— Kambodscha 

Der erste Eindruck den wir von Kambodscha haben ist, das es sauberer als Vietnam ist. Wir sitzen zwar immer noch auf dem Schiff aber am Ufer sieht man kaum Müll, in Vietnam hat man ja teilweise das Ufer vor Müll nicht gesehen und im Wasser selbst schwimmt auch weniger Dreck. Mal sehen ob unser erster Eindruck bestätigt wird, wenn wir endlich festen Boden unter den Füßen bekommen.

Hallo Kambodscha 🇰🇭

Unterwegs nach Phnom Penh

Einfahrt in Phnom Penh 

Jetzt haben wir festen Boden unter den Füßen. Na ja, sauber ist anders. Aber Vietnam ist schlimmer. Jedenfalls haben wir unser vorab gebuchtes Zimmer im Okey Boutique Hotel bezogen. Ist ganz nett und für 45€ je Nacht inklusive Frühstück günstig. Hier wollen wir 2 Tage bleiben, bevor es nach Siem Reap geht.


Endlich gibt es mal wieder was zu essen. Nicht das wir in Vietnam am Hungertuch genagt haben. Aber die Auswahl an Lokalen ist hier bedeutend größer. Auch sieht man viel mehr Traveller. Morgen wollen wir uns mal die Stadt genauer anschauen. Für heute soll es nach dem Essen nur noch auf einen Absacker in die Bar auf unseren Hoteldach gehen. Kaum an einen Tisch gesetzt, fing der vom Nebentisch auch schon an zu plappern. Das sollte auch die nächsten 3 Stunden so weiter gehen. Ein Ami aus Phoenix noch älteren Baujahres als ich, hat uns voll zugetextet. Bekky hat ja noch ein paar Worte mehr verstanden als ich aber es war schon sehr krass. Dann haben wir erfahren, das die große Gruppe am Nebentisch ihre Rechnung aufs Zimmer geschrieben hat. Sie waren aber keine Gäste in diesem Hotel. Die Bedienung muss nun die ganze Rechnung selber zahlen. Dieses scheint hier öfters zu passieren. Warum lassen die sich nicht den Zimmerschlüssel zeigen? Wir werden jedenfalls gleich morgen früh prüfen, ob auf unseren Zimmer was geordert wurde. 

5.11.2016

Dieses mal war unsere Hotelwahl nicht gut. Bei Booking.com hatte es Top Bewertungen. Aber außer der netten Optik passt hier nicht viel. Die Betten hart und unbequem und das Frühstück konnte man vergessen. Obwohl wir gegen 7.30 Uhr beim Frühstück waren, waren die Töpfe und Platten leer. Nachgefüllt wurde auch nix in der Zeit wo wir oben waren. Aber es gibt im nahen Umfeld vom Hotel genug Restaurants. Und wir haben doch noch unsere Reissuppe und Kaffee bekommen. 

Blick vom Frühstückstisch, hier herrscht schon am Morgen reger Verkehr.

Auf Grund der Situation mit den falschen Rechnungen gestern, wollten wir checken ob auf unserem Zimmer auch was falsch gebucht wurde. Es war zum Glück nur unsere Rechnung vom Mittag aufs Zimmer geschrieben. Diese wollten wir gleich bezahlen. 13$ soll es kosten, 20$ hingegeben, großes Problem. Darauf konnten die nicht rausgeben. Die Kassiererin sammelt jetzt Geld um mir später den Restbetrag auszahlen zu können. 

Vormittags mit einem Tuk-Tuk eine Stadtrundfahrt gemacht. Diese Stadt ist nicht sehr interessant. Das Wat Phnom angeschaut dann im Central Market ein paar T-Shirts gekauft. Das reicht. Wieder ein Museum wollten wir nicht. Auch wenn wir wissen, das auch hier die Vergangenheit sehr blutig war, weil der Pol Pot seine Landsleute hat umbrinen lassen. Wir sehen aber auch den Neubeginn in diesem Land. 

So ein Selfi im Fahrdwind ist schon schwierig. Da guckt man schon mal deppert. 

Hinter uns der König Sihanouk. Hier gucken wir deppert, weil der Regen beim Selfi machen in die Augen kam. 

Und hier im Hintergrund das Unabhängigskeitsdenkmal. Freiheit von den Franzosen. 

Wat Phnom

Nach der Stadtrundfahrt waren wir was Essen. Am Nachbartisch saß ein Deutscher, mit dem wir ins Gespräch kamen. Er meinte er wolle aus Deutschland auswandern, weil dort zu viele Ausländer sind. Als ich meinte, das er hier der Ausländer sei, hat er doof geguckt. 

