Der Flug mit China Southern war recht entspannt. Nach fast 11 Stunden Flugzeit sind wir pünktlich in Guangzhou, dem wohl kältesten Flughafen der Welt, gelandet.

Zuerst ging alles sehr geschmeidig und schnell vonstatten. Raus aus dem Flugzeug, Richtung Transit gegangen, den international Transitschild gefolgt. Eine Kamera-Kontrolle anstandslos durchquert und unser Weiterflug-Ticket gescannt. Dann kam die Sicherheitskontrolle. So gefilzt wurden wir und unsere Sachen noch nie. Tommy stand ein paar Minuten mit gespreizten Armen da und wurde von oben bis unten abgetastet. Bei Bekky ging es schneller. Aber unser Handgepäck, vor allem die Kabel und die Elektronik wurde ganz genau untersucht.
Wir sind pünktlich am Flieger nach Hanoi gewesen. Aber die Sicherheitskontrolle hätte uns ruhig noch eine Stunde weiter filzen können. Der Flieger hatte Verspätung. Mit einer Stunde Verspätung sind wir gegen 11 Uhr in Hanoi gelandet. Der vom Hotel geschickte Fahrer hat schön brav gewartet.
15.12.2024 Hanoi
Aber was war in Hanoi los. Haben wir den Winter von Deutschland mitgebracht? Wir wussten, das in Nordvietnam keine Hitze herrscht aber so kalt? Den Wetterbericht für Nord- und Mittelvietnam gecheckt. Besser wird es nicht. In Hanoi zwar trocken aber bis 13 Grad abends und Regen bei 19 – 13 Grad in Mittelvietnam. Nö, das geht gar nicht. Wir haben auch nicht die Klamotten dafür eingepackt. Kurzer Hand haben wir, spontan wie wir sind, die Reiseroute geändert. Wir haben die nächsten Hotels in Vietnam storniert und einen Flug nach Bangkok gebucht. Dort gehen zwar wegen Weihnachten die Hotelzimmer aus aber irgendetwas findet sich immer.
Unser erster Eindruck von Hanoi war, außer dass es kalt ist, das es laut und chaotisch ist. Alle paar Sekunden wird gehupt. Und Fahrzeuge die hupen können gibt es genug. Ständig muss man damit rechnen, das ein Moped von hinten, vorne, links oder rechts kommt. Nur von oben kam noch keins. Aber das soll nichts heißen.
Wir müssen uns erst einmal akklimatisieren. Deshalb nur ein paar Hühnerfüße gegessen, diese mit ein Bierchen für 30 Cent runter gespült und ins Hotelzimmer gegangen. Morgen geht es dann ausgeruht weiter.



16.12.2024
Hatten wir schon erwähnt, dass Hanoi chaotisch ist? Aber nicht nur das. Es scheinen sich auch die Straßen zu verändern und zu verschieben. Obwohl wir bis jetzt nur in der Altstadt waren, haben wir es selbst am zweiten Tag noch nicht geschafft ohne Navi zum Hotel zurück zu finden. Aus dem Hotel raus 2 mal um die Ecke und wir haben uns verlaufen. Je nach Uhrzeit sehen die Straßen anders aus. Und wo gestern ein Markt war, wird man heute von Mopeds überfahren.
Aber sympathisch ist die Stadt schon. Man muss sich nur darauf einlassen, dass es so verrückt zugeht. Heute waren wir schon etwas fitter und haben uns die Altstadt angeguckt. Wir wissen zwar nicht, ob wir mehrere Straßen doppelt angeschaut haben, aber gefallen hat uns die Altstadt. Leider kann man das Flair nicht auf einem Foto festhalten.










Nur eine Sache stört extrem. Die Suche nach einem Restaurant zum Abendessen wird zum Spießrutenlauf. An jedem Restaurant stehen mehrere Angestellte die einen in das Restaurant locken wollen. Und das auf eine sehr aufdringliche Art. Wenn man sich von dem ersten befreit hat, steht einen Meter weiter der nächste, mit der selben aufdringlichen Art, und so weiter und sofort. Und von diesen Restaurants sind mehrere hintereinander.
Wir sind aber fündig geworden und auf den Weg zurück benötigen wir natürlich Google Maps, obwohl das Hotel nur 600 Meter entfernt war.





