Wir mussten mal wieder weg. Schon als wir im September auf Bali waren, haben wir gesagt, das wir im Februar mal wieder einen klassischen Thailandtrip machen sollten. Was richtig relaxtes. Bali war uns zu stressig. Außer in den Luxushotels ist Bali laut und dreckig. Und alle paar Sekunden wird man von irgendwelchen Händler angesprochen. Wir sind halt Thailandfans.
Außerdem wollten wir so wie früher einen einfachen Trip machen. Einfache Bungalows ohne viel Schnickschnack. Die letzten Reisen waren zu arg auf Luxus. Das brauchen wir eigentlich nicht. Aber zu Basic darf es auch nicht sein.
Mal sehen was uns dieses Mal erwartet.

11.2.2015 Abflugstag
Obwohl wir am Abflugstag genug Zeit hätten um morgens mit dem Auto nach Frankfurt zu fahren, haben wir uns entschieden schon einen Tag vorher zu fahren und in Flughafennähe zu übernachten. Wir haben im Internet ein Angebot gefunden das uns dazu gebracht hat.
In Neu-Isenburg, das in Airportnähe liegt haben wir ein Zimmer für 75€ pro Nacht inklusive Frühstück gefunden, das Balladins Superior Hotel Isabella. Im Nachhinein wissen wir auch, das es nicht mehr Wert war. Aber für eine Nacht war es ganz OK und wir konnten uns so noch mit Bekky’s Schwester, die in der Nähe wohnt, zum Abendessen treffen.
Das Hotel wäre besser gewesen, wenn es nicht kpl. nach kaltem Zigarettenrauch gestunken hätte.
Von dem Frühstück ist man satt geworden aber eine große Auswahl an Speisen hatten wir nicht.

Balladins Superior Hotel Isabella
Unser Flug sollte um 14.00 Uhr starten. So haben wir gegen 10.30 Uhr ausgecheckt und sind zum Terminal 1 gefahren. Wir haben im Parkhaus einen Frühbucherrabatt von 50% bekommen. So ist es dieses vor allem auf dem Rückweg einfacher, das das Auto direkt am Terminal steht.
Beim Einchecken habe ich wie immer nach einem Platz am Notausgang gefragt. Und Bingo, hat wieder geklappt. Obwohl uns ein bisschen bange war. Die am Checkinschalter hat uns gefragt ob wir Englisch sprechen, was wir bejaht haben. Dann hat sie uns die Tickets ausgestellt. Als alles gebucht war, sagte sie, das Thai Airways ihre Richtlinien verschärft hat und wir sehr gut Englisch sprechen müssten sonst machen die uns Ärger und setzen uns irgendwohin. So Perfekt ist unser Englisch garnicht. Aber beim Plätze aufsuchen hat es keinen interessiert welche Sprache wir sprechen. So hatten wir wieder unsere bereits obligatorischen Sitzpätze am Notausstieg und der dritte Sitzplatz ist auch frei geblieben. Dieses mal sind wir mit dem A380 geflogen, der ist zwar mit einer Stunde Verspätung abgeflogen aber so einen sauberen Start und leisen Flug haben wir auch noch nicht gehabt. Auch der Service und das Essen waren mal wieder wie es sich bei Thai Airways gehört.
Mit einer Stunde Verspätung sind wir um 7.00 Uhr in BKK gelandet. War aber nicht schlimm, hatten eh 3 h Aufenthalt. Aber auch der Weiterflug nach Krabi hatte ne halbe Stunde Verspätung. Wird Thai Airways und Bangkok Air jetzt von Deutsche Bahn Manager geleitet?
Am Flughafen Krabi haben wir ein Minibus nach Ko Lanta genommen und waren wie vorausgeplant gegen 15.00 Uhr in unserem vorgebuchtem Bungalows. Das N.T. Lanta Resort liegt in der 2. Reihe vom Beach aus. Ist dafür aber nicht ganz so teuer. Die Lage ist trotzdem gut. Kurzer Weg zum Strand und kurzer Weg zum Essen gehen und einkaufen. An der Staße findet man alles was man benötigt.



