2025 – Kreta

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Wenn es mal wieder auf Reisen geht, hat Stuttgart als Abflughafen für uns aus der Heilbronner Ecke schon mal einen unschlagbaren Vorteil: die erfreulich kurze Anreise. Kein stundenlanges Autobahn-Abenteuer, bevor das eigentliche Abenteuer überhaupt beginnt. Und angenehm überschaubar ist der Stuttgarter Flughafen obendrein – da verläuft man sich nicht gleich auf dem Weg zum Gate, was ja auch schon mal Gold wert ist. Unser Flieger nach Kreta soll am Samstagmorgen um 6 Uhr abheben. Praktischerweise liegt das Wyndham Hotel quasi direkt gegenüber dem Terminal, keine fünf Minuten Fußweg. Da ist die Entscheidung, die ohnehin kurze Nacht dort zu verbringen, schnell getroffen.
Als Bonus obendrauf kommen dann noch die 15 Tage Parkmöglichkeit direkt am Hotel und der nicht zu verachtende Luxus des Vorabend-Check-Ins. So kann man den Koffer schon mal loswerden und am nächsten Morgen ganz entspannt rüberschlendern. Ein Plan, der fast schon zu gut klingt, um wahr zu sein.

Im Hotelzimmer ein kleiner Schock. In den Nachrichten wird berichtet, das die meisten Flüge an diesem Tag nach Kreta nicht auf den Flughafen Heraklion wegen eines Sturms landen konnten. Sie wurden nach Athen umgeleitet. Laut Wetterbericht soll der Sturm am Samstag aber wieder vorbei sein. Hoffen wir mal.

Der Wecker und der Hotel Weckservice melden sich fast gleichzeitig. Sicher ist sicher. Flightradar24 meldet keine Störungen. Kurz frisch machen und im Halbschlaf zum Flughafen gehen. Gestern haben wir beim Vorabend-Check In den Tipp bekommen am Terminal 1 durch die Sicherheitskontrolle zu gehen. Dort soll es neue Scanner geben bei denen es viel schneller geht. Und wirklich. Man musste nichts aus dem Handgepäck auspacken. Einfach die Tasche in den Behälter legen, Hosentasche leeren und durch den Bodyscanner gehen. Fertig.

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Der Flug war pünktlich und wir landeten 9.30 Uhr Ortszeit auf Kreta. Die Koffer waren auch schnell da. Also nur noch das Auto abholen. Habe ich „nur noch“ geschrieben? 😤 Es war ein Chaos. Viel zu viele Autos auf einem viel zu kleinen Platz von vollkommen überlasteten Mitarbeiter mussten verwaltet werden. Autos kamen an, andere wollten vom Platz fahren. Es war ein hin und her rangieren. Als wir aufgerufen wurden, wurde mir schon Angst und Bange. Wir hatten ein SUV gebucht. Alle anderen hatten Kleinwagen. Wie sollen wir da raus kommen? Wir liefen dem Angestellten hinterher und sahen dass unser Auto direkt an der Ausfahrt stand.

Mit Google Maps waren wir auch schnell auf der „Autobahn“ Richtung Süden. Für die ersten 3 Tage haben wir uns ein Zimmer im Südosten der Insel gebucht. Von dort aus wollen wir uns in den Nordwesten der Insel durch arbeiten. Die ersten 80 Kilometer bis zum Hotel waren schnell geschafft.

Angekommen

18. Mai

Myrtos (oft auch Mirtos geschrieben) ist ein charmantes Küstendorf an der Südküste der griechischen Insel Kreta, im Regionalbezirk Lasithi, etwa 15 km westlich von Ierapetra. Es ist bekannt für seine entspannte Atmosphäre, den Kiesstrand mit kristallklarem Wasser und seine traditionelle kretische Gastfreundschaft.
Das Dorf profitiert von einem subtropischen Mikroklima, geschützt durch das Dikti-Gebirge, was ihm durchschnittlich 320 Sonnentage im Jahr beschert und es zu einem beliebten Ziel für Sonnenanbeter macht. Myrtos ist nicht primär für den Massentourismus entwickelt worden, sondern hat sich seinen authentischen Charakter bewahrt, indem viele Einheimische Zimmer vermieten und das Dorfleben am Meer entlang der Promenade stattfindet.
Neben dem schönen Strand bietet Myrtos auch die Möglichkeit, minoische Ausgrabungsstätten wie Fournou Korifi und Pyrgos zu besichtigen. Es ist ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen und Erkundungen des weniger touristischen Ost- und Südostens Kretas.