17.12.2024
Heute Morgen gleich Online das Ticket für den Hop On Hop Off gebucht. Als wir an der Haltestelle ankamen und stolz das Ticket gezeigt hatten wurden wir von Bus zu Bus geschickt. Immer die falsche Company. Obwohl die Busse alle gleich aussahen. Schließlich sind wir an einen Verkaufsschalter gelandet, der uns für unser Online-Ticket ein Papier-Ticket gab. Dann konnten wir auf den richtigen Bus warten. Wir sind zuerst einmal die komplette Strecke abgefahren um bei der zweiten Runde besser zu wissen, wo es sich lohnt auszusteigen. Kleiner Spoiler, hat nicht ganz geklappt.

Eine Runde hat 13 Stationen und dauert etwa 1 Stunden und 20 Minuten. So waren wir nach circa zwei Stunden an der Stelle, an der wir aussteigen wollen. Nämlich hier.

Leider hat die Information gefehlt, dass die Tempel und Museen 2 Stunden Mittagspause machen. Wer kommt auf die Idee, die touristischen Highlights zur besten Besuchszeit zu schließen? Und Warum wird man darüber nicht informiert? Natürlich waren wir genau zu dieser Uhrzeit unterwegs. die Pagode war geschlossen und auch das Ho-Chi-Minh-Museum. Gut, das der Aufwand, den riesigen Platz vor dem Ho-Chi-Minh-Mausoleum zur Mittagszeit zu schließen etwas zu groß war.




Was noch offen hatte, war der Tempel der Literatur. Schön angelegt in einem Park und auch schön anzusehen war der Tempel schon. Aber ohne den kulturellen Hintergrund auch etwas langweilig.




18.12.2024
Heute wollen wir zu dem Highlight von Hanoi gehen, das fast jeder Traveller auf seine Liste hat. Die Train-Street. Aber am Abend vorher gab es erst einmal die volle Verwirrung. Ich habe noch mal die Fahrzeiten der Züge angeschaut und im Reiseführer gelesen. Auf einmal ist von zwei Train-Streets die Rede und jede Informationsquelle nennt andere Uhrzeiten für die Züge. Schon zu Hause habe ich in Google Maps eine Train-Street markiert. Diese lag über 2 Kilometer vom Hotel entfernt. Jetzt entdecke ich, das es eine nur wenige 100 Meter entfernt gibt. Welche ist die richtige und welcher Zug fährt wo und wann?
Der beste Weg das rauszufinden, ist einfachmal hingehen und nachfragen. Gesagt getan. Die Train-Street hier in der Nähe ist die „Oldtown-Train-Street“. Wir gehen also in die Richtung und plötzlich wurden wir von einer Oma angesprochen, ob wir einen Kaffee wollen. Außerdem sieht man auch auf leicht erhöhter Lage die Bahnschienen.

Wir haben uns auf einen Kaffee überreden lassen und standen plötzlich auf Bahngleisen.

Die bekannte Ecke der Train-Street ist das noch nicht aber der Weg ist schon mal richtig. Wir haben erfahren, das gegen 11.30 Uhr der Zug kommen soll. Jetzt war es 10.30 Uhr. Zeit für ein Kaffee.



Der Weg zu dem bekannten Teil der Train-Street war nicht mehr weit. 100 Meter ungefähr. Mittlerweile soll sich die Train-Street, mit Unterbrechungen, circa 2 Kilometer hinziehen. Der Teil, der weiter entfernt ist, soll aber nicht so toll sein. Also, wenn dann Oldtown Train-Street in Google Maps eingeben.






Der letzte Tag in Hanoi. Wir schlendern, wenn man das schlendern nennen kann, noch mal durch Oldtown. Hier ein paar Eindrücke.

Ach ja, ne bildliche Info zu den Stühlen hier. Fast 100% der Stühle haben diese Größe.







Vom 19. bis zum 30.12.2024 Thailand
Wir haben den Trip von Nordvietnam nach Südvietnam abgebrochen. Wir hätten viel mehr warme Kleidung mitnehmen müssen, was aber wegen der Gepäckbegrenzung beim Fliegen zu teuren Übergepäck geführt hätte. Schon jetzt sind unsere warmen Sachen reif für die Waschmaschine. Außerdem ist eine lange Jeans von Tommy gleich am Anfang kaputt gegangen. Da Bangkok in knapp 2 Flugstunden erreichbar ist und die Flüge relativ günstig sind haben wir umdisponiert. Da auf unseren Seiten genug Content über Thailand zu finden ist, werden wir weniger schreiben. Ab und an werden ein paar Bilder hochgeladen und falls was interessantes passiert werden wir das auch kundtun. Zum Jahresende soll es wieder nach Vietnam gehen, falls sich nichts ändert.