Das N.T. Lanta Resort

Am Beach
An diesem Tag wurden wir nicht alt. Sind bis gegen 18.00 Uhr an Strand gesessen und anschließend was essen gegangen, ne Runde Kniffel gespielt und dann KO ins harte Bett gefallen.
14.2.2015 Ko Lanta
Die Nacht war trotz der harten Betten lang und erholsam.
Heute wird nicht viel passieren. Wir werden uns an die Zeitumstellung und an das Klima gewöhnen.

Ja heute ist der 14. Februar. Der Tag, an dem (M)man seine Liebste ausführt. Der erste Tag auf Ko Lanta war noch ein bisschen Zäh aber nach einem ausgiebigen Mittagsschlaf und eine Fussmassage wurde es doch noch romantisch. Ein Abendessen mit Fisch im Moonwalk und anschließenden Cocktail in der Bar neben an haben den Abend perfekt gemacht.

Zuerst ein Drink beim Sonnenuntergang

Dann ein romantisches Abendessen


15.2.2015
Der zweite Tag auf Lanta. Wir waren vor ca. 4 Jahren schon einmal an diesem südlichen Strandabschnitt vom Long Beach. Damals sind wir nach 2 Tagen wieder abgereist, weil es hier nicht viel gab. Es gab kaum Restaurants und wenige Bungalows. Auch waren hier nur wenige Traveler. Es war schon arg ruhig.
Das Bild hat sich komplett geändert. Es gibt genug Essens- und Ausgehmöglichkeiten ohne das es aber zu viel ist. Genau die Richtige Mischung. Unterkünfte gibt es in allen Preiklassen genug und es gibt jetzt zur Hauptseason auch noch freie Zimmer. Der Strand kann zwar nicht mit dem anderen Ende vom Long Beach mithalten aber zum Baden reicht es.

Der komplette Tag war mit nixtun ausgefüllt. Jedenfalls für Bekky. Ich habe mich auf die Barfußsohlen gemacht und bin den ganzen Longbeach abgelaufen. Soviel hat sich am Strand nicht verändert. Es sind ein paar Bungalows und Restaurants zugekommen aber soviel wie an der Straße ist nicht gebaut worden. Der Longbeach ist immer noch eine gute Adresse für ein paar Tage relaxen am Beach.
Dann mußte ich noch unsere Weiterreise organisieren. Wir haben uns entschieden nach Ko Jum zu gehen. Traveloffice gibt es genug an der Straße und nach wenigen Minuten hatte ich 2 Boattickets in der Tasche. Pickuptime ist 7.30 Uhr und das Boot soll 8.30 Uhr vom Pier in Saladan abfahren.
Aber erst noch den letzten Abend auf Lanta genießen.


16.2.2015
Hallo Ete, einen schönen 76zigsten wünsche ich dir. Ich werde ein Bier auf dein Wohl trinken.
Das Auto zum Pier kam ein paar Minuten später. Die Pritsche war schon halb voll mit Leuten und außer uns wurde noch ein Pärchen mitgenommen. Man glaubt nicht, wieviel Personen auf so ein Pickup passen.
Das Boot mit dem wir fahren, fährt in 2 Stunden von Ko Lanta nach Krabi. Auf halber Strecke liegt Ko Jum. Das heißt, es hält auf See an und Longtailboote kommen längsseits um die Leute von Bord zu holen. Obwohl wir ruhige See hatten war es eine wacklige Angelegenheit. Wir mussten uns auf dem Boot schon entscheiden, zu welchem Resort wir wollen. Jedes Resort schickt sein eigenes Boot. Ich habe vorher im Loose ein wenig nachgelesen und wir haben uns für das Andaman Resort entschieden. Es liegt mittig am Andaman Beach und hat auf den Bildern im Internet einen guten Eindruck gemacht. Wenn es uns nicht gefällt können wir ja immer noch wo anders hin.



Die kurze Fahrt mit dem Longtailboot war nicht so wackelig wie gedacht und schon von weitem hat mit das Resort gefallen. Sah besser als auf der Homepage aus. In unserem Boot saßen die meisten Leute und ich bin zügig zur Rezeption gegangen. War auch gut so. Der Beachfrontbungalow ist frei geworden und wir haben ihn für einen guten Preis bekommen.
War zwar immer noch teurer wie wir geplant hatten aber irgendwie hat er uns gefallen.