Der Sturm vom Freitag im Norden, hat auch hier im Süden seine Spuren hinterlassen, was unseren Plan durcheinander gebracht hat. Eigentlich wollten wir am ersten Tag etwas Sonne tanken und am Beach liegen. Mit der Sonne hätte funktioniert aber etwas kühl war es. Also wird der 2. Tag vorgezogen. Wie schauen uns die Gegend an. Es soll ein paar Bergdörfer geben. ChatGPT war bei der Routenplanung eine gute Hilfe. Er hat sogar eine Route auf Google Maps erstellt. Die haben wir zwar nicht genutzt, da wir die Route Stückweise ins Navi eingegeben haben aber möglich wäre die Tour von ChatGPT gewesen.

Bergdorf

In Bildern kann man die Landschaft nicht festhalten. Die Kulisse kommt auf einen Foto nicht rüber.

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Males circa 550 Meter hoch

Anschließend wollten wir nach Selakano. Dies soll ein ruhiger Ort in den Bergen mit einem der wichtigsten und größten Pinienwald-Ökosysteme Kretas und des gesamten Mittelmeerraums sein. Selakano ist das produktivste Zentrum für Bienenzucht auf Kreta. Der hier produzierte Pinienhonig ist bekannt für seinen besonderen Geschmack und seine hohe Qualität.

Hört sich gut an aber…

Der Weg sah nicht vertrauenswürdig aus. Auf dem Foto sieht man es nicht, aber die Straße war voller Geröll und Schlaglöcher. Wir wollten mit unserem Mietwagen nicht weiter fahren. Auch wenn jemand an einer ungünstigen Stelle von oben gekommen wäre, hätte man ein langes Stück rückwärts fahren müssen. Es hat gerade mal ein Auto auf der Straße platz gehabt.

An dieser Stelle konnten wir wenden.

Die Straßen sind aber im Großen und Ganzen gut befahrbar. An manchen Stellen etwas eng und einige Kurven kann man nicht einsehen aber es passt. Es macht sogar Spaß durch die Berge und Täler zu fahren.

So sind wir noch eine Weile durch die Berge gecruist und sind nach einer kurzen Mittagspause wieder Richtung Meer gefahren.

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Mittagspause

Eigentlich wollten wir nicht in die Hafenstadt Ierapetra weil diese laut Reiseführer nicht unbedingt zu den schönsten Orten auf Kreta gehört. Aber wir wollten auch nicht zu früh im Hotel zurück sein. So durfte die Stadt sich doch über einen Besuch von uns freuen. Am Hafen gibt es ein kleines venezianisches Fort. Das kann man ja mal angucken. Die 15 Kilometer Umweg stören nicht. Und wir wollen uns ja auch unsere eigene Meinung bilden.

Ich habe irgendwie vergessen, das Fort von außen zu fotografieren 😳
Aber in wenigen Minuten ist man eh durch.
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Ierapetra

19.05.2025

Die Strecke von Myrtos, das an der Südküste liegt, nach Agios Nikolaos an der Nordküste, ist nur 45 Kilometer lang. Diese Stadt stand eigentlich nicht auf unserer Route. Aber laut Reiseführer soll sich ein Besuch lohnen. Vom Wetter her wäre ein Tag am Pool oder Strand möglich gewesen. Aber das Auto stand vor der Tür und wollte bewegt werden.

Gegen 10 Uhr sind wir gestartet und waren kurz nach 11 Uhr in Agios Nikolaos. Wobei wir vermutlich von Google Maps durch irgendwelche Nebenstraßen geführt wurden. Durch solche engen Gassen und verkehrsberuhigte Straßen kann der Hauptweg zum Hafen nicht führen. Am kostenlosen Parkplatz angekommen ist gerade vor uns ein Parkplatz frei geworden. Puh Glück gehabt, noch eine Runde durch die wuselige Stadt wäre zu stressig.

Die Innenstadt, rund um den Hafen und den angrenzenden See ist schon nett anzuschauen. Man darf aber keine 2 Straßen weiter in die Stadt gehen.

