2021 Mexico

Ihr werdet nie erraten, wohin uns unsere erste Langstreckenreise während der Coronazeit hinführt.

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Die Vorbereitungen waren eigentlich gar nicht so schlimm. Weniger als nach Italien. Die Einreisebestimmungen in Mexiko sind sehr einfach. Hinfliegen, aussteigen, da sein. Kein Test notwendig. Was hätte passieren können ist, dass in Mexiko sich das doofe Virus stärker verbreitet und es ein Lockdown geben würde. Dann hätten wir unseren Flug aber verschieben oder stornieren können. Mexiko hat aber in den letzten Monaten das Impfen voran getrieben. Vor allem die Touristengebiete haben eine deutlich höhere Impfquote als Deutschland. Was aber negativ zu sehen ist, in das Flugzeug darf jeder einsteigen, der ein Ticket hat. Eine Impfung oder ein Test muss man nicht vorweisen, weil Mexiko das nicht verlangt. In ein Restaurant kommt man so nicht.

Wieder ein Nachwort als Vorwort. Zur Zeit unserer Reise war Mexiko das einzige Land außerhalb von Europa, in dem man problemlos einreisen konnte. Es besteht eine Maskenpflicht, die mehr oder weniger eingehalten wurde. Und in Geschäften und Restaurants wird fast immer Fieber gemessen und die Hände werden desinfiziert. In Cancun im Shoppingcenter wurde bei uns innerhalb von 10 Minuten viermal Fieber gemessen und die Hände desinfiziert. Wir empfehlen Leute ohne Impfung, die nach Mexiko wollen, die Reisepläne zu überdenken. Der Großteil der Touristen sind Amerikaner. Diese halten sich meist nicht an die zur Zeit geltenden Regeln. Und es wird auch mal eng in Bussen oder am Flughafen. Was man erwähnen sollte ist, Mexiko ist kein Billigreiseland. Preise teils wie in Deutschland. Tequila ist in den meisten Restaurants deutlich teuer als in Deutschland. Man bekommt zu hören, dass nur der besondere Tequila ausgeschenkt wird, aber außer einem Tequila-Kenner wird das wohl niemand überprüfen können.

In den letzten 1,5 Jahren haben wir genug Meilen gesammelt, um wieder Business Class zu fliegen. Das sollte den 12 Stunden Flug nach Mexiko City erträglicher machen.

01.10.2021 Die Warteschlange am Check-In Schalter der Business-Class war fast länger als der von der Economy-Klasse. Eine Stunde mussten wir warten, bis wir an der Reihe waren.

Schneller ging es dann bei der Sicherheitskontrolle. Da war die Warteschlange nur ein Bruchteil von der „normalen“ Warteschlange. So konnten wir noch die Vorteile der Business-Lounge genießen.

Lufthansa Business Lounge

Eine Stunde vor der geplanten Abflugzeit sind wir dann zum Gate gegangen. Eine halbe Stunde später saßen wir in der oberen Etage der 747-800. Doch bis zum Start verging über eine weitere Stunde. Es haben noch Passagiere gefehlt. Außerdem gab es nicht mal ein Begrüßungscocktail. Laut Aussage des Steward, hat der Caterer die Cocktails vergessen. Dafür gab es nach dem Start dann Champagner. Auch die Mahlzeiten waren für ein Flugzeugessen hervorragend.

Tommys Menu
Bekkys Menu

Wir wissen nicht, wie wir früher die Langstreckenflüge in der Economy überlebt haben. Obwohl wir jetzt eine 2m Liegefläche zur Verfügung hatten, waren wir nach dem 11 Stunden Flug wie gerädert. Die Zeitverschiebung von 7 Stunden hat es auch nicht leichter gemacht.

Pünktlich 18.30 Uhr mexikanischer Zeit sind wir in Mexiko Stadt gelandet. Wir hatten online die Einreisekarte ausgefüllt und ausgedruckt. Eigentlich sollte alles glatt gehen. Doch der Beamte an der Immigration konnte mit dieser nichts anfangen. Er gab uns die „normale“ Einreisekarte, die auch im Flugzeug verteilt wurde um diese nochmals auszufüllen. Wir wissen nicht, ob wir online was falsch gemacht haben oder der Beamte das nicht kannte. Jedenfalls ist es besser die Karte im Flugzeug auszufüllen.