Andaman Resort
Der Bungalow selber ist eigentlich sehr einfach gehalten. Bett und Dusche. Aber das reicht ja. Der Luxus ist nur, dass wir direkte Strandlage haben. Sonst ist die Anlage hier wie wir wollten. Einfach und ohne Schnickschnack.

Blick aus dem Bungi

18.02.2015
Ko Jum ist eine wirklich entspannte Insel. Dagegen ist sogar Koh Phangan voll die Touristenhochburg. Unser Bungalow vom Andaman Beach Resort ist am nördlichen Ende des Andaman Strandes. Der Strand selber ist knapp 2 km lang und am anderen Ende befinden sich wenige weitere Bungalowanlagen. Neben uns gibt es noch zwei kleine Resorts. Dazwischen ist nix außer Natur. Das Dorf Ko Jum ist auch ca. 2 km entfernt und sehr übersichtlich, man ist in 5 Minuten durch gelaufen.
Wir haben im Dorf nach einer Krankenschwester oder einer Pharmacy gesucht aber keine gefunden. Bekky hat von Deutschland eine Ohrenentzündung mitgebracht und die will nicht weg gehen. Wir haben an einen Shop nach eine Pharmacy gefragt. Sie meinte das es im Dorf keine gibt aber das uns im Krankenhaus bestimmt geholfen werden kann. OK hier gibt es ein Krankenhaus. Wir haben uns mit dem Mopettaxi hinfahren lassen. Da stand mitten im Nix an der Strecke ein großes Haus das einen sehr gepflegten Eindruck machte. Auch innen war alles sauber und am Eingang saß eine Frau. Der schilderten wir unser Problem und Bekky wurde mit in ein Behandlungszimmer genommen. Bekky wurde professionell, von der selben Frau die am Eingang saß, mit sterilen Instrumenten behandelt. Die Frau/Doktor hat das Ohr gereinigt und ihr dann Antibiotika mitgegeben. Für Behandlung und Medikamente haben wir dann umgerechnet 6€ bezahlt.

Das Krankenhaus

Der Eingang ins Krankenhaus

Zum Behandlungzimmer
Das faszinierende an der ganzen Sache ist, dass, wenn diese Insel so wie sie ist in Deutschland stehen würde, es nie so ein großes Krankenhaus geben würde. Hier auf der kleinen Insel in der Andamanensee gibt es Handyempfang, Internet und gute medizinische Versorgung.
Fahrt mal in ein Dorf im tiefsten Bayern und sucht die selben Dinge.
Nach einem kurzen Mittagsschlaf haben wir diese Bilder vor unserem Bungi gesehen.

Erstens, wo ist das Wasser hin?

Und wer gräbt da solche Löcher ?
Wir werden es wohl nie erfahren.
So langsam merken wir, das die Feierlichkeiten zum chinesischen Neujahr näher rücken. Vom Dorf her kommen Trommelgeräusche und die ersten Feuerwerkskörper werden gezündet. Auch wir es am Strand voller. Nicht das es hier überlaufen ist. Voll heist, wir sehen mehr wie 10 Leute am Strand.
19.02.2015
Heute wollen wir den nördlichen Teil der Insel erkunden. Dort heißt die Insel Ko Pu und es ist noch einsamer als im Süden. Wir haben uns ein Pickup mit Fahrer gemietet und um 10.00 Uhr ging es los. Das war mal wieder eine Fahrt nach unserem Geschmack. Hinten auf dem Pickup sitzen und über teilweise unbefestigte Straßen fahren.


Zuerst ging es entlang der fast vollständig betonierten Hauptstraße nach Ban Ko Pu. Dies ist der Hauptort des Nordens. Wir kamen uns vor wie in einer andere Welt. Während Ban Ko Jum im Süden schon relativ weltoffen wirkt, sieht Ban Ko Pu noch wie aus dem letzten Jahrhundert aus. Wir waren auch schnell die kleine Dorfstraße hoch und runter gelaufen und sind dann weiter zum Hat Luboa gefahren.