Blick vom Hotel auf den Königspalast 

Als wir wieder auf unseren Zimmer waren hat das Telefon geklingelt. Die Kassiererin war dran, sie hätte jetzt die 7$ Wechselgeld und bringt es uns vorbei. 

Heute nach einer Woche, haben 3 Dinge das erste mal auf der Reise zur richtigen Zeit zusammen gefunden. Diese wären, wir, ein Pool und trockenes Wetter. Da dieses mal das trockene Wetter selten ist, genießen wir den Nachmittag am Pool. 

Der Abend war ereignislos. Für Morgen früh haben wir 2 Sitze in einem Bus gebucht, der nach Siem Reap fährt. 

6.11.2016

Dieses mal wurden wir nicht von den Tauben auf dem Balkon geweckt. Es war der laute und starke Regen. Aber wir müssen sowieso aufstehen. Der Bus soll 8.45 Uhr nach Siem Reap abfahren. Vorher noch frühstücken falls es was gibt. Wir waren pünktlich um 6.30 Uhr zur Öffnungszeit im Restaurant. Natürlich war noch nix fertig. Ein paar Eier und lauwarme Würstchen gab es. Selbst für die paar Leute die beim frühstücken waren zu wenig. Ein bisschen konnten wir für unseren Teller ergattern. Dann aufs Zimmer, den Rucksack packen und in die Lobby. Mit unserer Rechnung war alles OK. Der Pick-Up Service der uns zum Bus bringen sollte, war auf 7.45 Uhr geordert. Als er um 8 Uhr noch nicht da war, haben die vom Hotel dort angerufen. Der Fahrer sei aber unterwegs. Bei dem Mistwetter kann es schon mal länger dauern. 

War ganz OK die Fahrt 

Alles ging gut und wir sind mit dem Giant Ibis Bus pünktlich los gefahren. Dieser ist mit 15$ zwar der Teuerste aber wir hoffen auch der Bequemste. Ja das Alter man merkt es. Nach einer Stunde fahrt die erste Pause. Der Busfahrer hatte Hunger. Nach einer weiteren Stunde die nächste Pause. Jetzt mussten wir essen. 

Mittagspause 

Nach einer halben Stunde ging es dann ohne Zwischenstopp nach Siem Reap weiter, dass wir gegen 14.30 Uhr erreichten. Dieses ist unsere Letzte vorgebuchte Station. Wir werden hier 3 Nächte im Rose Royale Boutique Hotel verbringen. Wir wurden auch vom Hotel am Busbahnhof abgeholt. Und wenige Minuten später haben wir unser neues Zimmer bezogen. 

Siem Reap ist mal wieder ein Ort nach unserem Geschmack. Absoluter Travellerort. Und Essensmärkte und kleine Lokale an jeder Ecke. Wenn wir jetzt auch noch besser schlafen können und das Frühstück morgen passt, dann ist fast alles gut. Ein wenig Sorgen macht uns noch das Wetter. Wir wollen morgen die Tempel anschauen und da würde Regen nicht passen. 

Bilder aus Siem Reap 

Abendessen 

Old Market

7.11.2016

Gestern haben wir uns entschlossen, das wir heute ein paar Tempel von Angkor besuchen. Wir haben verschiedene Wetterprognosen angeschaut. Regnen kann es Heute und Morgen. Wir haben gedacht, falls es heute extrem regnet, haben wir morgen noch eine 2. Chance. Als wir um 8 Uhr vor dem Hotel auf unseren Fahrer trafen, meinte dieser das es heute nicht regnet. Sein Wort in Buddhas Ohr. Obwohl Angkor schon sehr lange auf der To Do Liste steht und es eine Menge Tempel zu sehen gibt, reicht vermutlich ein Tag für uns völlig aus. Wir sind da eher die Kulturbanausen. Es werden Touren für mehrere Tage angeboten. Aber falls es uns mehr als erwartet begeistert, können wir ja noch ne 2. Tour machen.

Zuerst mussten aber die Eintrittskarten besorgt werden. Dazu gibt es ein großes Gebäude am Stadtrand. Wir hatten Glück, dass wir kurz vor einer Tourigruppe einen freien Schalter fanden. Jedes Ticket bekommt ein Foto. Und das kann dauern bei einer Busladung Touristen. 