Diese Karte war dann OK und wir konnten unser Gepäck holen. Es stand schon vor dem Gepäckband. Jetzt noch die ersten Pesos getauscht und ein Laden gesucht, der SIM Karten verkauft. Sind nach wenigen Minuten fündig geworden. Der Shop hieß MOBO. Dort kauften wir die SIM Karte von AT&T mit 3GB für 30 Tage. Circa 9€ hat die Karte gekostet und wurde auch gleich eingerichtet.

Nun konnten wir endlich mit der Aerotren, die die beiden Terminals des Flughafens verbindet, zu Terminal 2 fahren. Von dort aus fliegen wir Morgen weiter. Für heute ist aber die Reise beendet und wir checken im NH Collection Hotel ein.

02.10.2021 Auf Grund der Zeitverschiebung waren wir mitten in der Nacht wach. Gut das wir genug Kaffee bei haben, so konnten wir die Wartezeit bis zum Frühstück um 6 Uhr mit Kaffee trinken verbringen.

Das Frühstück war ganz OK. Um 8 Uhr sind wir dann zum Terminal 2 gegangen. Ich wollte vorher im Zimmer den Online-Check In über die App von Aeromexico machen. Aber das hat Aeromexico schon für uns übernommen. Unsere Boarding—Pässe waren bereits hinterlegt. So mussten wir nur das Gepäck aufgeben. Dies erwies sich, wie vermutet, als schwierig, da man dies an einem Automaten selbst erledigen muss. Wie sich herausstellte, war der erste Automat defekt. Wir haben uns gewundert, dass das Gewicht des Koffers nicht angezeigt wurde. Mit einem anderen Automaten hat es dann funktioniert. Auch die Sicherheitskontrolle haben wir gut überstanden. Eine Stunde mussten wir noch bis zum Boarding warten.

Der Anflug auf Cancún war sehr feucht. Es regnete in strömen, aber der Pilot hat das sehr gut hinbekommen. Kaum waren wir in Cancun hörte der Regen auf. So wie es sein sollte. Wir haben uns ein Shuttlebus zum Hotel genommen. 35 Euro hat die Fahrt nach Puerto Morelos gekostet. Der Ort liegt zwischen Cancún und Playa del Carmen. Dieses mal machen wir zuerst „Urlaub“ und dann reisen wir rum. 3 Tage All Inclusive gönnen wir uns, um mal runter zu kommen und die Zeitverschiebung auszugleichen. Aber der Schwerpunkt auf dieser Tour liegt sowieso auf Beach und Entspannung. Deswegen wird es die nächsten Tage nicht viel zu schreiben geben.

Eines muss ich aber erwähnen. Unser erstes Abendessen hier im Hotel war ein Wettfressen. Nicht Bekky gegen mich. Sie hätte eh keine Chance. Nee, Moskitos gegen uns. Wir wollten schön romantisch asiatisch Essen aber die Moskitos wollten uns. Kaum hatten wir bestellt, ging das Gesauge an unseren Beinen los. Die Bestellung kam ne gefüllte Ewigkeit nicht. Als sie dann da war haben wir sehr schnell gegessen um nicht leer gesaugt zu werden. Anschließend gab es Tequila.

03.10.2021 Dreams Jade Hotel.

Hier bleiben wir die ersten 3 Tage. Ein wenig All Inclusive ist mal schön. Aber auf Dauer nichts für uns. Wir wissen aber noch nicht, wo wir als nächstes hinfahren.

Die 3 TageAll Inclusive waren erst einmal genug. Obwohl das Dreams Jade uns sehr gut gefallen hat und es ideal für die ersten Tage war. Jetzt soll es nach Playa del Carmen gehen. Vor 9 Jahren waren wir schon einmal hier aber 3 Wochen in einem All Inclusive Hotel. Von dem Ort selbst haben wir damals nicht viel gesehen. Das soll sich in diesem Jahr ändern.