Ban Ko Pu

Im Loose ist der Strand Hat Loboa als angenehm beschrieben. Wir haben auch erst überlegt dort hin zu gehen. Gut das wir das nicht gemacht haben. Alles wirkt als ob seit Ewigkeiten nix mehr repariert wird. Die Strandbars und die Bungalowanlagen verfallen und es liegen Autoteile in der Gegend rum. Alles wirkt lieblos und vernachlässigt.
Wenn man dort ein wenig die Ärmel hochkrempelt könnte es ein interessanter Ort sein.


Hat Loboa
Dann noch ein kurzer Zwischenstopp am Lubo Ten Hin Bay. Dies ist ein ganz kleiner Strand mit einem Resort. Die Anlage macht zwar einen netten Eindruck aber es ist sehr einsam dort. Noch einsamer wie im Rest des Nordens. Und das will was heißen.

Viel mehr gibt es im Norden nicht zu sehen. Also haben wir uns wieder auf den Rückweg gemacht.
Die Häuschen an der Hauptstraße die durch die Insel führt, gefallen uns ganz gut. Hier könnte es uns auch gefallen. Es gibt kleine Läden und Restaurants die gemütlich aussehen, ist aber zu weit weg von unserem Bungalow.

Plötzlich hält das Auto an und der Fahrer fragt uns ob er noch zwei Personen mitnehmen könnte. Er muss hier rechts abbiegen um zu den Leuten zu kommen. Wenn wir in Kolumbien wären, wären wir misstrauisch geworden. Aber alles kein Problem in Thailand. So ging der Spaß hinten auf dem Pickup noch ein bisschen länger.
Es stellte sich heraus, das wir noch zum Hat Ting Ray fahren. An diesen Strand waren wir auch noch nicht. Dort gibt es 2 am Berg gebaute Anlagen und von der einen haben wir noch ein Pärchen abgeholt die zum Boot wollten.
Nun geht die schöne Zeit hier auf Ko Jum vorbei. Für Morgen Früh ist das Ticket Richtung Khao Sok gebucht.
Noch ein paar Bilder vom Andaman Beach




20.2.2015
Der Tag der Abreise von Ko Jum und weiterfahrt zum Khao Sok Nationalpark.
Schön wars, aber viel länger muss auch nicht sein. Dazu ist es zu ruhig und wir wollen ja noch was anderes sehen.
Pünktlich halb zehn ist das Longtailboot abgefahren und kam genau zur selben Zeit an dem Treffpunkt wie das große Boot an. Das Umsteigen auf hoher See verlief gut und auch die Weiterfahrt nach Krabi war störungsfrei.

Tschüss Ko Jum, bleib wie du bist
Am Krabi Pier musten wir eine Stunde warten ehe uns ein Minibus zu einer Sammelstelle gebracht hat. Dort wieder eine Stunde warten bis es endlich Richtung Khao Sok ging. Den Ort vor dem Nationalpark erreichten wir kurz nach drei. Wir haben uns am Morning Mist Resort absetzen lassen. Das haben wir uns vorab rausgesucht. Aber es war leider alles ausgebucht. So haben wir unser Rucksack geschnappt und sind los gezogen. So weit brauchten wir aber nicht ziehen. Ein paar Meter weiter sahen wir ein kleines Hotel. Das hat ein relativ neuen Eindruck gemacht. Wir haben bei dem Restaurant davor gefragt ob das Hotel zu ihnen gehört und das wir ein Zimmer mieten wollen. Die waren ganz überrascht von der Frage. Aber dann hat uns jemand zu dem Hotel gebracht. Sie wollte uns ein Zimmer zeigen aber in ihrem Korb voller Schlüssel war gerade der Schlüssel für das Zimmer nicht bei. Aber für das Nachbarzimmer schon. Wir wissen nicht ob wir die ersten Gäste waren aber viel können es nicht vor uns gewesen sein. Alles sah neu und ungebraucht aus. Wir waren auch die einzigen Gäste.