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Lila Bäume hatten wir bis dato nicht gesehen

Aus Mangel an Attraktionen sind wir dann mit der Bimmelbahn zum Olivenöl Tasting gefahren.

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War ganz Interessant aber die Fahrt lief nur darauf hinaus etwas im Store zu kaufen. Hat mehr oder weniger funktioniert.

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Zurück in die Innenstadt noch einen Happen gegessen, bevor wir über das Bergdorf Kritsa zurück zum Hotel fahren wollten.

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Leider haben wir in dem Dorf keinen Parkplatz mehr bekommen. Es schienen Unmengen Menschenmassen dort zu sein. Schon mindestens einen Kilometer vor dem Dorf und noch ewig dahinter standen die Autos dicht an dicht. Unsere Rückfahrt führte uns zum Ausgleich über leere Nebenstraßen durch das Gebirge an schönen Ausblicken vorbei.

Leider waren die Straßen zu eng um für ein Fotoshooting anzuhalten.

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Zum Abendessen am Strand gab es dann Schnecken für Bekky. Tommy hat was „normales “gegessen. Und ob wir wollten oder nicht, reichlich Raki. Wir haben gelernt, dass, wenn man den Raki der nach dem Essen serviert wird ablehnt, der Gastwirt beleidigt ist. Aber 2 Karaffen, deren Inhalt 10 Kurze entspricht, war dann doch zu viel.

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Schon ein paar Raki vernichtet

20.05.2025

Matala auf Kreta ist bekannt für seine einzigartigen Höhlen, deren Geschichte weit zurückreicht. Schon in der Jungsteinzeit wurden diese Höhlen in das weiche Gestein gegraben und dienten den Menschen als Wohnhöhlen und Schutzräume.
Später, in der minoischen und römischen Zeit, wurden sie als Grabstätten genutzt. Die Höhlen sind heute weltberühmt durch die Hippie-Bewegung der 1960er und 70er Jahre, als viele Aussteiger und Blumenkinder dort lebten und eine freie Lebensweise pflegten.
Heute stehen die Höhlen unter Denkmalschutz und können gegen einen geringen Eintritt besichtigt werden, aber das Übernachten ist nicht mehr erlaubt.

Die Straße nach Matala ist größtenteils gut befahrbar. Nach knappen 2 Stunden Fahrt sind wir im Hotel Fragiskos angekommen. Obwohl erst 15 Uhr Check In Zeit ist, konnten wir gleich unser Zimmer beziehen. Erst einmal zu Mittag essen und danach am Pool ausruhen. Tagsüber sind nämlich viele Tagestouristen im Ort und man kann das Highlight des Ortes, die Wohnhöhlen der Urmenschen und Hippies nicht in Ruhe besichtigen.

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Was wir uns fragen, ist, wie die Hippies zu ihren Wohnhöhlen hingekommen sind. Wir die nüchtern und nicht bekifft sind, hatten Mühe die untersten Höhlen zu erreichen. Wie sind die voll stoned nach oben gekommen? Und haben die sich nicht jedes mal den Kopf gestoßen? Wir werden es wohl nie erfahren.

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Lebendig zurück

Der Ort selbst ist für ein oder zwei Tage mal ganz nett. Zum durchschlendern, besonders am Abend kann man sich wohl fühlen und gemütlich beisammen sitzen. Aber für länger eher langweilig.

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21.05.2025

Für die 200 Kilometer von Matala nach Paleochora benötigt man , wenn man keinen Stopp einlegt, 3,5 Stunden. Wir haben 2 Stopps eingelegt. Ein kurzer um einen Strand zwischen Rethymnon und Chania auszuchecken.

Der Strand war OK, aber leider ohne Hotel fußläufig in der Nähe.

Und einem 2. Stopp zum Mittagessen. Da haben wir zufällig ein scheinbar bekanntes Restaurant hier auf Kreta entdeckt.

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„Elaias Thea“ ist ein hochgelobtes Familienrestaurant auf Kreta, bekannt für seine atemberaubende Aussicht über Olivenhaine und Berge. Es serviert authentische kretische Küche mit frischen, lokalen Zutaten, darunter selbstgebackenes Brot und Spezialitäten wie Antikristo. Die Familie Goumenakis betreibt das Restaurant und produziert auch ihr eigenes, preisgekröntes Olivenöl.

