. Es hat, so finden wir, die beste Lage in Lamai. Es ist alles in wenigen Gehminuten zu erreichen.



Unseren Hochzeitstag haben wir uns auch anders vorgestellt. Eigentlich wollten wir uns einen schönen Abend machen. So mit allem was dazu gehört. Mir geht es zwar besser aber essen kann ich nichts. Shit happends, kann man nichts ändern. Für Bekky wollten wir dann jedenfalls was zum Essen vom nahegelegenen Nachtmarkt holen. Wir wollten gerade los gehen, da fängt ein Unwetter über uns an. Extremer Regen und Wind. Geht schon wieder vorbei dachten wir. Nach einer Stunde hat sich das Wetter immer noch nicht beruhigt. Ich konnte Bekky aber auch nicht verhungern lassen. Zum Glück gab es einen McDonald um die Ecke. Dort bin ich dann schnell hingeschwommen und habe Hamburger geholt. Auch für mich. Hier in Thailand ist man besser auf diese nassen Situationen eingestellt. Es gab regenfeste Tragetaschen um das Essen heil an den Zielort zu bringen. Völlig durchnässt konnte ich dann doch noch Bekky mit einem Hochzeitstags Menü beglücken auch wenn es nur ein BigMc Menu war.
Auch ich konnte etwas essen und am nächsten Morgen ging es mir bedeutend besser. Da sage noch einer, das McDonald nicht gesund ist.

Nach einem Strandspaziergang am nächsten Morgen konnte ich im Hotel auch was Frühstücken. Mit ein wenig Ruhe und etwas Essen war ich dann am Abend wieder soweit einsatzbereit, das wir zusammen kurz nach dem rechten gucken konnten.


Es scheint noch alles da zu sein. So hoffen wir das wir mit 2 Tagen Verspätung zu unserem wohlverdienten Dinner kommen werden.
Nicht nur was zu essen hat geholfen, auch ein paar Drink‘s aus guten thailändischen Spirituosen waren hilfreich, den alten Tommy wieder auf Vordermann zu bringen. So sind wir am nächsten Nachmittag, nach dem wir den Vormittag am Pool verbracht haben, nach Chaweng gefahren. Die Neugier war zu groß. Wollten unbedingt das Banana Fan Beach Resort anschauen. Und da auch wieder mehr Sammeltaxis zu vernünftigen Preisen fahren, sind wir also los. 100 Bath/Person für die ca. 10km sind ein fairer Preis. Das war mal anders. Wir können uns noch an das doppelte und mehr erinnern.
Angekommen in Chaweng haben wir uns erst einmal das Central Festival, das Shoppingcenter angesehen. Nichts besonderes. Anschließend die Beachroad entlang den Hotels gelaufen. Unser erster Eindruck: Ojee, was ist dass. Links die Hotels und rechts die Touristenfütterungseinrichungen. Es gibt auch Restaurants, die ganz passabel aussahen. Aber das Gesamtbild war nur Enge und Massenabfertigung. Alles für den Pauschaltouristen abgestimmt. So liefen wir weiter. Unser Favorit lag ja weiters weg von dieser Gegend. So war es dann auch, ruhige Gegend. Wir gingen zur Rezeption und fragten, ob, wir wir uns drin umsehen durften. Wir durften. Keine 50 Meter weiter dann der Schock. Gut das wir nichts gebucht haben. Jede Plattenbausiedlung hat mehr Privatsphäre. Die Bungalows waren doppelstöckig und so eng beieinander gebaut, dass man immer mehrere Nachbarn auf dem Schoß saß. In Lamai hatten wir zwar ein Hotel mit Zimmer an Zimmer aber bedeutend mehr Privatsphäre für uns. Das einzige was uns besser gefiel, war der Beach aber der war voller Menschen. Dieser Strand wird hauptsächlich über die Touristikindustrie vermarktet. Waren wir wieder froh, individuell zu Reisen.
Am Abend haben wir dann unser Hochzeitstagsessen nachgeholt. Bei den meisten Leute würde dieses Essen bestimmt anders aussehen als bei uns.


Die letzten zwei Tage muss irgendwie wieder Bangkok sein. Dank Bonuspunkte konnten wir wieder vergünstigt ins DoubleTree. Von dort aus konnten wir das Mahanakhon Hochhaus gut mit der Skytrain erreichen. Ein Highlight von Bangkok ist die Aussichtsplattform des Hochhauses auf 314 Metern Höhe mit einem Glasboden. Circa 50€ hat die Auffahrt für uns beide mit dem wohl krassesten Fahrstuhl gekostet. Die Fahrstuhlwände und Decke sind ein großer Bildschirm auf dem während der Fahrt in die Höhe ein Film in horizontaler Fahrtrichtung läuft. Die Aussichtsplattform selbst ist den Eintritt allemal wert. Ein must see in Bangkok. Auch das Gebäude hat von außen ein von weitem sichtbares Erkennungsmerkmal. Es sieht aus, als ob Godzilla ein paar Ecken rausgebrochen hat.



Das sollte dann auch das Ende des kurzen Thailandtrips gewesen sein. Den mittleren Teil der Reise hatten wir uns zwar etwa anders vorgestellt aber wenn das Schicksal was anderes vor hat, was soll man da machen?

Der Rückflug war dieses mal weniger angenehm. Viele quietschende kleine Wesen um uns Drumherum und Bekky ihr 2. Sitznachbar war auch groß gewachsen und konnte sich durch Knochendeformationen nicht den schmalen Sitz anpassen. So saß Bekky die 11,5 Stunden sehr beengt. In Frankfurt gelandet dann wieder Probleme mit dem Gepäckband. Komisch das nur in unserem ach so „modernen“ Deutschland die Technik ständig versagt. In den Ländern über die die meisten Deutschen mitleidig und arrogant lachen funktioniert die Technik. Eine Stunde nach der Landung hatten wir unser Rucksack (Bangkok waren es 10 Minuten) und haben den Shuttlebus angerufen, der uns zum Parkplatz bringen sollte. Er war auch relativ zeitig da. Kaum waren wir raus aus dem Flughafen, klingelte dem Fahrer sein Telefon. Es wollten weitere Leute mitgenommen werden. Also wendete er und fuhr zurück. Das ganze wiederholte sich noch 2 mal. Wir waren schon leicht stinkig. Am Parkplatz waren wir circa 21 Uhr. Wir sind um 19 Uhr gelandet, und für uns ist es nach Thailandzeit schon nach Mitternacht und müssen noch 150 Kilometer fahren. Zum Glück war ich noch relativ fit und sind 22.45 Uhr gut zuhause angekommen.
Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.