Khao Sok Country Resort
Rein optisch passt das Country Resort eigentlich nicht nach Khao Sok. Hier gibt es fast nur Bungalows aber es hat von den oberen Zimmern einen schönen Blick über den Ort und auf die Berge.
Gleich nebenan gab es ein Restaurant für Thai Style BBQ. Natürlich sind wir dort hin zum Abendessen. Man bekommt eine kleine Topf- Grillkombination auf den Tisch und holt sich alle Zutaten roh vom Büfett, diese man dann selbst am Tisch zubereitet. Lecker.



Danach noch mit einem Cocktail for Take A Way durch diesen chilligen Ort gelaufen. Uns gefällt es hier richtig gut. Kleine Restaurants und coole Bars, hier kann man es aushalten.
21.02.2015
Heute wollen wir ein wenig durch den Park laufen. Lange haben wir überlegt was wir machen. Bei einer Ganztagestour sieht man bestimmt am meisten aber einige Punkte des Programms sagen uns nicht zu. Außerdem wollen wir unbedingt eine Nightsafari machen und zwei Touren hintereinander wird zu viel. So haben wir uns entschieden das wir Vormittags alleine eine kurze Wanderung durch den Park machen und Abends dann die Nightsafari.
Die Strecke die man ohne Guide laufen darf ist relativ unspektakulär und man sieht wenig Tiere. Ab und zu hüpft mal ein Affe im Baum hin und her das wars dan aber schon. Da habe ich in Costa Rica beim Brötchen holen mehr Wildtiere gesehen. Auch die Wasserfälle waren so wie man sie von Thailand kennt. Tropft irgendwo ein bisschen Wasser den Fels runter ist das gleich ein Wasserfall. Der Weg dorthin war aber gut zu laufen und nach 3 km darf man nur noch mit Guide weiter. Wer alleine weiter geht muss 1000 Bath Strafe zahlen. So sind wir die 3 km wieder zurück gelaufen und waren nach 2,5 Stunden pünktlich zur Mittagszeit zurück am Hotel.

Blick am frühen Morgen vom Zimmer

Was kam denn da aus dem Jungle?

Junglepfad

Thailändischer Wasserfall
Wir waren pünktlich am Treffpunkt für unsere Nightsafari. Aber wir mussten noch ne halbe Stunde warten bis wir abgeholt wurden. Wir haben gehofft, dass wir mit dem Auto abgeholt werden und dann irgendwo hingefahren werden. Als aber ein Thai mit Stock und Taschenlampe ankam wurde uns klar, wir werden den gleichen Weg wie heute Mittag nochmal gehen. Nur halt im dunklen.
Der Guide legte ein Tempo vor, wir kamen kaum hinterher. Hoffentlich läuft der langsamer wenn wir im Jungle sind.
Unsere Befürchtung Bewahrheitete sich und so liefen wir den Weg nochmal. Aber er lief nicht mehr so schnell. Mit von der Truppe war nur noch ein Japaner mit einer riesigen Kamera.
Der Guide hatte eine Stirnlampe und hat uns kleine Handlampen gegeben. So marschierten wir in den dunklen Wald. Zum Glück nicht die ganzen 3 km. Es war mal eine Erfahrung in der Nacht in diesem Wald zu sein. Wenn die Lampen aus waren, war es stockdunkel aber nicht gruselig?
Die einzigen Tiere die wir gesehen haben waren ein paar Geckos und Spinnen. Da hatten wir schon in manchen Bungalow mehr davon. Das was uns am meisten erstaunte war, wie der Guide die Tiere gesehen hat. Im vorbeigehen auf einen Ast ein kleine Spinne zu sehen ist schon ne Leistung. Die hätten wir nicht mal bei Tageslicht gesehen.
Nach 2 Stunden waren wir auch wieder zurück und wir haben uns noch ein kaltes Bier gegönnt.
Naja, eine Erfahrung wars Wert.