Die Aussicht war wirklich super und das selbst gemachte Brot auch aber das Essen war, wie eigentlich überall auf Kreta viel zu schwer. Viel Fleisch, viel Fett, viel Sahne und viel Käse.

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Nach Paleochora fahren wir, weil wir im Reiseführer und auch von anderen Reisenden erfahren haben, dass dieser Ort interessant sein soll.

Paleochora ist ein charmanter Küstenort im Südwesten Kretas, bekannt für seine entspannte Atmosphäre und schönen Strände. Auf einer Halbinsel gelegen, bietet es sowohl einen weitläufigen Sandstrand (Pachia Ammos) im Westen als auch einen Kieselstrand (Chalikia Beach) im Osten, beide mit der „Blauen Flagge“ ausgezeichnet. Der Ort ist ein beliebter Anlaufpunkt für Individualreisende und Familien und dient als idealer Ausgangspunkt für Wanderungen (z.B. auf dem Europäischen Wanderweg E4) sowie Bootsausflüge zu nahegelegenen Stränden wie Elafonissi oder zur Insel Gavdos. Paleochora ist zwar touristisch entwickelt, hat sich aber seinen ursprünglichen Charakter bewahrt und bietet zahlreiche Tavernen und Cafés entlang der Uferpromenade.

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22.05.2025

Heute Morgen sind wir durch ein leichtes wackeln des Bettes wach geworden. Wie sich später herausgestellte, gab es nördlich von Kreta ein Erdbeben. Hier im Süden war es kaum zu spüren.

Heute fahren wir nach Elafonisi. Für die knapp 50 Kilometer benötigt man über eine Stunde. Die Straße von Paleochora zum Elafonisi Beach ist Kurvenreich. Sie schlängelt sie sich durch karge, doch atemberaubende Landschaften, vorbei an Olivenhainen und kleinen Bergdörfern, wo die Zeit stillzustehen scheint. Jeder Kilometer enthüllt neue Perspektiven auf das tiefblaue Meer und die zerklüftete Küste. Mit jedem überwundenen Pass steigt die Vorfreude auf das smaragdgrüne Wasser und den rosafarbenen Sand, die am Ende der Fahrt warten.

Der Elafonisi Beach ist ein bekannter Lagunenstrand im Südwesten Kretas. Er ist berühmt für seinen einzigartigen rosa Sand und das kristallklare, türkisfarbene Wasser, das oft sehr flach ist. Der Strand ist Teil eines Naturschutzgebietes und beherbergt seltene Pflanzen- und Tierarten. Bei niedrigem Wasserstand kann man oft zu Fuß zu einer kleinen Insel namens Elafonisi waten.
Der rosa Sand entsteht durch winzige Partikel von zerbrochenen Muscheln und Korallen, die sich mit dem normalen weißen Sand vermischen. Insbesondere tragen auch mikroskopisch kleine marine Organismen namens Foraminiferen mit ihrer roten und pinken Färbung zu dem einzigartigen Farbspektrum bei, wenn ihre Schalen zerfallen. Die Intensität des Rosa kann je nach Lichtverhältnissen, Wetter und dem spezifischen Bereich des Strandes variieren.

Nicht an jeder Stelle sieht der Sand so Rosa aus.
Vom Parkplatz muss man noch mehrere 100 Meter gehen
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Zum krönenden Abschluss gab es Abends noch die Ziege.

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Bekky bekam nichts 😜

Abendspaziergang

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23.05.2025

Es geht an die Nordküste. Chania heißt das Ziel.

Chania ist eine malerische Hafenstadt im Westen Kretas, bekannt für ihre venezianische Altstadt mit ihren Boutiquen, Tavernen und versteckten Innenhöfen die zu einem Bummel einladen, der sich anfühlt wie eine Reise durch die Jahrhunderte. Hier pulsiert das kretische Leben – authentisch, herzlich und unwiderstehlich lecker. Chania ist nicht nur ein Ort zum Sehen, sondern zum Erleben, Riechen und Schmecken!

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Der venezianische Hafen mit seinem Leuchtturm ist das Herz der Stadt und bietet zahlreiche Tavernen mit Blick aufs Meer. Chania verbindet Geschichte, mediterranes Lebensgefühl und kretische Gastfreundschaft.

