2023 Italien

Der Teaser zu den späteren Videos

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Das Jahr 2023 ist das merkwürdigste Reisejahr das wir je hatten. Es fing Anfang Januar an, als wir uns kurzfristig, wenige Tage vor Abflug, ein Flug nach Bangkok gebucht hatten.

Dann im Juni das verlängerte Wochenende am Gardasee, dass dann doch Insel Kos in Griechenland wurde weil es am Gardasee, laut Wetter-App viel regnen soll, was dann doch nicht gestimmt hat.

Und nun unser Mauritius-Trip der am Gardasee beginnt und höchst wahrscheinlich nicht auf Mauritius endet. 10 Tage vor Abflug nach Mauritius haben wir festgestellt, dass wir gerade keine Lust auf einen Langstreckenflug haben. Und weil wir den Flug mit Meilen gebucht haben, hatten wir eine Stornierungsoption.

So kamen wir auf die Idee, wieder einen Road-Trip durch Italien zu machen.

1. Tag Kilometer 630, Malcesine

So gefällt uns das Ankommen

2. Tag

27km nach Garda in einer Stunde. Der Verkehr ist extrem. Aber wir wollten uns diesen Ort anschauen. So sind wir gegen 10.30 Uhr losgefahren. Vorab habe ich schon mal nach einer Parkmöglichkeit auf Google Maps geschaut. Trotz, das viele Leute unterwegs waren haben wir auf dem Parkplatz noch ein Plätzchen für unser Auto gefunden. Auf einmal fragte Bekky wo unser Portemonnaie ist. Schitt, hatte ich es im Zimmer vergessen. Bekky konnte es in der Tasche nicht finden. Wie kommen wir jetzt wieder von dem Parkplatz runter? Hoffnung war, dass wir nach wenigen Minuten kostenlos wieder rausfahren können. Also zur Schranke vor. Dort einen Angestellten gesagt, dass wir unser Geld vergessen haben und er hat uns die Schranke geöffnet. Netter Kerl. Kaum waren wir draußen ist mir eingefallen, dass ich das Portemonnaie eingesteckt hatte. Aber wohin? Gestern haben wir uns eine neue Tasche gekauft. Diese ist größer mit vielen einzelnen Fächern. Und nach kurzen Suchen, war das Portemonnaie plötzlich da. Hätten auch früher auf dem Parkplatz besser suchen können. Doch der Schreck war groß und man reagiert anders. Wir waren jedenfalls runter vom Parkplatz und der viele Verkehr machte ein wieder zurück fahren zu aufwendig. So haben wir einen schönen Nachmittag am Hotelpool verbracht.

Wir vermuten, dass dies weniger ein Roadtrip aber dafür mehr eine kulinarische Reise wird. Die Anzeichen verdichten sich. 🍕🍝

In Italien sollte man aufpassen. In einigen Restaurants muss man mehr oder weniger für Teller, Besteck und Brot bezahlen.

3. Tag

Über den Gardasee und Umgebung muss man nichts schreiben. Es ist eine schöne touristische Gegend die fast jeder kennt. Und Malcesine ist für uns der schönste Ort am See.

Also nix tun und genießen

Was uns aber aufgefallen ist, dass im Gegensatz zu den letzten 3 Jahren weniger Kartenzahlung gewünscht ist. Zu Covid-Zeiten war es mehr verbreitet.

Malcesine am Abend

4. Tag, Kilometer 915, Rimini

Wir haben das Experiment gewagt und sind nicht die Mautstraße gefahren. Laut Google Maps ist die kostenlose Strecke nur eine halbe Stunde länger. Wir kamen auch gut durch aber alle 1-2 Kilometer ein Kreisverkehr mit der dazugehörigen Navi-Durchsage, hat etwas genervt. Und wir haben das bäuerliche Hinterland gesehen. Viel zu sehen gab es eigentlich nicht. Nicht mal geöffnete Restaurants und Tankstellen. So sind wir 14.30 Uhr in Rimini am Hotel angekommen.

5. – 6. Tag

Rimini. Das hört sich nach Massentourismus, Restaurant an Restaurant entlang der Beach-Road und Hotel an Hotel am breiten Sandstrand an. Mehr oder weniger stimmt das auch. Die Touristenmassen sind Mitte September aber nicht mehr da. Viele Hotels haben bereits geschlossen. Und auch die Restaurants haben teilweise die Stühle schon auf die Tische gestellt. Obwohl das Wetter noch ganz OK ist im September.

Außerdem, hat gerade während ich das hier schreibe, das Hotel gewankt. Scheint ein kleines Erdbeben gewesen zu sein. Wir haben ein höher gelegenes Zimmer. Da hat man schon gespürt, wie das Haus gewankt hat. Bekky dachte, ich wars mit dem wackeln. 🤔 Nachtrag: Es gab wirklich am frühen Morgen ein Erdbeben der Stärke 4,8 in der Toskana. Die Bewegung der Erdplatte haben wir hier noch gespürt.