Die Busfahrt vom Sai Tai Mai Busbahnhof in Bangkok nach Ban Krut sollte etwa 5 Stunden dauern. Doch ein plötzlicher Knall, der uns arg erschreckt hat, ließ die Fahrt 1,5 Stunden länger dauern. Zum Glück nur die 1,5 Stunden länger. Der Reifenplatzer am linken Hinterrad hätte auch schlimmer ausgehen können. Unser Glück im Unglück war, das eine Werkstatt gleich in der Nähe war.





Die restliche Reise verlief ohne Zwischenfälle und wir waren kurz vor 17 Uhr in Ban Krut. Oder hier unten Baan Grood geschrieben. Ban Krut ist ein beschauliches Örtchen in Südthailand circa 160 km südlich von Hua Hin. Hier ticken die Uhren sehr langsam und das lauteste sind die Wellen des Meeres und das Rauschen der Palmen. Hier machen am Wochenende ein paar Thais Urlaub und es überwintern einige europäische Rentner. Vor allem deutsche Rentner. Bar und Nightlife gibt es nicht. Nach Hanoi genau das was wir brauchen.

Ban Krut







Nachtmarkt in Ban Krut






Die 4 Nächte im Baan Grood Arcadia Resort & Spa gingen recht schnell vorbei. Eigentlich war es ein ganz entspannter Aufenthalt. Nur die Betten waren bretthart. Auch der Topper, den wir uns haben bringen lassen hat es nicht viel besser gemacht. Laut den Zugtickets, die wir uns drei Tage vorher am Bahnhof geholt hatten, sollte unser Zug 12.42 Uhr nach Hua Hin abfahren. Es sind ein paar Minuten später geworden.



Die wenigen Minuten Verspätung waren aber nicht das Problem. Unsere Sitzplätze waren relativ weit weg von der Zugtür und unser Gepäck war breiter als der Mittelgang im Zug. Als wir an den Sitzplätzen ankamen, war da kein Platz mehr für das Gepäck. Also wieder das ganze Gepäck durch den Zug geschleift. Einige Leute haben bestimmt blaue Flecken bekommen. Das Gepäck dann in der Nähe der Tür abgestellt, da wo auch anderes Gepäck eigentlich hin sollte. Dort lagen aber ein paar große Säcke. Sah aus wie der Schlafplatz vom Schaffner. Unser Gepäck hat aber noch hingepasst. Kaum war ich wieder am Sitzplatz, kamen 2 wichtig tuende Zugbegleiter und meinten, dass ich die Koffer woanders hinstellen müsste. Sie haben mir dann einen Platz hinter zwei andere Sitzplätze gezeigt. Also wieder die beiden Koffer durch das halbe Abteil geschleift. Viele Mitreisende haben schon ihr Essen bekommen. (Ja so etwas gibt es.) Hoffentlich habe ich niemanden seine Gabel zu weit in den Hals geschoben.

Wir sind nach 1,5 Stunden fast pünktlich in Hua Hin angekommen. Das war aber nicht unser Endziel. Wir wollen nach Cha Am. Der Ort liegt 20 Kilometer weiter aber wird von dem Mittagszug ignoriert. Nur mitten in der Nacht halten dort 2 Züge. Wir haben uns bei Grab, den asiatischen Uber das aber viel weiter entwickelt ist, erkundet, was die 20 Kilometer Fahrt nach Cha Am kosten würde. Haben dann aber ein Fahrzeug direkt das vor dem Bahnhof stand genommen und gezeigt was das Grab kosten würde. Haben dann auch einen guten Preis bekommen. Wahrscheinlich war es das gleiche Auto, das wir bekommen hätten wenn wir in der App gebucht hätten. Aber wir hatten das Gefühl schneller weggekommen zu sein.
Hier in Cha Am müssen wir erst mal checken was hier geht. Viel scheint es nicht zu sein. So ruhig haben wir es nicht in Erinnerung. Es ist ruhiger und weniger los als in dem kleinen Dorf Ban Krut. Vieles hat geschlossen oder ist eine Baustelle.
Und dann war da noch die Sache mit der Dreckwäsche die unbedingt in die Reinigung muss. Wir haben an der Rezeption vom Hotel gefragt, wo es eine Wäscherei gibt. Eigentlich in jedem Ort mehrere. Hier wurden wir doof angeguckt. Nach mehreren Telefonaten hat die Junge Frau von der Rezeption raus gefunden wo eine ist. Natürlich sehr weit weg. So musste ich mit einem Mopedtaxi zur Reinigung fahren. Hoffentlich finden wir morgen unsere Wäsche wieder.