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Jetzt noch ein bisschen Nerdwissen.

Beim schlendern am Hafen entlang kam uns eine schwarze Staats-Limousine entgegen, die eine australische Flagge an der Motorhaube hatte, gefolgt von weiteren dunklen Limousinen in den schwarz gekleidete Männer mit Sonnenbrillen saßen. Ich habe natürlich gleich recherchiert, hier das Ergebnis.

Heute, am 23. Mai 2025, gab es eine Veranstaltungen zum 84. Jahrestag der Schlacht um Kreta an der auch neuseeländische und australische Truppen beteiligt waren. Um 11:00 Uhr in der Firka-Festung Chania gab es eine „Offizielle Flaggenhissung von Vertretern der offiziellen Behörden Neuseelands und Australien.

Die Schlacht um Kreta im Mai 1941 war eine entscheidende Episode des Zweiten Weltkriegs, an der Truppen aus Großbritannien, Australien, Neuseeland und Griechenland beteiligt waren, die sich den deutschen Invasionstruppen entgegenstellten. Insbesondere die ANZAC-Truppen (Australian and New Zealand Army Corps) spielten eine bedeutende Rolle.

Abendliche Impressionen

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24.05.2025

Ab heute sind 3 Tage Ruhe am Meer eingeplant. Wir haben einen günstigen Bungalow unweit eines Strandes zwischen Chania und Rethymnon gebucht. Bis wir den Bungalow beziehen konnten mussten wir 2-3 Stunden überbrücken. Auf Google Maps nachgeschaut was es interessantes in der Nähe gibt. Da ist uns der Botanical Park & Gardens Of Crete ins Auge gefallen. Eine halbe Stunde mit dem Auto hinfahren, dann gemütlich durch den Park schlendern und dann noch eine Stunde zu der Unterkunft fahren. Hört sich nach einem guten Plan an. Wir haben aber die Rechnung ohne den botanischen Garten gemacht.

Hier erst einmal ein paar Fakten zum Garten:

Der Botanische Park & Garten Kretas, nur eine kurze Fahrt von Chania entfernt, bietet eine beeindruckende Sammlung von Pflanzen aus aller Welt. Nach einem verheerenden Waldbrand im Jahr 2003 wiederaufgebaut, ist er heute ein lebendiges Beispiel für die Widerstandsfähigkeit der Natur und menschlichen Engagements. Besucher können hier durch verschiedene thematische Bereiche spazieren, darunter Obstgärten, Kräutergärten und Bereiche mit tropischen Pflanzen, die die Vielfalt der Flora Kretas und darüber hinaus zeigen. Ein Besuch lohnt sich für alle, die eine Auszeit im Grünen suchen und mehr über die botanische Welt erfahren möchten.

Ließt sich ja nicht schlecht an. Als wir angekommen sind haben wir uns die Tickets für je 8€ gekauft. Die Verkäuferin gab uns einen Plan und meinte, für die Runde durch den Park benötigt man 2,5 Stunden. What? Ich sah auf den Plan und bemerkte, das es auch eine kleinere Runde geben musste. Ich fragte danach und sie meinte ja, die geht 1,5 Stunden. Ok, wir gucken uns ja nicht jede Blüte einzeln an. Wird schon klappen. Wir können auch etwas später am Bungalow ankommen.

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Was uns nicht gesagt wurde ist, dass dies kein gemütliches Schlendern wird. Der Garten liegt an einem Berghang. Es geht ständig hoch und runter und das auf naturnahen Pfaden.

Das sind die besseren Wege. Die schlimmsten Wege habe ich nicht fotografiert wegen der Sicherheit.
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Und hatte ich schon erwähnt, dass heute der heißeste Tag ist. Heute Morgen ging es schlagartig auf 37 Grad rauf. Selbst hier oben in den Bergen. Zum Anfang haben wir uns noch einen großen Teil der Pflanzen angeschaut. Aber es wurde immer anstrengender und man musste arg auf dem Weg achten, um nicht auf dem losen Geröll auszurutschen. So haben wir nur noch interessante Pflanzen angeschaut und sind auf dem schnellsten Weg zum Ausgang gegangen. Wenn wir vorher gewusst hätten, was uns bevorsteht, hätten wir uns was zu trinken mitgenommen. Nach 50 Minuten sind wir sichtlich erschöpft am Parkplatz angekommen. Ein paar andere Deutsche kamen uns entgegen und haben gesehen wie wir aussahen. Nach ein paar Infos von uns zu dem Park, sind die wieder zurück zum Auto gegangen.

