Hier geht es zu den Videos 🎥🎬🍿
01.10.2022
Wir waren kurz vor dem Wecker wach, obwohl die Betten im Wyndham ganz bequem waren. Der Wecker war auf 3 Uhr gestellt. Um 4 Uhr wollen wir am Flughafen sein. Das müsste zu schaffen sein. Sind ja nur 200 Meter. Gut, dass wir gestern Abend unser Gepäck aufgegeben haben. Die Warteschlange war größer, als die mitten in der Ferienzeit, am Frankfurter Flughafen. Wir haben „nur“ eine Stunde durch die Sicherheitskontrolle gebraucht. Aber was nützt das, wenn andere Passagiere nicht so vorausschauend Handeln? Der Flieger nach Kavala sollte um 6 Uhr starten. Um diese Uhrzeit kam die Durchsage, das noch 35 Passagiere in der Kontrolle sind und wir warten müssen.



Trotz der 40-minütigen Verspätung sind wir pünktlich um 9.45 Uhr in Kavala gelandet. da ist noch eine Stunde Zeitverschiebung zugekommen. Reine Flugzeit waren es nur 2 Stunden. Der Flughafen ist einfach. Man geht vom Flieger zu Fuß in die Ankunftshalle. Nach wenigen Minuten lief das Gepäckband an und unsere Koffer waren die ersten. Passkontrolle gibt es nicht und so standen wir kurz nach 10 Uhr schon da und wollten ins Hotel gebracht werden.


Wir wissen nicht warum aber wir sollten nicht in den Bus steigen, der uns zum Hafen bringt. Wir und ein paar andere Touris wurden in Taxen gesetzt. Im Bus wäre genug Platz und der Weg ist der Selbe. Wir waren nur 10 Minuten früher an der Fähre nach Thassos.






Auf der Insel Thassos angekommen wurden alle, die ein Taxi bekommen hatten, in einen Minibus gesteckt. Alle anderen wieder in den großen Bus. Wir im Minibus hatten alle das gleiche Hotel gebucht. Wir vermuten, das der große Bus an die andere Seite der Insel fährt.
Unsere Vermutung war falsch. Wir haben später auch Leute aus dem Bus hier im Hotel gesehen. Wir werden es wohl nie erfahren.



Das Hotel Alexandra Golden scheint ganz nett zu sein. Das Personal ist sehr freundlich und alles ist sauber und gut erhalten.



02.10.2022
Das Frühstück ist für Griechenland sehr reichhaltig. Liegt wohl auch daran, dass hier im Hotel wohl 100% deutsche Gäste sind. Das reichhaltige Angebot hatte aber heute für uns eine fatale Auswirkung. Wir wollten gerade voll gesättigt von unserem Tisch aufstehen als das Personal „Happy Birthday“ singend mit einer Schokoladentorte zu unserem Tisch kam. Bekky hat Geburtstag. Ich habe noch überlegt, ob ich vorher was im Hotel organisiere, habe mich aber dagegen entschieden. Nett war es schon aber das Timing war nicht perfekt. Wir haben anstandshalber etwas Torte gegessen und an Nachbartische verteilt. 2 Stück sind übergeblieben, die haben wir in den Kühlschrank im Zimmer gestellt. Leider kam alles so überraschend, das ich nicht mal Fotos machen konnte.
Den restlichen Tag verbrachten wir am Strand.



Eine Sache hätten wir gerne bevor wir das hier gebucht haben gewusst. Ab Oktober schließen die ihre Insel hier zu. Bis auf eine Handvoll Hotels ist fast alles geschlossen. Auch Lebensmittelläden. 99% der Infrastruktur ist zu. Wir haben extra das Hotel nur mit Frühstück gebucht, da wir Abends lieber in Tavernen essen gehen. Nur es gibt fast keine. Die letzte offene Taverne hier am Strand hatte heute ihren letzten Abend. Alle anderen Gäste im Hotel haben All Inclusive oder Halbpension gebucht. Auf der anderen Seite der Insel soll es noch ein paar offene Restaurants geben. Wir brauchen ein Auto.
03.10.2022
Eigentlich könnte es hier ganz schön sein. Ist es auch. Verhungern werden wir nicht. Und die schöne Natur entschädigt für die zur Zeit fehlende Infrastruktur. Wir hätten 2 Wochen früher herkommen sollen. Es ist ja alles da, nur halt geschlossen.