Obwohl uns das Hotel selbst gefällt, ist es doch weiter abseits wie gedacht. Und was wir nicht wussten, ist, dass in Thailand die Schulferien begonnen haben. Und dieses Hotel ist bei thailändischen Familien sehr beliebt. Man fühlt sich dann irgendwie fehl am Platz.

So sind wir nach Hua Hin gezogen. Hua Hin ist ein Touri-Hotspot und es ist absolute Peak-Season wegen der Feiertage aber wir kommen auch besser nach Bangkok. Von hier aus können wir mit dem Bus nach Bangkok fahren und müssen kein teures Taxi nehmen.
Wir wollten mehr Trubel wir haben ihn bekommen. Aber es stört nicht. Es ist eine schöne Abwechslung für ne kurze Zeit.



Wir haben heute zum ersten mal bei einer der Omi‘s, die hie Schmuck verkaufen, was gekauft. Das ist eigentlich nicht unser Ding, aber die Omi war zu knuffig.


Hier noch ein paar Eindrücke aus Hua Hin






Vor Ort in Hua Hin konnte man auch nur Mini-Busse oder Taxis nach Bangkok buchen. Wir wollten aber mit dem Big-Buss fahren. Es ist günstiger und dort passt unser Gepäck und auch wir besser rein. In diesem Jahr haben wir das erste mal, neben Grab auch die Buchungsplattform 12Go benutzt. Nicht nur das alles super funktioniert hat es wird auch bedeutend günstiger. Schon allein die Fahrt zum Busbahnhof mit einem vor Ort gebuchten Taxi wäre 4x so teuer als mit Grab. In Hua Hin gibt es jetzt einen 2. neuen Busbahnhof. Der ist direkt am Flughafen. Von hier aus fahren die Busse nach Pattaya und zum Suvarnabhumi Airport in Bangkok.



Vietnam der 2. Versuch
Obwohl der Flug von Bangkok nach Ho-Chi-Minh-City nur knapp über eine Stunde geht, waren wir total fertig als wir im Hotel angekommen sind. Am schlimmsten war die Immigration. Menschenmassen über Menschenmassen. Anderthalb Stunden Wartezeit. Dann wieder der Stress mit der Taxisuche und die Fahrt zum Hotel durch den verrückten Verkehr in Saigon. Ach wie schön ruhig ist Bangkok.
Erst einmal ankommen und einen Überblick verschaffen.

Etwas ruhiger ist der Verkehr im Vergleich zu Hanoi. Es wird weniger gehupt. Aber besser über die Straße kommt man trotzdem nicht als Fußgänger. Und wenn man heil über die Straße gekommen ist, muss man aufpassen, dass man nicht auf dem Fußgängerweg von einem Moped angefahren wird.

Unser Hotel liegt nicht weit von der Party-Meile weg und direkt neben dem „besten Suppen-Laden in Vietnam“ wie der Schriftzug behauptet. Und wir müssen nur 2x um die Ecke gehen und wir sind mitten drin in der Party. Aber ehrlich gesagt, wir sind zu alt für den Scheiß.




Was macht man am Silvester-Tag? Richtig, eine Hop On Hop Off Tour durch Saigon bei 30 Grad.

Ausgestiegen sind wir nur am Independent Museum. Hat sich nicht gelohnt, aber der Eintritt war im Ticket vom Bus mit drin. Die interessanten anderen Sehenswürdigkeiten haben wir bei unserem letzten Aufenthalt hier schon gesehen. So haben wir uns bis Nachmittags durch die Stadt fahren lassen.