Der Weg zum Parkplatz ist auch sehr steil. Wir sind zu alt für den Scheiß.

Oben rechts in der Ecke die Temperatur

Wir kamen dann auch pünktlich zur vereinbarten Zeit am Bungalow an.

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Blick von der Terrasse

Aber nicht genug damit, dass heute 37 Grad herrschen. Heute ist auch noch ein sehr starker Sturm. Es ist schon ein verrücktes Wetter. Die Sonne brennt so stark, das es schmerzt auf der Haut. Gleichzeitig weht ein so starker Wind, das die Vordächer der Restaurants und des Supermarktes wackeln und laut scheppern. Gut das unsere Veranda im Schatten liegt. Und das sogar im doppelten Sinne. Sonnen- und Windschatten.

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25.05.2025

Der Wind, der sich gestern Abend gelegt hatte, ist in der Nacht stärker zurückgekommen. Leider hat sich die Wettervorhersage auch geändert. Der starke Wind soll den ganzen Tag anhalten. Das heißt auch, wir sitzen fest im Bungalow. Der Strand hat geschlossen. Groß rumlaufen und was angucken ist nicht ratsam, da doch vereinzelt Dinge durch die Luft fliegen können. Aber wir können froh sein, dass wir den Bungalow haben, an dem wir geschützt draußen sitzen können.

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Mit dem Wind kam der Saharastaub. Und dann kam der Regen. 😱

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Der Tag danach.

26.05.2025

Irgendwie fühlen wir uns verarscht. Drei Tage haben wir geplant für alle Fünfe gerade sein lassen. Bungalow in Strandnähe, Tavernen und nix tun. Der erste Tag hatte 37 Grad mit extrem burning Sonne, sodass wir verbrannt wären wie Vampire im Sonnenlicht. Und so ein starker Sturm dabei das wir fast weggeflogen wären. Der zweite Tag nicht ganz so heiß, nur 30 Grad aber vormittags wieder der Sturm und am Nachmittag der Blutregen. Der dritte Tag (heute) dann mit 17 Grad und kaltem Wind.

Um etwas zu unternehmen sind wir dann in die Stadt gefahren, deren Namen man nicht aussprechen kann. Rethymno.

Rethymno ist eine Hafenstadt auf Kreta und die drittgrößte Stadt der Insel. Sie besitzt eine venezianische Altstadt mit engen Gassen und einen langen Sandstrand. Eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten ist die Fortezza, eine venezianische Festung aus dem 16. Jahrhundert. Der venezianische Hafen mit seinem markanten Leuchtturm ist ebenfalls ein bekanntes Wahrzeichen.

Diese Stadt konkurriert mit Chania als schönste Stadt Kretas. Wir finden, Chania gewinnt.

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27.05.2025

Heute verlassen wir den Beach, um die letzten zwei Tage in Heraklion zu verbringen.

Heraklion, oft auch Iraklio genannt, ist die größte Stadt und die Hauptstadt der griechischen Insel Kreta. Sie liegt zentral an der Nordküste der Insel und ist ein wichtiger Hafen sowie das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum Kretas.
Die Stadt hat eine reiche und bewegte Geschichte, geprägt von minoischen, sarazenischen, byzantinischen, venezianischen und osmanischen Einflüssen. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählen die gut erhaltene venezianische Stadtmauer, die imposante Hafenfestung Koules und das Archäologische Museum, das bedeutende Funde aus der minoischen Zivilisation beherbergt, einschließlich Artefakten aus dem nahegelegenen Palast von Knossos.
Der Name „Heraklion“ leitet sich vom antiken Hafen Herakleion ab, der nach dem griechischen Helden Herakles benannt wurde. Die Bezeichnung „Iraklio“ ist die moderne griechische Aussprache und Schreibweise von Heraklion. Nach einer Sprachreform im Jahr 1976 wurde Ηράκλειο (Irákleio) die offizielle volkstümliche Bezeichnung, während Heraklion (Ηράκλειον) die ältere, hochsprachliche Form ist. Beide Namen sind daher gebräuchlich und bezeichnen dieselbe Stadt.