Dann ging es aber auch schon los. Und nach ungefähr 15 Minuten fahrt, waren wir auch schon in Angkor Wat. Dies ist wohl der bekannteste Tempel hier. Ist aber nur einer von vielen. Kaum angekommen fängt es an zu regnen. Was hat der Fahrer gesagt? Na ja. Jetzt sind die Tagestickets gekauft. Jetzt müssen wir da durch. Der Fahrer hat uns auch gleich einen Schirm gegeben. Auch vor Ort konnte man Schirme und Regenumhänge kaufen. Wir erst mal los mit einem Schirm. Zuerst ging es über eine Brücke zu einem Tor. Durch dieses durch und wir sahen die berühmte Kulisse von Angkor Wat. Schade das der Regen ein wenig dieses aaah-Erlebnis kaputt gemacht hat. 

Wir haben uns erst einmal im inneren aufgehalten. Aber innen ist es eher langweilig. Also ein Regenumhang für Bekky gekauft und Tommy bekommt den Schirm. So ausgestattet haben wir uns auch außen umgeschaut. 

Aber im Regen macht es weniger Spaß und nach einer Stunde waren wir wieder am TukTuk. 

Nun ging es nach Angkor Thom. Nach etwa 10 Minuten fahrt waren wir auch schon da und der Regen war weg. Vorsichtshalber den Regenschirm noch mitgenommen. 

Die Treppen sind steiler als auf dem Foto zu erkennen 

Angkor Thom hat der Bekky am besten gefallen. Grund waren diese Gesichter. 

Das ist mein Lieblingsbild 

Wo es hoch geht, geht es auch wieder runter. Hat sich aber gelohnt 

Hier geht es wieder runter 

Es war mittlerweile Mittag und wir benötigen eine kleine Energiezufuhr. 

Nee, das war nun doch nicht unser Mittagessen. Bei uns gab es Sandwiches. Aber unser Fahrer hat hier gegessen. 

Nach dem Essen diesen kleineren Tempel angeschaut. Wie der hieß? ???

Das Wetter wird immer besser. Da kam mir eine geniale Idee. Da wir sowieso wieder viel zu schnell durch sind, können wir ja nachher noch einmal zurück nach Angkor Wat. Kurz mit dem Fahrer gesprochen. Geht klar. 

Doch nun soll es erst einmal zum interessanten Tempel gehen. Nach Ta Prohm. Unser Fahrer setzte uns am Eingang ab und fragte uns ob er hier warten soll oder auf der anderen Seite. Wir wussten erst gar nicht was er wollte. Wir kennen ja die örtlichen Begebenheiten nicht. Uns schwante aber das man da durch laufen kann und er uns auf der anderen Seite wieder abholt. OK, wir meinten auf der anderen Seite abholen ist gut. Als wir durch das Westgate gingen, sahen wir auch einen Plan der Anlage. Wir sollten am Eastgate wieder rausgenommen aber wir sollten feststellen, das es leichter gesagt als getan ist. 

Dieser Tempel ist bekannt für die Wurzeln die durch das Mauerwerk ziehen 

Suchbild 

Wir müssen irgendwo falsch abgebogen sein denn es fand sich einfach kein Weg durch den Tempel. Die wenigen Wegweiser zeigten immer wieder zurück zu dem Tor, durch welches wir reingekommen sind. Wir sind weiter durch die Anlage geirrt, schon leicht ermüdet aber ein paar tolle Fotomotive gefunden. An einer Stelle, als wir wirklich nicht mehr weiter wusten, einen Guide von einer Reisegruppe gefragt. War eigentlich leicht, wenn man es weiß. Noch durch ein paar Torbogen, ein paar Ecken und Wurzeln umrundet und schon waren wir auf dem Hauptweg zum Osttor. 

Der Weg zum Eastgate

Dann ein anderes Problem. Wo ist unser Driver? Normalerweise hat er uns immer schon von weitem gesehen in abgefangen. Nun aber weit und breit kein Fahrer in Sicht. Dafür aber von Verkäufer umzingelt. Wir uns einen Weg gebahnt zu den vielen TukTuks. Nix. Hatte er es doch so verstanden, dass wir wieder zum ersten Tor zurück kommen? Da sagte Bekky, da ist er doch. Ich gucke mich um und sah ihn nicht. Na da. Wir standen direkt vor seinem TukTuk und er lag seelenruhig auf der Rückbank und pennte. Gibts denn sowas. Wir mühen uns hier durch die Tempel und der pennt. Es war im auch leicht peinlich. Vermutlich verirren sich die Touristen in dem Tempelwirrwarr länger wie wir. Aber alles gut. Ab zum Angkor Wat die Zweite. 