Hier noch ein paar Eindrücke aus Saigon










Happy New Year

Die Silvesterfeierlichkeiten wollten wir im Zentrum der Stadt in der Nähe des Flusses verbringen. Bei der Fahrt mit dem Hop On Hop Off haben wir die Bauarbeiten bei den Bühnen gesehen. Gegen 21 Uhr sind wir losgezogen und eine Stunde später waren wir froh nicht zerquetscht worden zu sein. Es schien ein vietnamesischer Superstar auf der Bühne gewesen zu sein. Der ganze Platz und die Breite Straße war mit zehntausenden oder noch mehr Menschen gefüllt und vor allem die Mädels schrieen sich die Kehle aus den Hals. Leider konnte ich diesen Wahnsinn nicht fotografisch festhalten, wir waren so in den Massen eingequetscht, dass wir uns kaum bewegen konnten.





Das ist hier sowieso üblich. Ist die Straße dicht, wird auf dem letzten Rest Fußgängerweg der noch nicht mit Mopeds vollgestellt ist weiter gefahren. Fußgänger müssen dann halt auf die Seite springen.

Nach diesem ganzen Stress haben wir uns dann entschieden, im Park vor dem Hotel mit einer Dose Bier auf das neue Jahr anzustoßen.

Vom Feuerwerk haben wir zwar nichts mitbekommen aber jedenfalls haben die Ratten mit uns gefeiert.


Ab 2. Januar 2025
Wenn man es vermeiden kann, sollte man die Fluglinie VietJet meiden. Von 3 Flügen waren 3 verspätet. Es war alles so schön geplant. 11.30 Uhr abfliegen, eine Stunde später landen, kurz ins Taxi steigen und gegen 13 Uhr im Hotel auf Phu Quoc sein. Am Vorabend noch den Online Check In getätigt um morgens nicht lange in der Warteschlange am Flughafen warten zu müssen. Am nächsten Morgen den Status vom Flug gecheckt und einen Schreck bekommen. Abflug 14.20 Uhr. Was machen? Länger im Hotel bleiben oder zum Flughafen fahren? Am Flughafen warten ist zwar nicht die bequemste Art zu warten aber die sicherste. Abflug war dann 14.50 Uhr. Kurz nach 16 Uhr saßen wir dann im Taxi. Jetzt aber schnell ins Hotel. Aber die Polizei hatte andere Pläne. Noch auf dem Flughafengelände stand eine Fahrzeugkontrolle. Die wollten uns einfach nicht an den Beach lassen. Mit 4 Stunden Verspätung haben wir dann den Strand erreicht.


Der Bai Truong oder auch Long Beach genannt, soll einer der schönsten Strände hier auf Phu Quoc sein. Aber auch der mit der besten Infrastruktur. Es ist relativ viel los, wirkt aber nicht überlaufen. Zum Jahreswechsel ist hier auch Peak-Season. Das West Life Bungalow Hotel haben wir bereits im Sommer gebucht. Es hat Super Bewertungen und wir wurden bis jetzt nicht enttäuscht.




Phu Quoc liegt in Südvietnam nahe der kambodschanischen Grenze und auch in der Nähe von Koh Chang, wo wir im März waren. Die Insel wird extrem vermarktet. Es entstehen viele große Hotelkomplexe. An der Hauptstraße ist zwar noch nicht ganz so viel Verkehr wie in Saigon aber von Autolärm und gehupe haben wir genug. Wir werden hauptsächlich in Strandnähe bleiben. Die Seitenstraße lässt einen Vibe von Thailand aufkommen. In unserer letzten Woche der Reise wollen wir den Strand und die Wärme genießen, bevor es nach Frost-Deutschland zurück geht. Deshalb werden hier nur Updates erscheinen, wenn es was zu berichten gibt. Ansonsten kommen ab und an ein paar neue Fotos.










Unten: Die Umgebung vom Hotel




Nach 3 Wochen hat Bekky endlich ihren typischen Vietnam-Kaffee bekommen. An der Straße sind wir schon 2 mal an einer kleinen Kaffeebude vorbeigekommen. Heute haben wir uns mal entschlossen dort einen Kaffee zu trinken. Der Kellner hat uns aber nicht richtig verstanden und wir bekamen einen normalen Kaffee. Bekky hat dann ein Foto von diesem speziellen Kaffee aus dem Internet raus gesucht und es dem Chef gezeigt. Wenn sie geahnt hätte was sie damit angerichtet hat. 😜 Der Chef hat sich so über unser Interesse gefreut, das er persönlich bei uns am Tisch den Kaffee zubereitet hat.