Vorher haben wir aber noch den einzigen Süßwassersee von Kreta besucht. Er liegt super idyllisch in den Bergen bei dem Bergdorf Kavallos, ein charmantes, traditionelles Dorf auf Kreta. Es liegt im Norden der Insel, ungefähr 5 Kilometer von Georgioupoli entfernt. Das Dorf ist bekannt für seine ruhige und ländliche Atmosphäre, umgeben von weiten Olivenhainen und malerischen Weinterrassen.
In der Nähe von Kavallos befindet sich der Kournas-See, der einzige natürliche Süßwassersee Kretas. Dieser See ist ein beliebtes Ziel für Besucher, berühmt für sein klares Wasser, in dem man oft Wasserschildkröten beobachten kann. Am See können Sie Tretboote mieten und entlang des Ufers gibt es gemütliche Tavernen, die lokale Spezialitäten anbieten.

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Natürlich war es der Tag, an dem wieder die Sonne schien und es wärmer wurde. So ein Tag am See hätte uns auch gefallen.

Wir mussten aber unser Auto abgeben. Nach Heraklion fährt man circa 1,5 Stunden. Die Rückgabe des Autos verlief problemlos. Hoffentlich kommt nichts nach. Mit dem Taxi ging es dann in wenigen Minuten für 18€ zu unserer Unterkunft in der Nähe des Hafens.

Morgen wollen wir mit dem Hop On Hop Off die Stadt genauer anschauen. Aber was auffällt, Heraklion hat auch weniger Charm als Chania. Abends gibt es aber auch ein paar nette Ecken.

Hier ist unser Apartment drin.
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28.05.2025

Heute war Hop On Hop Off Tag.

Unser Meinung nach, ist der Hop On Hop Off in Heraklion nicht unbedingt empfehlenswert.
Man verbringt die meiste Zeit an Ampeln oder im Stau. Dazu kommt ein Mangel an Attraktionen. Und selbst wenn es etwas zu sehen gibt, erschwert die enge Bauweise der Straßen den Blick auf die Sehenswürdigkeiten erheblich. Das alles sorgt leider nicht für viel Begeisterung.

Das Ticket für den Bus kostet 20€ dafür kann man 2 Linien fahren, die sich in großen Teilen überschneiden. Nur das die blaue Linie auch ein Stück auswärts zu den Hotels fährt. Beide halten auch bei den Ruinen von Knossos.

Wer etwas übrig für Archäologie und Geschichte hat um die 26€ Eintritt bezahlen möchte ist bestimmt gut aufgehoben. Das Kombiticket Bus + Eintritt kostet 43,70€/Person. Wir haben nur den Hop On Hop Off genutzt.

Noch etwas Nerd-Wissen in stark verkürzter Version.


Knossos und der Minotaurus-Mythos
Knossos war das Zentrum der minoischen Zivilisation (ca. 2700-1450 v. Chr.), einer hoch entwickelten europäischen Kultur. Der große Palast, der um 1900 v. Chr. erbaut und nach einer Zerstörung prächtiger wiederaufgebaut wurde, diente als politisches, wirtschaftliches und religiöses Herzstück. Seine Blütezeit erreichte er zwischen 1700 und 1450 v. Chr., bevor er um 1450 v. Chr. durch eine Naturkatastrophe (vermutlich den Vulkanausbruch auf Santorin) geschwächt und schließlich um 1375 v. Chr. zerstört wurde.
Der Palast ist eng mit dem Mythos vom Labyrinth und dem Minotaurus verbunden. König Minos ließ vom Baumeister Daedalus (Dädalus) ein verwinkeltes Labyrinth errichten, um den menschenfressenden Minotaurus (halb Mensch, halb Stier) einzusperren. Athen musste als Tribut regelmäßig sieben junge Männer und Frauen in das Labyrinth schicken. Der athenische Held Theseus besiegte den Minotaurus und fand mit Hilfe eines roten Fadens von Minos‘ Tochter Ariadne den Weg aus dem Labyrinth zurück. Es wird angenommen, dass die komplexe Architektur des Palastes von Knossos die Inspiration für die Labyrinth-Legende war.

Hafen von Heraklion
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Damit endet auch unser Kreta-Roadtrip

Wir lesen uns wieder.