Doch weiter mit Rimini. Selbst die Strände werden schon gefegt. Ein großer Teil der Liegestühle ist weggeräumt oder ist nicht belegt. Vor unserem Hotel gibt es noch ein paar Liegestühle.

Unser Hotel Aristeo mit Blick aus dem Fenster.

Es ist zwar nicht so schlimm wie letzten Oktober auf Thassos, aber man merkt, das die Season zu Ende geht.

Guten Morgen Rimini

Von diesen Strandliegen gibt es geschätzter eine Million Stück. Aber warum diese? Die sind so etwas von unbequem. Wer weiß, welche Geschäfte da hinter stehen.

😕

Also Rimini lohnt sich nicht wirklich. In den Reiseführern wird auch die Altstadt angepriesen. Na ja, eventuell aus Mangel an mehr.

7. und 8. Tag, Kilometer 1395, Vieste

Die Kilometer in Italien sind bedeutend länger als in Deutschland. Wir waren eine gefühlte Ewigkeit unterwegs. Gegen 15 Uhr sind wir in Vieste angekommen. Natürlich, trotz Navi, haben wir uns verfahren. An einer Stelle wollte uns das Navi in eine Seitengasse führen. Tommy wollte das aber nicht. Zur Strafe sind wir dann eine halbe Stunde durch eine Stadt mit engen Gassen und Einbahnstraßen gefahren. Das war wie in der Serie „From“ wo man in den Ort reinfährt aber nie wieder raus findet. Nach einer Ewigkeit haben wir dann eine Hauptstraße erreicht, die uns dann zu der Seitengasse geführt hat, die wir nicht fahren wollten. Also, immer schön aufs Navi hören.

Im Hotel angekommen wurde uns gesagt, dass der große Parkplatz vor dem Hotel gesperrt ist. Wegen einem Go Kart Rennen wie wir verstanden haben. Wir haben dieses Hotel extra wieder gebucht, wegen dem Parkplatz. Vor 2 Jahren waren wir schon einmal hier. Und wer die Parkplatzprobleme in Italien kennt, der weiß wie viel Wert so ein großer Parkplatz hat. Wir haben dann doch noch einen Parkplatz an der Straße gefunden und sind nach dem Check In bald in die schöne Altstadt von Vieste gegangen.

Am Morgen ging es auf Grund des schlechten Wetters, (schlechtes Wetter = 26 Grad und Abwesenheit von Sonne) nach einer der größten Pilgerstätten von Europa. Das sagte jedenfalls Google. Monte Sant’Angelo heißt der Ort und wir haben noch nie davon gehört.

Für die knapp 60 Kilometer brauchten wir 1,5 Stunden. Die Strecke ist kurvig und man kann nur 30-50 km/h schnell fahren. Aber es ist ne schöne Strecke, wenn man die längere Strecke am Meer wählt. Es gibt noch eine etwas kürzere Strecke durch den Wald über den Berg. Oben angekommen ein wenig Ernüchterung. Wir haben ein Kloster oder ähnliches erwartet. Wir haben aber eine Fast-Großstadt vorgefunden, die aus hässlichen Häusern besteht. Im später folgenden Video wird man die Anfahrt sehen. Die Innenstadt hat dann etwas entschädigt.

Den Erzengel Michael sieht man da oben an jeder Ecke. Der war nach unseren Infos ein Schutzpatron

Ein gewisser Pater Pio der um 1918 Stigmata an seinen Händen hatte, wird dort oben auch verehrt. Sein kaum verwesender Leichnam liegt circa 30km in San Giovanni Rotondo.

Die Fahrt dort hoch war aufregender als der Ort selbst.

Zurück zum Hotel, haben wir keinen Parkplatz mehr in der Nähe gefunden. Auf Nachfrage, wo wir parken können, haben wir rausgefunden, das ab Samstag ein Großteil der Region gesperrt ist. Es ist nicht nur ein Go Kart Rennen auf dem Parkplatz, sondern eine richtig große Rallye. Als ich nachgefragt habe, ob man am Samstag überhaupt mit dem Auto hier weg kommt, hat die an der Rezeption gecheckt, das es Probleme mit der An- und Abreise geben könnte. Die Straßen sind ab 8 Uhr gesperrt und das Hotel liegt genau innerhalb der Rennstrecke. Sie meinte, sie erkundigt sich bei der Polizei um herauszufinden, ob und bis wann wir am Samstag hier weg kommen. Eine Kniffelrunde später, sind wir wieder zur Rezeption. Laut Aussage der Polizei, sollte es kein Problem geben, die Stadt zu verlassen. Wir sind skeptisch, da wir online die Strecke gesehen haben. Wir wissen noch nicht was wir machen. Früher auschecken können wir aber wir bekommen das Geld nicht zurück. Aber wenn wir Samstag nicht oder verspätet wegkommen ist unser Zeitplan dahin.

