2024 Lanzarote

Ich habe lange überlegt, überhaupt was auf dieser Seite über unseren Urlaub zu schreiben. Wir machen 10 Tage All Inclusive Urlaub auf Lanzarote.

Aber es sind neue Erfahrungen die wir machen und wir wollen checken, ob sich die kanarischen Inseln auch für individuelles Reisen eignen. Kürzere Flugzeiten sind schon ein großer Vorteil dieser Inseln. Man wird ja nicht jünger. Einige werden einwerfen, dass man dies in einem All Inclusive Hotel nicht unbedingt rausfinden kann. Aber wir haben in dieser Woche einen besonderen Jahrestag. So gönnen wir uns für ein paar Tage ein gutes Hotel und werden später ein Auto mieten um die Insel zu erkunden. Doch die ersten Tage ist Zweisamkeit angesagt.

Das Video in voller Länge

Der Hinflug hat sich für uns aber länger angefühlt als ein Flug nach Bangkok. Die 4 Stunden wollten einfach nicht vorbei gehen. Die frühe Uhrzeit hat bestimmt einiges dazu beigetragen. Der Flug ist morgens um 6.30 Uhr von Frankfurt aus gestartet. Deshalb haben wir wieder am Flughafen übernachtet. Trotzdem war die Nacht um 3.30 Uhr vorbei.

9.45 Uhr Ortszeit waren wir schon auf Lanzarote und kurz nach 11 Uhr schon im Hotel. Natürlich konnten wir noch nicht ins Zimmer und mussten bis nach dem Mittagessen warten. Zum Anfang kam uns alles sehr chaotisch vor und wir haben uns schon gefragt, wo wir hier gelandet sind. Doch nach dem Essen, dem Zimmer beziehen und ein wenig am Pool relaxen, haben wir gemerkt, dass es ganz angenehm hier ist.

Blick vom Zimmer
Playa Flamingo

08.09.1999 + 25

Wir haben das richtige Hotel für unseren 25. Hochzeitstag ausgesucht. Das H10 Timanfaya Palace ist ein Adult Only Hotel, das auch All Inclusive anbietet.

Hier ist es recht angenehm. Mehr älteres Publikum, es ist relativ ruhig. Das Essen ist sehr gut. Wir haben noch nie ein Hotel gesehen, das ein besseres Buffet- Essen hat, als man im A la Carte Restaurant bekommt. Wir waren vom A la Carte Restaurant enttäuscht, obwohl es gute Kritiken hat. Am Buffet gibt es mittags und abends immer Fisch in mehreren Varianten und verschiedene Salate. Das ist natürlich ganz nach unserem Geschmack.

10.09.2024

So schön faul und bequem das All Inclusive Leben auch sein kann wir wollen auch was sehen von der Insel. Auch wenn es nur wenige Highlights auf Lanzarote gibt. Zwei Tage dürften für eine Inselerkundung mit dem Mietwagen ausreichend sein. Wir haben einen Opel Corsa mit Automatik für 50€ am Tag gemietet. Pünktlich um 9 Uhr wurde uns das Auto ans Hotel gebracht. Da wir uns im Süden von Lanzarote befinden, macht es Sinn, zum weitesten entfernten Punkt, im Norden zu fahren und von dort aus sich nach Süden runter zu arbeiten.

Ins Navi haben wir die Cueva de los Verdes eingegeben. Das sind Höhlen, die durch Lava entstanden sind und sind circa 70 km entfernt. Auf etwas mehr als halber Strecke ist uns ein Schild mit der Aufschrift Jardin de Cactus aufgefallen. Kaktusgarten hört sich interessant an, also haben wir dort unseren ersten Stopp eingelegt. Die 8€ Eintritt haben sich gelohnt.

Circa 45 Minuten bis eine Stunde kann man für den Kaktusgarten einplanen.

Nach weiteren 20 Minuten Fahrzeit sind wir am eigentlichen Ziel, den Cueva de los Verdes angekommen. Dort wurde uns mitgeteilt, dass man für eine Besichtigung einen Termin Online machen müsste. OK, die Info hatten wir vorher nicht. Bekky hat gleich die nächsten Termine geprüft. In 1,5 Stunden wäre noch ein Termin frei. Aber solange warten wollten wir nicht. So sind wir weiter zum nächsten Ziel, dem Mirador del Rio gefahren. Das ist ein Aussichtspunkt über das Meer zur Nachbarinsel La Graciosa. War ganz nett aber 8€ für ein paar Minuten gucken ist zu teuer. 200 Meter entfernt an der Straße hat man einen ähnlichen Blick, kostenlos.

Während einer kurzen Pause haben wir unsere Tour neu gestaltet. Zu den Höhlen fahren wir morgen. Jetzt wollen wir in Richtung Mitte der Insel fahren und unterwegs zu Mittag essen. Das Örtchen Haria eignet sich hervorragend dafür.

Tommy ißt die Ziege

Frisch gestärkt wollen wir in den Nationalpark Timanfaya fahren. Dort kann man die Auswirkungen des letzten Vulkanausbruchs vor circa 300 Jahren betrachten. Unser Navi erklärt uns aber, dass wir kurz vor Schließung ankommen werden. Die machen scheinbar um 16 Uhr zu. Wieder Planänderung. Wir fahren zu den größten Touri-Hotspott auf der Insel. Puerto del Carmen. Gut das wir dort kein Hotel gebucht haben. Alles sehr eng bebaut und ohne Flair. Die Strände sehen teilweise nicht schlecht aus aber das hinter dem Strand gefällt uns nicht.