Gut das es hier im Hotel zu jedem Bier eine kleine Packung Nüsse gibt. So gab es zum Mittagessen Nüsse. Am frühen Abend sind wir dann zum anderen Ende des 2,5 Km langen Golden Beach gegangen. Dort haben wir dann eine geöffnete Taverne direkt am Beach gefunden. Diese war auch noch genau nach unserem Geschmack.




Auf dem Rückweg gab es dann noch ein tolles Panorama zu sehen.

04.10.2022
Hier hat es immer 20 Grad. Nur das die 20 Grad mal wärmer und mal kälter sind. Morgens zum Frühstück hat es 20 Grad und wir sitzen mit Pullover da. Nachmittags liegen wir bei 20 Grad in der Sonne. Sehr merkwürdige Insel.
Wir haben ein Seat Ibiza in weiß und der verbraucht kein Benzin. Wir haben voll getankt sind circa 150km gefahren und die Tanknadel zeigt immer noch voll an.

Heute haben wir uns hauptsächlich die Ostküste der Insel angeschaut und sind in ein Bergdorf gefahren. Die Natur ist wirklich wunderschön hier. Man muss aber immer vom Parkplatz der Sehenswürdigkeit hoch oder runter laufen und auf dem Rückweg natürlich die entgegengesetzte Richtung. Das kann schon sehr kräftezehrend sein. Vor allem der Rückweg vom Giola Natural Pool zum Parkplatz ist für Leute mit wenig Kondition schwer zu schaffen.



Vom Rand aus kann man in den „Pool“ springen. Was auch zu einer besseren Zeit gerne getan wird.

Zu den anderen Stränden ist zumindest ein Weg vorhanden. Der aber mit einem Leihwagen nicht befahren werden darf, da die Straßen zum Strand meist nicht befestigt ist.


Der Aliki Beach könnte trotz des steinigen Strandes ganz interessant sein. Aber die Atmosphäre ist sehr angenehm und man kann kleine schnucklige Bungalows oder Zimmer mieten.


Im Süden der Insel befindet sich eine „größere“ Stadt Namens Potos. Dort ist auch ein touristisches Zentrum. Laut Aussage der Reiseleitung ist dort mehr offen und die Stadt soll gemütliche Gassen zum schlendern haben. Wir können beides nicht bestätigen. Uns hat der Ort nicht gefallen. Auch ist der Strand bei uns am Hotel bedeutend besser. Beim buchen kam für uns damals hier der Golden Beach in Frage oder der Ort Potos. Gut das wir uns so entschieden haben.



Von Potos aus kann man zu einem Bergdorf fahren. Es ist 10km entfernt. Auch hier oben das gleiche Bild. Vieles geschlossen und fast menschenleer.




Gegen 16 Uhr ging es zurück zum Hotel. Es lag noch über eine Stunde Fahrt vor uns. Aber ein Highlight hatten wir dann noch.


Heimweg von der Taverne

05.10.2022
Wir haben einen Ort gefunden namens Limenaria. Hier ist fast alles geöffnet. Nachteil, er ist 50km von unserem Hotel entfernt. Aber schön anzuschauen war er.



Laut Aussage der Reiseleitung gibt es ein Bergdorf namens Kastro. Dort hin kommt man nicht mit einem normalen Mietwagen, weil die Straße nicht befestigt ist. Der Mann vom Mietwagen-Verleih hat uns aber gesagt das die Straße jetzt asphaltiert ist. So haben wir unser Glück versucht und siehe da, eine asphaltierte Straße. Na Gut, ein bis zwei Stellen war sie weggebrochen und an anderen Stellen lagen Felsen auf der Straße aber trotzdem war sie sehr gut zu fahren. Oben angekommen gab es dann Lammbraten nach alter Bergdorftradition.



Der Lammbraten wäre nicht jedermanns Geschmack. Viele Knochen waren abzunagen. Geschmeckt hat es aber. Und ein Abendessen brauchten wir auch nicht mehr.