Ob wir den Pool noch nutzen können?

9. Tag Kilometer 1625, Alberobello

Wir haben uns kurzfristig entschieden, einen Tag früher aus Vieste abzureisen. Die Sache mit der Rallye und dem eventuell nicht wegkommen, war uns nicht geheuer. Den Ort Alberobello wollten wir eigentlich nur im vorbeifahren mitnehmen. So bleiben wir eine Nacht hier.

Alberobello ist ein Ort, der wegen seiner Trulli-Häuser bekannt ist. Das sind Rundhäuser die früher in Apulien gebaut wurden.

Dieser Ort ist aber auch sehr touristisch. Tagsüber werden die Touristen in Bussen scharenweise hergefahren. Dann füllen sich die engen Gassen mit Menschen. Gut, dass wir doch eine Nacht hier verbracht haben. So konnten wir die Stadt mit etwas weniger Menschen anschauen.

Trulli-Häuser
Nach dem Essen ging es aber zurück zum Hotel, da der Wind auffrischte und es kalt wurde

10. Tag, früh am Morgen

Wird schwierig für mich, dort rein zu kommen.
Die Horde an Tagesbesucher fällt über das Trulli-Dorf her

Gut, dass wir nicht nur tagsüber als Zwischenstopp hier waren. Da hätten wir nicht viel gesehen. Solche Menschenkarawanen schieben sich von vormittags bis nachmittags durch den Ort. Auf dem Busbahnhof kommen im Minutentakt Busse an. Am Abend und vor allem in den Morgenstunden ist es bedeutend besser.

10. Tag, Kilometer 1735, Lecce

Nachdem wir das Trulli-Dorf, das eigentlich ein kleiner Teil einer größeren Stadt ist, am Morgen nochmals besucht haben, sind wir zum südlichsten Punkt unserer Reise aufgebrochen.

Lecce soll laut Reiseführer zu einer der schönsten Städte von Italien zählen. Bis jetzt haben wir aber nur Wohnsilos und ein gettomäßigen Stadtteil gesehen. Das Hilton Garden Inn liegt in einem nicht ansehnlichen Stadtteil am Rand der Altstadt. Laut Beschreibung soll es gut gelegen sein um die Stadt zu erkunden. Ein Upgrade in eine Junior Suite haben wir jedenfalls bekommen.

Die Altstadt sieht aber wirklich gut aus. Leider sind wir nicht die einzigen die das finden. Es sind aber genug Restaurants vorhanden, sodass man nicht hungern muss. Was wir aber nicht bedacht haben, ist, dass hier unten weniger Touristen aus dem Ausland herkommen. Einige Speisekarten waren nur in italienisch. Und was für Deutsche 18 Uhr-Abendesser auch ungewohnt ist, dass die meisten Restaurants nicht vor 19.30 Uhr öffnen. Bei uns knurrt ab 18 Uhr der Magen. Haben zwar was gefunden zum Essen aber die Auswahl war gering.

Auf dem Rückweg gegen 21 Uhr zum Hotel kamen uns viele Leute und Familien mit Kleinkindern entgegen, die Richtung Essensmeile unterwegs waren.

Bei Tag
Und bei Nacht

11. Tag

Auch diesen Vormittag haben wir genutzt, um die Stadt mal mit weniger Menschen zu sehen. Hat nur zum Anfang funktioniert. Nach 10 Uhr wurde es wieder voll.

Wer da wohl wohnt?
Beim Frühstücks-Aperol Spritz
Beim Abendessen

12. + 13. Tag, Kilometer 1915, Matera

Matera ist eine alte Stadt, die auf einem Felsen gebaut wurde. Bekannt ist der Ort auch durch seine Höhlenwohnungen, die Sassi, die heute nur noch für touristische Zwecke und als Museen genutzt werden.

Die Fahrt von Lecce hat circa 2,5 h gedauert und war ganz ohne Maut möglich.

Hotel Ridola

Matera ist der Hammer. Ganz großes Kino. Aber 2 Dinge sollte man unbedingt mitbringen. Ein gewisses Maß an Fitness und den dicken Geldbeutel. Hier rennt man ständig Treppe hoch Weg runter oder umgekehrt. Und wenn man dann Durst auf ein Bier hat, zahlt man 5-7€ für ein kleines Bier. Essen ist auch nicht das günstigste. Aber lohnt sich die weite Anreise aus Deutschland und die hohen Kosten vor Ort? Eindeutig ja. Dieser Ort hatte mal wieder den WOW-Effekt.

14. Tag Kilometer 2825, Calliano

Auto fahren den ganzen Tag. Die 1.500 Kilometer von Matera nach Hause wollten und konnten wir nicht ganz durchfahren. Also ein Zwischenstopp 150km vor dem Brenner eingelegt.

Abends Bier und was essen.

Und dann ins gruselige Hotelzimmer

15. Tag Kilometer 3383, zu Hause

Quelle: Google Earth

Wir lesen uns wieder