Nach einer ziemlich langen Fahrt zum 2. mal beim Angkor Wat angekommen. Wieder das selbe Prozedere mit den Guides abwimmeln. Dann festgestellt, das es gar nicht so viel anders als heute Morgen mit Regen aussieht. Vielleicht liegt es auch daran, das wir schon ziemlich kaputt sind. Schnell noch ein paar Bilder von außen geschossen und wieder ab zum TukTuk. 

Tschüss Angkor Wat

Gegen 15 Uhr im Zimmer gewesen. Brauchten nix mehr. Aber ein leckeres Abendessen ist immer drin. Wir wollten zum Cambodia BBQ. Haben auch einen Tisch bekommen. War echt lecker. 


Danach die Pub Street langelaufen, auf der Suche nach einem ruhigeren Plätzchen für ein Abschlussbier. Um die Ecke beim Mexicaner fündig geworden. Ein Paar aus Deutschland kennengelernt, die Katrin und den Diethard und ein gemütlichen Abend verbracht.

Noch ein paar Bilder von unterwegs zurück zum Zimmer. 

8.11.2016

Ein freier Tag. Jedenfalls fast. Heute morgen mussten wir unsere Weiterfahrt organisieren. Es war bis jetzt nicht genau klar was wir nach Siem Reap machen. Geplant war nach Laos 🇱🇦 zu gehen. Aber das Wetter in der letzten Woche war nicht so toll. Für unsere Ausflüge war es ja super. Aber ab jetzt steht relaxen auf dem Programm. Da wären ein paar Sonnenstrahlen willkommen. Also jeden Tag den Wetterbericht gecheckt. Aber in ganz Südostasien scheint das gleiche Wetter zu sein. Eigentlich sollte jetzt bei Phuket bestes Beachwetter sein. Ist es aber auch nicht. Aber ein Trend zeichnet sich ab. Von Laos her kommt schönes Wetter. Heute morgen noch mal gecheckt. Passt. Also 2 Tickets für den Minibus nach Don Det, 4Tausend Inseln, Laos erstanden. Zur Feier des Tages gibt es ein zweites Frühstück. 

Heute scheint wirklich die Regenzeit vorbei zu sein. Wir haben strahlend blauen Himmel. Auch ist es sehr warm geworden. Gut das wir gestern unsere Tempeltour gemacht haben. Heute wären wir arg ins schwitzen gekommen. 

Blauer Himmel, der Erste auf unsere Reise. Wir hoffen das bleibt so. 

Der restliche Tag wurde am Pool, beim shoppen und mit essen verbracht. Was hier wirklich der Hammer ist, sind die Getränkepreise. Ein Bier für 50 Cent und wenn man was ißt kostet das Bier nur noch 25 Cent. Und teuer ist das Essen auch nicht. Durchschnittlich 3-4$. 

Aber trotz der günstigen Preise sind wir um 21 Uhr ins Hotel zurück gefahren. Dieses mal haben wir uns ein TukTuk genommen. Mit dem Hotelname konnte der Fahrer nix anfangen. Wir haben ihn den Weg auf der Karte gezeigt. Er ist trotzdem falsch gefahren. Also haben wir ihn während der Fahrt gelotst. Das war schon lustig. Eigentlich hätte er uns 2 Dollar zahlen müssen. 

9.11.2016.                                                                  Der Morgen fing schon gut an. Pick Up Time war von 6.30 – 7 Uhr vom Hotel. Kurz vor 7 Uhr haben wir anrufen lassen. Der Fahrer sei unterwegs hieß es. Gegen 7.20 Uhr noch einmal anrufen lassen. Der Fahrer kommt gleich hieß es wieder. Da hätten wir doch noch im Hotel frühstücken können. Das gab es ab 7 Uhr. Dann, halb acht wurden wir mit einem TukTuk abgeholt. Unterwegs zum Minibus noch eine Laotin aufgelesen. Sie wollte auch zu den 4 Tausend Inseln. 3 Leute mit Gepäck im TukTuk. Sehr eng. Als wir am Minibus waren sagte sie gleich oh no. Nicht mit dieser Company. Mit der sei sie letztens schon einmal gefahren und wurde kurz vor der laotischen Grenze in Stung Treng bei einem Sammelplatz rausgelassen, wo sie 4 Stunden warten musste. Von dort sind es nur noch wenige Kilometer bis zu den Inseln. Gute Aussichten. 

Der Minibus sah auch nicht sehr vertrauenswürdig aus. In Deutschland wäre er schon längst in der Schrottpresse. Jedenfalls sind wir 8 Uhr von Siem Reap losgefahren. Zum Anfang ist der Fahrer ziemlich rasant gefahren. Es war viel Verkehr und der Fahrer musste alles überholen. Ob was von Vorne kam oder nicht. Als die Straße besser wurde und der Verkehr ruhiger, hat sich das aber normalisiert. 4 Stunden hat die Fahrt durch das kambodschanische Hinterland inklusive einem Stopp gedauert. 