Obwohl die Insel relativ klein ist benötigt man viel Zeit um von einem Ort zum anderen zu kommen. Die vorgegebene Geschwindigkeit ist recht gering meistens fährt man Plus Minus 50kmh. So haben wir weniger gesehen als geplant, aber die meisten Punkte die wir uns rausgesucht haben waren nur mit längeren Wanderungen zu erreichen und die Landschaft wiederholt sich. Überall Berge/Vulkane und ne Menge Vulkangeröll.

So sieht es fast überall aus
So wird Wein und anderes Obst und Gemüse angebaut. Die halbrunden Steinmauern schützen vor dem kräftigen Wind.

11.09.2024

Für heute haben wir uns 4 Ziele vorgenommen. Natürlich zuerst zu den Höhlen. Wir haben 10.30 Uhr den Termin. Es gibt nur geführte Touren mit circa 20 Personen. Die Tour wird in spanisch und englisch abgehalten.

Anschließend ging es zu dem Timanfaya Nationalpark. Auf der Website stand, dass man keine Tickets mit Termine wegen zu hoher nachfrage kaufen kann. Also sind wir direkt zum Eingang gefahren. Dort standen nur 2 Autos vor uns. Wir haben 2 Tickets für je 20€ gekauft und wurden durch gelassen. Doch nach wenigen 100 Metern war Stau.

Nach kurzer Zeit sah es hinter uns auch nicht besser aus.

Über eine Stunde mussten wir warten um auf dem Parkplatz zu gelangen.

Wenn man es geschafft hat, steigt man in einen Bus, der einen und viele andere Menschen auch, durch die Kraterlandschaft fährt. Viel hat man durch die Busfenster nicht gesehen. Anschließend wird einem vorgeführt, das man auf einem aktiven Vulkan steht.

Hier wird über dem Vulkan gegrillt

Nächster Stopp, Las Grietas. Das sind kleine schmale Canyon, an die man vorbei fährt, wenn man nicht weiß wo sie sich befinden. Das Navi sagte „Sie haben ihr Ziel erreicht “. Wir haben aber nichts gesehen. Noch einmal auf Google Maps geschaut. An der Straße ist ein kleiner wilder Parkplatz. Von dort aus führt ein kleiner Pfad den Berg entlang bis man plötzlich vor einem unscheinbaren Spalt im Felsen steht.

Nee, nicht der Weg in der Mitte. Links geht es rein.
Man zwängt sich so 50 Meter durch und dann klettert man am anderen Ende hoch. Es gibt noch weitere Canyon aber die sind eher für Leute die besser klettern können.

Uns wurde der Ort El Golfo empfohlen. Dies ist ein kleines Dorf an der Küste. Dort soll man sehr gut Fisch und Meeresfrüchte essen können. Wir waren etwas enttäuscht vom Ort und dem Essen. Bekky hatte Muscheln und Tommy einen gegrillten Fisch. Ich weiß nicht, ob wir von Thailand und Italien verwöhnt sind oder der Koch nur einen schlechten Tag hatte. Preis/Leistung hat nicht gestimmt. Laut Bewertungen auf Google, waren wir im Besten Restaurant.

Etwas klein die Portion für 16€, was etwa 1€ pro Muschel ist. In Italien hat sie für den Preis mehr als das Doppelte bekommen.
Der Fisch war für 22€ von der Menge OK. Nur Geschmack hat gefehlt.

Das soll es auch mit dem erkunden der Insel gewesen sein. Wir wollen uns die letzten Tage noch ein wenig die Sonne auf den Pelz brennen lassen.

Im großen und ganzen sind wir von der Insel aber positiv überrascht. Für ein paar Tage Urlaub ist es ganz OK. Was störend sein kann ist der Wind, der an manchen Tagen recht stark weht. Selbst am Pool weht der Wind feinen Sand in jede Ritze. Auch ist die Insel nicht gerade gesegnet mit optischen Highlights, sodass es sich nicht lohnt öfters herzukommen.

Heute, am letzten ganzen Tag vor der Rückreise, fehlte der Wind zum ersten mal. Und das war auch das erste mal, dass wir Mücken morgens beim Kaffee trinken auf dem Balkon hatten. So hatte der Wind auch was gutes. Was auch sehr merkwürdig ist, es ist fas still hier. Obwohl das Hotel direkt am Meer liegt, hört man keine Wellen. Auch Tiergeräusche, fehlen fast komplett.

Zum Schluss noch ein Update zum Hotel. Obwohl es ein Adult Only Hotel ist, sollte man doch nicht allzu jung sein. 90% der Gäste sind englische Rentner. Trotzdem war es das beste All Inclusive Hotel in das wir waren. Es waren zwar nicht so viele, aber egal. Leider wiederholt sich das Essen zu stark und es schmeckt teilweise auch gleich. Und das Frühstück ist jeden Tag das gleiche, wenn auch reichlich. Das Angebot an der Bar ist hervorragend, aber jeden Abend dort sitzen? Das Hotel liegt etwas außerhalb und hat nur wenige gastronomische Einrichtungen in der Nähe. Und die Getränke im Hotel sind durch AI bezahlt.

Lange Rede kurzer Sinn. Das Hotel ist super aber länger als eine Woche würden wir nicht (mehr) herkommen.

Wir lesen uns wieder.