06.10.2021 Obwohl wir schon so viele Jahre reisen, haben wir gestern zum ersten mal ein Airbnb genommen. In Playa del Carmen gibt es sehr viele Hotels. Die meisten davon liegen in der Innenstadt. Dort ist es uns zu laut und zu voll. Die wenigen Hotels am Strand sind teuer oder haben schlechte Kritiken. Oder beides. So kamen wir auf die Idee mit Airbnb.

Blick vom Balkon

Das Grand Fifty Suites ist ein Apartmenthaus am Rand der 5th Avenue, der Vergnügungsmeile von Playa del Carmen. Wir haben eine große Suite für 50€ / Nacht bekommen. Der Strand ist 500 Meter entfernt und zum Zimmer gehören 2 Strandliegen und ein Sonnenschirm im Beach Club Martina. Diesen können wir nur empfehlen. Bequeme Liegen, gutes Preis/Leistung Verhältnis und ab und an tanzen ein paar Mädels. 😎

Im Beach-Club Martina

Unser Plan war, hier 3 Tage zu bleiben und dann auf die Insel Holbox fahren. Leider haben wir erfahren, dass die Straßen auf der Insel überschwemmt sind. Und da die Straßen nicht befestigt sind, ist alles schlammig. So gibt es auch keine Transportmöglichkeit um mit dem Gepäck zum Hotel zu kommen. Das gefällt uns gar nicht. Wir wussten zwar, das es dort zur Regenzeit zu Überschwemmungen kommt aber dieses Jahr regnet es sehr wenig. So hatten wir gehofft doch auf diese schöne Insel zu kommen. Jetzt müssen wir überlegen, was wir alternativ machen. Der beste Platz zum überlegen war der Beach Club Martina. Wir haben 2 Tage überlegt. 😜😎

Playa del Carmen ist schon maximal touristisch. Auf der 5th Avenue kann man keinen Meter gehen ohne von einem Verkäufer angesprochen zu werden. Das ist schon sehr nervig. Man sollte sich aber einfach mal wo hin setzen und alles wirken lassen. Dann passt das schon. Die Leute müssen ja auch irgendwie ihre Tortillas verdienen.

Schade das die ganze Straße nicht so cool ist, wie der Teil, an den wir wohnen. Hier herrscht ein wenig Hippie-Flair und es ist alles entspannt. Je weiter man die 2,5 Kilometer der 5th Avenue runter geht, je touristischer wird es.

Hier im coolen Viertel.
Hier mitten im Centrum.

9.10.2021 Wir sind in Tulum Stadt. Dieser Ort, Richtigerweise Tulum Beach, wird gerade voll gehypt. Wir wissen nicht warum. Der Weg zum Beach führt über eine 5km lange Straße, die teilweise nicht mehr befestigt ist. Auf dieser drängen sich LKW‘s, Autos, Mopeds, Fahrräder und Fußgänger. Alles ist staubig und laut. Den Strand sieht man nicht. Dazu muss man sich für mehrere 100€/Tag, kann auch über Tausend pro Tag werden, ein Zimmer oder Bungalow mieten. In Thailand zahlt man für Bambus-Bungalows ohne Klimaanlage 30-50€ pro Nacht. Hier wir das als besonders Hip für das zehnfache Verkauft.

Tulum Beach 👍

Der Ort Tulum ist zwar auch nicht schön, versprüht aber etwas Traveller-Atmosphäre. Unser „Zimmer“ , wenn man das so nennen darf, ist wieder eine Suite. Das UJO Condo Boutique liegt relativ zentral. Vom Busbahnhof konnten wir mit Gepäck die 650 Meter gehen.