Auch am 2. Tag haben wir nicht alles geschafft anzuschauen. Gut das wir das Auto für 3 Tage gemietet haben. Man muss immer um die halbe Insel herum fahren um zu der Abzweigung zu kommen, der zu den Bergdörfern führt. was jedesmal 50km sind. Und schnell kann man hier nicht fahren. Durchschnittlich 50km/h auf der Ringstraße. Hoch in die Berge fährt man fast nur im 2. Gang.
06.10.2022
Wir wollen ins Kloster. Jedenfalls zum angucken. Dafür müssen wir wieder die halbe Ringstraße zu der Abzweigung fahren und dann rein ins Gebirge. Das war ne Fahrt! Enge steile Kurven und ein Stück Straße, die aussah, als ob durch ein Erdbeben die Straße ein Stück abgerutscht war.


Wir haben echt überlegt ob wir weiter fahren sollen. Schotterstraßen dürfen wir ja nicht fahren aber von zusammengebrochenen Straßen war keine Rede. Also ganz langsam drüber gefahren. Ein Stück weiter war dann noch eine kaputte Stelle. Aber dann ging es und wir kamen gut am Kloster Monastery of Agios Panteleimonas an. (Keine Ahnung ob das richtig geschrieben ist, hab es von Google Maps kopiert) Und es war geschlossen. 😱

Und wenn es offen wäre, krasse Vorschriften für den Einlass. Frauen dürfen keine lange Hosen anhaben. Nur sehr lange Röcke.

Auf dem Rückweg dann noch die grandiose Aussicht bestaunt, die auf den Fotos überhaupt nicht rüberkommt.


Da in der Nähe noch ein Bergdorf war, haben wir dort noch angehalten. Schnuckelig war es ja, aber warum lebt man dort? Wir kamen voll ins schnaufen, als wir durch das Dorf Megalos Prinos gegangen sind. Wie bekommt man da seine Kiste Bier hoch?



Für den Abschluss haben wir uns noch die Hauptstadt Thassos-Stadt aufgehoben. Wenn man mit der Fähre vom Festland ankommt ist man schon fast im Zentrum. Am Pier kann man auch parken und nach wenigen Schritten ist man in der Shoppingmeile. Diese ist auch nach wenigen Minuten erkundet.



Wir haben zwar nicht alles gesehen aber vieles. Manches wiederholt sich, anderes war schlecht zu erreichen. Zu der Acropolis of Ancient Thasos zum Beispiel hat uns das Navi einen Weg lang geführt, den wir mit dem Auto nicht fahren wollten. Wir haben uns entschlossen, zum Hotel zurück zukehren , dass Auto stehen zu lassen und noch ein wenig am Pool zu chillen. Die 3 Tage mit dem Auto haben völlig ausgereicht um die kleine Insel zu erkunden.
07.10.2022
Letzter Tag, ein wenig ausschlafen und dann gemütlich frühstücken…..
Wir werden durch ein schrecklich lautes hupen aus dem Schlaf gerissen. 6.45 Uhr ist es. Alarm im Hotel. Was ist los? Feuer, Tsunami, irgendwas anderes? Wir ziehen uns schnell was über und gehen vor die Zimmertür. Niemand da. Treppenhaus runter, niemand da. Durch die Tür zur Lobby, da kam jemand entgegen und sagte Fehlalarm!
Wenn man dann schon wach ist, kann man auch wieder Kaffee auf dem Balkon trinken.



08.10.2022
Wieder wurden wir durch einen Piepton unsanft geweckt. Diese mal war es aber kein Feueralarm sonder der Wecker. 5.40 Uhr werden wir vom Hotel abgeholt. Eine Stunde früher als wir erwartet hatten. Es hieß, dass die Fähren unregelmäßig fahren würden. Unser Flug von Kavala, dass auf dem Festland liegt, geht um 10 Uhr. Zu Fähre fahren wir 15 Minuten, die Fähre selbst benötigt 45 Minuten und zum Flughafen sind es noch einmal 15 Minuten. So Sitzen wir noch fast 3 Stunden auf diesem kleinen Flughafen rum, wo der Check In und die Sicherheitskontrolle in wenigen Minuten durch ist. Eine Stunde vor Abflug haben wir andere Leute von unserem Hotel gesehen, die nicht mit uns im Bus saßen. Sie konnten eine Stunde länger schlafen. Sie hatten über eine andere Gesellschaft gebucht.








Wir hoffen, wir lesen uns wieder.
Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.