Tommy hat sich dann noch einen Cocos-Nuss-Kaffee bestellt, es kam ein erfrischender Cocos Kaffee Frappe. Und plötzlich wurde uns noch ein Eier-Kaffee auf den Tisch gestellt, welcher wirklich hervorragend war. Das Problem war, es war abends 20.30 Uhr und wir sind so viel Kaffee um die Uhrzeit nicht gewöhnt. Das erstaunlichste war aber, wir brauchten die 3 Kaffee nicht zu bezahlen. Nur die Getränke die wir davor getrunken hatten. Sehr netter Mensch.




Falls ihr euch mal die Frage stellen müsst, VietJet oder eine andere Airline, immer für die andere Airline entscheiden. Und falls es keine Option gibt, nie diese Airline buchen, wenn ihr einen Anschlussflug bekommen wollt. Das geht zu 100% schief.
4 von 4 Fügen waren bei uns verspätet. Und das richtig. Man bekommt auch keine Vorabinformation. Wir haben 24 Stunden vor Abflug den Online Check In gemacht. Und erst danach sieht man die verspätete Abflugzeit. Die dann weiter nach hinten verschoben wird. So kamen wir mit 3 Stunden Verspätung in Saigon an.

Und dann wurde es etwas skurril. Wir standen am Gepäckband und warteten auf unsere Koffer. Auf der Anzeige am Gepäckband stand in 10 Minuten kommen die Koffer. Wir warteten 30 Minuten. Die Anzeige sagte, Gepäck kommt. Weitere 20 Minuten später, das Gepäck ist vollständig auf dem Band. Nur es war keines da!? Nach weiteren Minuten kamen dann die ersten Koffer und unsere waren zum Glück mit eine der ersten.

Und dann wurde es skurriler. Wir hatten das Ibis am Airport gebucht, weil wir am nächsten Morgen gleich weiter müssen. Das Ibis ist nicht weit weg vom Flughafen. Circa 300 Meter. Wir wollten aber nicht mit den Koffer dorthin laufen wegen der vielen Bordsteinen und dem Verkehr. So haben wir den Pick Up Service in Anspruch genommen. Zum Hotel kommt man nach dem Ausgang vom Flughafen rechts herum. Wir wurden am Ausgang von einem Mitarbeiter vom Hotel abgeholt. Wir sollten ihn zu Fuß folgen. Links herum vom Ausgang. Wir liefen ca. 300 Meter zu einem Platz wo das Auto uns abholte. Das Hotel konnten wir auf der anderen Straßenseite sehen. Wir stiegen in das Auto. Es fuhr los und an der Stelle vorbei, an der wir aus dem Flughafen rausgekommen sind und wo andere Passagiere auch abgeholt wurden. Wir sind dann den Weg gefahren, den wir ohne Pick Up Service auch genommen hätten.