Und wir waren kurz nach 12 Uhr in Stung Treng nur wenige Kilometer vor der laotischen Grenze. Abseits von der Innenstadt auf einen Hinterhofparkplatz wurden wir abgestellt. Es gab einen überdachten Bereich aber so toll ist es dort auch nicht gewesen. Es konnte uns auch niemand sagen, wann es weiter geht. Zwischen 20 Minuten und 2 Stunden war die Aussage. Nach 2 Stunden kam ein Minibus der wieder weg fuhr. So ging es eine ganze Weile. Nach drei Stunden hat sich Bekky beschwert über die Zustände und ich habe noch gesagt, das ich einen Travellblog habe und ich die Company namentlich erwähne mit ihrem schlechten Service. Jetzt hieß es auf einmal wir könnten in den Bus einsteigen. Dieser sah aber noch schlimmer als der erste aus. Die hintere Sitzbank war fast vollständig zerstört. Wir waren aber 9 Leute. Also 8 Leute auf 2 Sitzreihen verteilt und auf die hintere Bank kam eine Frau. Auf einer kleine Ecke konnte man noch sitzen. Dann ging es los. Für 20 Meter jedenfalls. Wieder anhalten und im Laden an der Ecke hat der Fahrer mehrere Minuten sich was zu trinken rausgesucht. Die wollten irgendwie Zeit schinden. Dann wieder 20 Meter gefahren. Auf der anderen Straßenseite was zum Essen geholt. Dann 500 Meter gefahren und am Geldautomaten Geld geholt. So hatten wir noch mehrere Stopps. Die Fahrt zur Grenze hat dann 45 Minuten gedauert. Dort haben die dann sehr weit weg von der Grenze an einer Art Restaurant geparkt. Eventuell wollten die noch die Pässe einsammeln um die Ausreise gegen Gebühr für uns zu machen. Wir sind aber einfach zur Grenze los gelaufen. Die haben noch doof gefragt wo wir hin wollen aber die anderen sind uns dann gefolgt. Den Ausreisestempel von den kambodschanischen Grenzbeamten gegen eine „Gebühr“ von 2$ bekommen. Die Einreise in Laos war etwas komplizierter. Hier zuerst den Antrag für das Visa ausfüllen, dann diesen mit dem Pass und 30$ plus einer Stempelgebühr von 1$ wieder abgeben. Nach mehreren Minuten warten einen Einreiseantrag ausfüllen und diesen mit 2$ Stempelgebühr wieder abgeben. Diese Stempelgebühr ist nur ein Trinkgeld für die Beamten. Wenn man gut diskutieren kann und eine Quittung verlangt kann man Glück haben, diese nicht zahlen zu müssen. 

Dann waren wir endlich in Laos. Ich war der erste der durch war, dann die Bekky und eine ältere Frau aus Spanien. Die anderen brauchten noch eine Weile. Ich habe mich nach einer Möglichkeit zum Geld wechseln umgesehen. Aber warum sollte das einer Grenze möglich sein??? Die Laotin, die mit uns in Siem Reap gestartet ist, meinte, sie sagt dem Fahrer Bescheid das er an einem ATM halten soll. Mittlerweile ist es schon 17.45 Uhr und alle sind anwesend und wir können los Richtung Inseln fahren. Der Minibus von Kambodscha darf zum Glück nicht nach Laos. So hatten wir einen neuen und besseren Bus. Der Fahrer hat auch gehalten, das wir Geld ziehen konnten. Aber wir bekamen nur 600.000 Kip (ca. 70€) aus dem Automaten raus. Egal, Dollar haben wir auch noch. So sind wir im Dunkeln am Pier angekommen. Hier wartete ein Boot auf uns, das uns rüber auf die Insel bringt. Das war auch ein Erlebnis für sich. In einem langen schmalen Boot sitzen, nicht arg bewegen können, weil es dann kippen kann, im dunkeln über den Mekong fahren. Im Hintergrund zuckten noch vereinzelt Blitze. 

Auf den Inseln angekommen mussten wir noch ein Zimmer suchen. Es ist aber gerade sehr ruhig hier also war es war kein Problem was passendes zu finden. Dann erst einmal Duschen und was essen gehen. Mittlerweile ist es 19.30 Uhr. Ab 6.30 Uhr heute morgen haben wir auf den Bus gewartet. 8 Stunden sollte der ganze Trip dauern.