Wir wissen nicht ob es in ganz Mexiko so ist, aber eine Sache stört uns richtig. Man kann draußen nicht ungestört essen. Vor allem am Abend kommen irgendwelche „Künstler“, präsentieren irgendwas und wollen Geld dafür. Als ob man gerne während dem Essen das Besteck beiseite legt um Ihnen Kleingeld zu geben. Hat denen noch niemand gesagt, dass ihre Chance größer ist Geld zu verdienen, wenn das Publikum nicht am Essen ist, sondern gemütlich ein Bierchen trinkt.

10.10.2021 Obwohl wir vor neun Jahren schon einmal bei den Ruinen waren, sind wir heute wieder hin gefahren. Optisch ist es einfach der Hammer. Ab 9 Uhr ist Einlass. Es könnte nicht schaden, sich schon 15 Minuten vorher in die Warteschlange zum Eingang einzureihen. Wir waren Punkt 9 dort und standen schon 100 Meter vom Eingang entfernt. Trotzdem ging der Einlass recht zügig. Nach wenigen Minuten waren wir drin. 80 Pesos kostet der Eintritt. Die Tickets kauft man direkt am Eingang und nicht da wo der Starbucks ist. Von den Souvenirläden läuft man noch 5 Minuten zum Eingang.

Von hier aus sind es noch ca. 5 Minuten zum Eingang und dem Ticket-Office

Die Ruinen selbst sind relativ unspektakulär aber die Lage ist grandios.

Eingang
Bekky
Echse

Gestern habe ich mir die Zona Hotelera am Tulum Beach angeschaut. So entsetzt über das was man aus Profitgier mit der Natur macht war ich schon lange nicht mehr. Heute waren wir am Playa Paraiso, einem öffentlichen Strand. Dort ist noch sehr wenig verbaut und es treffen sich Einheimische und Touristen und genießen das Leben. Schöne Atmosphäre dort.

Ohne die Ruinen der Maya-Pyramiden gäbe es keinen Grund den Ort Tulum zu besuchen. Oder eigentlich wenn es die Pyramiden nicht geben würde, wäre es ein besserer Ort. Die Strände wären fantastisch ohne den Overtourism.

Wir haben uns seit dem ersten Abendessen in Playa del Carmen gewundert, dass der Tequila sehr teuer ist. Für ein Shot umgerechnet 8€. Manchmal günstiger meist teuer. Gestern waren wir in einem Einheimischen-Restaurant und siehe da, 1,80€ – 3€ der Shot.

Unser Hotel
Vor dem Hotel
Abendstimmung Tulum

11.10.2021 Wir sind in Valladolid, einen kleinen gemütlichen Städtchen mitten im Nichts und in der Nähe von mehreren Pyramiden. Die selben Pyramiden wie vor 9 Jahren wollen wir aber nicht angucken. Eine Tagestour in die Gegend ist zwar geplant, aber wir sind hauptsächlich wegen der gemütlichen Atmosphäre hier.

12.10.2021 Ek Balam heißen die Maya-Ruinen die wir heute besucht haben. Sie sind circa 30km entfernt und weniger besucht als Chitzen Itza und Coba, die ähnlich weit weg sind. Wir haben uns vom Hotel ein Taxi organisieren lassen, dass uns 8.30 Uhr abgeholt hat. So früh wie möglich vor Ort sein, ist das Geheimnis für eine ungestörte Besichtigung und schöne Aufnahmen.

Am Eingang hat uns ein deutschsprachiger älterer Mann angesprochen. Er ist Tourguide und möchte uns für 600 Pesos (25€) die Pyramiden zeigen und erklären. Wir haben angenommen und es war kein Fehler. Bekky hat den geschichtlichen Part übernommen und Tommy ist die Pyramiden hoch und runter gejumpt. In dem Video das später folgt, könnt ihr mehr sehen.

Bekky-Suchbild

Das Pyramiden Hoch und Runter war ganz schön anstrengend. Gut das die Mayas eine hauseigene Cenote hatten. Die ist 3km entfernt und der Driver hat uns Ruck-Zuck dort hin gebracht. Das kalte Wasser tat richtig gut.