Guangzhou 10.01.2025
Eigentlich sind 12 Stunden für einen Zwischenstopp zu lange. Aber bei der Buchung des Fluges hatte ich eine Idee. In China kann man seit einer gewissen Zeit ohne Visa einreisen. Seit Dezember 2024 sogar 30 Tage bleiben. Bei uns sollen es nur ein paar Stunden sein. In unserem Handgepäck sind Sachen zum Wechseln und es wird ein günstiges Flughafenhotel genommen, wo man nach dem Ausflug sich duschen und umziehen kann.
Der Plan hat soweit funktioniert. Aber an eine Sache habe ich nicht gedacht. Genau zu prüfen, wie lange man in die Innenstadt vom Flughafen braucht. Ich hatte zwar was gelesen von 40 Minuten, habe das aber nicht überprüft. Mit viel Mühe und Not haben wir den Mädels von der Rezeption erklärt das wir mit einem Taxi in die Innenstadt wollen. Aber hier spricht keiner Englisch. Das meiste funktioniert mit einer Übersetzungs-App. Aber engagiert waren sie voll. Zeitweise standen mehrere Personen um uns herum und jeder wollte helfen. Als das dann geklärt war, musste ich aber prüfen, ob mein AliPay funktioniert. Hier in China zahlt man fast alles mit AliPay oder WeChat. Das AliPay hatte ich in Deutschland schon eingerichtet aber ich konnte es nicht testen. In einem Laden im Hotel eine Dose Cola gekauft und von der Verkäuferin habe ich mir zeigen lassen, wie das funktioniert. Hat super funktioniert. Fast so gut wie mit ApplePay.
Hoffentlich funktioniert das auch im Taxi, die Cola hätte man zurück geben können aber nach der Taxifahrt bringt es nichts, wenn der Fahrer uns einfach wieder zurück fährt. Mut zum Risiko und das Taxi geordert. Dann habe ich erst auf Apple Karten geprüft (Google Maps funktioniert hier nicht) wie lange die Fahrt dauert. 1,5 Stunden wurde angezeigt. Was ich absolut nicht bedacht habe, es ist Freitag Mittag. Auch in China die denkbar schlechteste Zeit für die Autobahn. Es sind circa 35 Kilometer zum Canton Tower. Der ist das Wahrzeichen hier und über 600 Meter hoch. Aber was soll man machen. Deswegen sind wir hier. Schief gehen darf dann aber nichts. Um 15 Uhr waren wir dann am Tower. Wir haben mit dem Fahrer ausgemacht, dass er uns am gleichen Ort um 16.30 Uhr wieder abholt. Das Bezahlen hat super funktioniert. Hoffentlich kommt er auch. Spoiler, er kam.

Jetzt hofften wir, das man keine Wartezeiten für den Tower hat. Und wieder Glück gehabt. Wir haben die Tickets für die Aussichtsplattform gekauft (hier hat ApplePay funktioniert) und sind auf 433 Meter hoch gefahren. Für den Ticketkauf benötigt man für jede Person den Reisepass und nach diesem wird auch verlangt, wenn man durch die Sicherheitskontrolle geht. Ein Ticket für die höheren Ebenen wäre interessant gewesen wenn man mehr Zeit hätte. Denn es gibt einige Attraktionen oben, wie mit Gondeln um den Turm fahren, klettern an der Fassade oder ein Free Fall. Der Rundblick musste uns reichen.








Das Licht ging langsam weg und wir mussten auch zum Pick Up Platz gehen. Der war relativ leicht zu finden. Es war vor dem MacDonald. Auf der Rückfahrt war noch mehr Stau. Um 18 Uhr waren wir am Hotel. Dann ein paar Schrecksekunden. Als ich mit AliPay bezahlen wollte, forderte die Bank eine Security-Bestätigung an. Ich die Bank-App geöffnet und gewartet. Kam zuerst nichts. Schon leichte panische Gedanken bekommen. Eine andere Zahlungsmöglichkeit hatte ich nicht. Doch dann ging die Zahlung durch. Puh 😮💨.
Und hier kommt das Thema SIM-Karte ins Spiel. Die wird zwingend benötigt. Am besten eine E-SIM aus Hongkong oder Singapur die auch in China funktioniert. Da hat man weniger Einschränkungen. Wir hatten eine aus Singapur. Bei uns hat Facebook funktioniert. Die Google Dienste aber nicht. Ein VPN soll inzwischen nicht mehr viel bringen habe ich gehört.
Im Hotel konnten wir in der Kantine der Angestellten und für Flugzeugbesatzung günstig zu Abend essen.


Die Ausreise aus China war schwieriger als die Einreise. Beim reingehen in das Flughafengebäude streicht ein Mädel mit einem Teststreifen jeden an einer Stelle über den Körper. Der Eingangsbereich ist aber noch versperrt. Nach ungefähr 10 Leuten wird der Streifen dann auf Drogen geprüft. Erst wenn der negativ ist, dürfen die 10 Leute weiter gehen.
Da unser Gepäck in Saigon bis nach Frankfurt durchgecheckt wurde, konnten wir gleich zur Security Kontrolle gehen. Vor der Security saß eine Passkontrolle. Wir haben uns gewundert, warum wir keinen Ausreisestempel bekommen haben. Nach der Security Kontrolle kam dann nochmals eine Passkontrolle und bei der haben wir den Ausreisestempel bekommen.
Wir hoffen, dass der Rückflug genauso gut verläuft wie der Hinflug. Falls nichts mehr wichtiges passiert, ist das der Schluss von diesem Bericht. Der ist ja auch etwas länger als sonst geworden.
Wir lesen uns wieder.
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