Infobox: Der Eintritt in die Cenote ist in dem vollkommen überteuerten Eintritt in die Ruinenanlage nicht enthalten. Für Ausländer kostet der Eintritt circa 450 Pesos pro Personen, da die Regierung von Ausländern eine Sondersteuer verlangt. Einheimische zahlen weniger als die Hälfte. Die Cenote kostet dann noch mal 170 Pesos pro Personen. 23 Pesos = 1€

Tommy, the Stuntman

Der Ort Valladolid erinnerte uns irgendwie an Kuba. Ich ertappte mich sogar dabei, zu denken ich wäre in Kuba. Teils die Ähnlichkeit der Häuser, aber auch manche Situationen. Nicht alle Gerichte auf der Speisekarte gab es. Rund um den Zentralen Platz gab es keinen gemütlichen Platz um das Treiben zu beobachten. Klar gibt es Restaurants. Aber fast alles spielt sich drinnen ab und man muss was Essen. Nur trinken geht nicht. Oder man setzt sich einfach nur auf eine Parkbank.

In Valladolid wird das mit der Maskenpflicht auch wieder ernst genommen. Was bei 36 Grad leicht lästig ist, um das milde auszudrücken. Eventuell liegt das daran, dass dieser Ort im Bundesstaat Yucatan liegt. Hier ist die Inzidenz des doofen Virus etwas höher als in Quintana Roo, den Bundesstaat indem Cancun und Playa del Carmen liegt. Quintana Roo ist laut mexikanischer Behörden ohne Einschränkungen.

Warten auf den Bus von ADO

13.10.2021

Mit dem Bus kommt man von Valladolid in knapp über zwei Stunden nach Cancun. Vom Busterminal nimmt man ein Taxi für 150 Pesos zum Fährhafen der Ultramar-Fähe. Diese fährt alle 30 Minuten zur Insel über das blaueste Wasser was wir je gesehen haben.

Auf dem Bild kommt es leider nicht so blau und klar rüber als in Echt.

Hier haben wir eine kleine Airbnb Wohnung direkt an der Waterkant bezogen. Die Wohnung ist auf der „rauen“ Seite der Insel. Wir haben zwar kein Sandstrand vor dem Fenster aber dafür die raue See und einem Sonnenaufgang dem wir vom Bett aus betrachten können.

Die Insel ist relativ klein und der größte Teil der touristischen Infrastruktur ist im Norden. Hier ist alles fußläufig erreichbar, so auch die Beach-Bar, die wir uns ausgesucht haben, um die letzten Sonnenstrahlen für das nächste halbe Jahr zu tanken. Und Tommy hat auch ein neuen Freund gefunden.

Wir werden an diesem sehr touristischen Strand ein paar Tage verbringen. Das Wasser ist einladend klar und blau und es kommt trotz manchmal lauter Ami-Touristen etwas Caribic-Feeling auf

Die Innenstadt hat auch das übliche zu bieten. Souvenirläden, Restaurants, Bars ect. Alles ist gut verpackt und nicht ganz so aufdringlich wie in Playa del Carmen.

Später haben wir erlebt, das der Playa Norte eine beliebte Destination für partymachende Yachtbesitzer und Yachtmieter ist. Es war aber nicht ausschweifend und es war auch mal wieder schön das „Leben“ zu sehen.

Vormittags ist der Strand sehr angenehm ruhig. Ab dem Mittag wird es dann voller. Am Wochenende Mittags kommen immer mehr Yachten an. Nicht unbedingt die kleinsten und billigsten und aus jeder Yacht tönt eine andere Musik. War mal interessant das live mitzuerleben. Das kennt man sonst nur aus dem Fernsehen.

17.10.2021 Wir haben die 10 Uhr Fähre nach Cancun genommen. Am Puerto Juárez suchten wir ein Taxi zum Hotel. Der erste wollte 1.200 Pesos für die 15 Minuten Fahrt. Haben dankend abgelehnt. 500 Pesos war das günstigste Taxi was wir bekommen haben. Dafür saßen wir in ein Uralt-Taxi mit bedeutend älteren Fahrer. Wir und der Fahrer haben es überlebt.

Für eine Nacht bleiben wir in der Zona Hotelera Cancun. Von hier aus fahren wir morgen zum Flughafen. Die Zona Hotelera hat zwar einen super weißen Strand mit türkisfarbenen Wasser aber die Hotels lassen sich den Strandzugang auch fürstlich entlohnen. Deshalb haben wir für die eine Nacht das Canopy La Isla genommen. Im angrenzenden outdoor Shoppingcenter kann man sich den einen Abend die Zeit vertreiben. Länger aber nicht.

Blick aus dem Zimmer
La Isla Cancun

18.10.2021 Der Flug nach Mexiko City verlief ohne Probleme und wir waren gegen 14 Uhr im wohl schwärzesten Hotel der Welt. Die Rezeption ist so dunkel, die kann man gar nicht Fotografieren. Ob das Hotel mal ein Gefängnis war? Wir werden es wohl nie erfahren.

Rezeption im Umbral Curio Mexiko
Vorraum von unserem Zimmer
Hotelflur
Mexiko City bei Nacht

19.10.2021 Heute haben wir was gemacht, was wir sonst nie machen. Eine geführte Touristentour. Wir, das heißt ich, der Tommy, wollte zur aztekischen Pyramide Teotihuacán. Diese ist circa 50 Kilometer vom Mexiko City entfernt. Aber wie hinkommen? Im Internet findet man Beschreibungen, wie man mit öffentlichen Verkehrsmitteln hinkommt. Dies war uns erstens zu umständlich und zweitens haben wir gelesen, das der Bus ab und an überfallen wird. Ein Taxi war uns zu teuer. Also mit dem offiziellen Touristenbus mit Reisegruppe und Guide. Die Tour hat pro Personen 34€ gekostet und sollte von 9 Uhr bis 18 Uhr dauern. Was uns gleich komisch vorkam, warum so lange für die 50 Kilometer? Wir sollten es bald erfahren. Nach eine Stunde Fahrt, Stopp bei einer Verkaufsveranstaltung für über eineinhalb Stunden. Pünktlich zur Mittagszeit, sind wir dann bei den Pyramiden gewesen. Da mussten wir feststellen, dass wir den wohl schlechtesten Guide aller Zeiten hatten. Er hat ein super schnelles Spenglisch mit sehr schlechter Aussprache gesprochen. Wir mussten immer mehrmals nachfragen was er gesagt hatte. Niemand in der Gruppe hatte ihn verstanden. Selbst die spanisch sprechenden Leute haben sein Spanisch kaum verstanden.

Aber egal, wir waren am Ziel. Nun hatten wir 1,5 Stunden Zeit, die doch sehr imposanten Pyramiden zu bewundern. Nach 30 Minuten war alles angeschaut. Da man nicht mehr machen kann als zwischen Sonnen- und Mondpyramide hin und her zulaufen und alle paar Meter ein Verkäufer abzuwimmeln, ist man doch schnell durch. Der Guide hatte zwar viel zu sagen aber keiner hat’s verstanden und auf die Pyramiden konnte man auch nicht hoch. Aber hey, wir waren da.

Von 14 bis 15 Uhr gab es ein Mittagessen. Dies war in Buffet-Form und im Preis inklusive. Auch inklusive war das platzen der Trommelfelle. Wie bei jeder Veranstaltung mussten auch hier beim Essen Musiker auftreten. Diese waren aber so laut, dass man es in dem Raum nicht aushalten konnte.

Nach 2 Stunden Busfahrt waren wir wieder in Mexiko City. Dort mussten wir uns noch ne Kirche angucken, in der die Jungfrau Maria angeblich einem Indigenen erschienen ist. Hab mal ein paar Fotos gemacht. Leider ohne Erscheinung.

Da drin soll‘s passiert sein.

Nach einer weiteren halben Stunde fahrt, gab es einen letzten Stopp an einem Shop. Da drauf hatten wir nun gar keine Lust mehr. Es war mittlerweile 18.30 Uhr also haben wir uns vom dem Superguide verabschiedet. Unser Hotel war nur noch einen Kilometer entfernt.

20.10.2021 Hop On Hop Off gibt es in fast jeder größeren Stadt. Da Mexiko City mit über 20 Millionen Einwohnern do zu den größeren Städten zählt, gibt es auch hier diese praktischen Busse. Für uns ist das meist aber immer nur ein Hop On und ein Hop Off, da wir die komplette Runde durchfahren. Hier hätte sich ein Aussteigen zwischendurch für uns auch nicht gelohnt. So toll sieht die Stadt nicht aus. Mexiko City ist eine Stadt, die man sich angucken und erleben sollte wenn man mal da ist. Aber extra hinfliegen lohnt sich nicht. Im später folgenden Video wird von der Rundfahrt mehr zu sehen sein.

Startpunkt Zocalo im historischen Zentrum
Schuhputzer
China Town in Mexiko City

24 Stunden vor Abflug haben wir eine E-Mail von Lufthansa bekommen. Wir müssen 3G nachweisen und den Einreisenachweis hinterlegen. Das kann man per Upload auf der Seite von Lufthansa machen. Der Link wurde mitgeschickt. Mexiko galt zur Zeit unserer Rückkehr noch als Hoch-Risikogebiet. Obwohl die offiziellen Zahlen bedeutend geringer waren als in Deutschland. Die Einreiseanmeldung war schnell erledigt und mit dem Impfnachweis habe ich alles bei Lufthansa hochgeladen. Jedenfalls für mich. Für Bekky wollte das nicht funktionieren. Laut Lufthansa gibt es kein Ticket für Bekky. Mehrfach habe ich das probiert, immer mit dem gleichen Ergebnis. Schon leicht nervös, überlegt was ich falsch mache, hat es plötzlich doch geklappt. Keine Ahnung was jetzt anders war. Die Bestätigung das alle Dokumente vollständig sind, kam nach wenigen Minuten.

Unser Flug soll 20.50 Uhr abheben. Wir haben das Hotel um 16 Uhr verlassen, weil Hauptverkehrszeit zu dieser Zeit herrscht. Wir hatten noch die ewig lange Busfahrt zurück von den Pyramiden im Hinterkopf. Aber das Taxi war in 35 Minuten am Flughafen, trotz Stau. Vielleicht hat das ständige Hupen des Fahrers ja geholfen. Auch das Einchecken ging super schnell. Ob unsere hochgeladen Dokumente hier für benötigt wurden haben wir nicht erfahren. Unsere Impfnachweise mussten wir trotzdem vorzeigen.

Alles ging so schnell, das wir schon kurz nach 17 Uhr in der Lufthansa-Lounge waren. Im Eingang sah diese nicht sehr toll aus aber wir wurden weiter nach hinten geführt, zu 2 bequemen Sessel. Dort wurden uns dann Getränke und Essen serviert.

2 Stunden später sind wir dann, obwohl noch Zeit war, zum Gate gegangen. Noch ein wenig die Füße vertreten und die letzten Pesos los werden. Beides war erfolgreich. Das Boarding begann eine halbe Stunde zu spät. Noch später wurde es aber, durch eine lange Wartezeit bis zum Start. Mit über einer Stunde Verspätung haben wir mexikanischen Boden verlassen.

Das Flugzeug hat ne halbe Ewigkeit gebraucht, um auf Höhe zu kommen. Erst eine Stunde nach dem Start begann der Service. Und das in der Business Class. Aber als der Service dann los ging, war er auch schnell wieder vorbei. Kaum war der letzte Bissen von der Gabel gezogen war das Tablett weg. Und da das Licht beim Essen sowieso aus war, hatten wir auch schnell die waagerechten Positionen eingenommen.

Der Flug ging so auch relativ schnell vorbei. Eine Stunde vor der Landung gab es noch ein 14 Uhr Frühstück. Kurz vor der Landung kam noch die Durchsage, dass am Flughafen mit Gesundheitsüberprüfungen zu rechnen sei. Es gab keine Kontrolle und unsere Koffer waren unter den aller ersten auf dem Gepäckband.

Wieder in Frankfurt