Dschungel bei Nacht
22.02.2015
Kurz nach acht kam der Minibus um uns nach Suratthani zum Bahnhof zu bringen. Der Bus war jetzt schon übervoll und wir und unser Gepäck sollte auch noch rein. Nach mehrmaligem umorganisieren der Sitzplatzordnung war es dann geschafft. Bekky durfte vorne beim Fahrer sitzen und hatte am meisten platz. Der Bus war nur mit Deutschen besetzt uns so hatte ich für die 1,5 h einen Gespächspartner. Wir waren auch pünktlich um zehn Uhr am Bahnhof. Dort haben wir zwei Tickets nach Ban Krut erstanden. Zu diesem Ort wollten wir schon längst mal. Ban Krut liegt zwischen Chumphon und Hua Hin und soll einen schönen Strand haben. Es soll aber viel beschaulicher wie an anderen Orten zugehen.
Die Zugfahrt war besser als gedacht, weil nicht so kalt wie gewöhnt. Wir kamen auch pünktlich um 14.20 Uhr in Ban Krut an. Am Bahnhof haben wir uns ein Mopettaxi genommen und waren keine 5 Minuten später an dem Resort, welches wir uns vorab rausgesucht hatten.
Das Ban Krut Resort sah anders aus wie gedacht aber nicht schlecht. Zuerst sah es schlecht aus mit einem Bungalow. Uns wurde ein Zimmer gezeigt, das unseren Preisvorstellung entsprach. Dieses war aber nur für eine Nacht frei. Es gab noch ein Bungalow am Strand, der war aber zu teuer. Als wir meinten, das wir wo anders gucken, hat sie telefoniert und uns dann einen Preis für den Bungalow genannt, den auch wir gut fanden. Wir haben für 4 Nächte gebucht und freuen uns auf ein paar schöne Tage am Strand bevor es am Donnerstag nach Bangkok geht.

Im Zug nach Ban Krut

Unser Bungi…

….und der Strand davor
24.02.2015
Wir sind in Ban Krut. Was kann man über diesen Ort sagen. Ban Krut liegt ca. 150 km südlich von Hua Hin und hat einen noch ruhigen 15 km langen Strand. Wir finden es ist eine Mischung aus einem ursprünglichen Thailand und einer deutschen Kolonie. Hier geht es unter der Woche noch beschaulich zu. Vieles ist nur in Thai angeschrieben und es ist auch nix für „Qualitätstouristen“ auf schön getrimmt. Man sieht fast nur deutsche Rentner die hier überwintern und einige Touristen die die Ruhe an diesem schönen Strand suchen. Am Wochenende ist es weniger ruhig. Dann fallen Scharen von Thais ein, die hier ihr Wochenende verbringen.
Wir sind am Sonntag angereist und haben noch die letzten Reste des Thaiwochenende mitbekommen. Jetzt ist es angenehm ruhig. Die Preise in den Restaurants und Ständen erinnern uns noch an unsere ersten Jahre in Thailand. Man bekommt noch für ca. 1€ ein kpl. Essen.
Dieser Ort passt bestens in unsere „ein wenig Basic Tour“. Hier findet man auch noch das „Land des Lächelns“. Im unseren Resort, das Ban Krut Resort, kann man Fahrräder kostenlos ausleihen. Man muss das nirgends eintragen. Man nimmt sich ein Rad und stellt es nach gebrauch wieder hin. Ein fahrbaren Untersatz benötigt man auch. Es ist sehr weitläufig und es gibt wenige Mopettaxis.


Der Strand am Morgen
Heute stand ein Besuch des Wat Khao Thong Chai und des Big Buddas auf dem Kulturprogramm. Beide tronen auf einem Berg über den Strand. Die beste Möglichkeit dort hin zu kommen ist per Fuß. Es sind ca. 2km teils bergehoch und ein paar Treppen. Aber die Anstrengung wird belohnt.




Phra Phut Kiti Sirichai-Pagode



Unser Strand von oben, südlich des Tempelberges

Der Strand nördlich ist weniger erschlossen
25.02.2015
Heute steht eine kleine Fahrradtour auf dem Programm. Die Gegend eignet sich vorzüglich dafür. Hier ist kaum Verkehr und die wenigen die unterwegs sind fahren relativ langsam.

6.20 Uhr am Strand

Auch die Hunde sind schon wach

Auf geht’s auf große Tour

Fischerdorf

Ortseingang Ban Krut

Hunde gibt es viele in Ban Krut, sind aber alle harmlos. Diese „Bestien“ gehören zu dem Wat.


Wat


Fahrradtour durch die Umgebung

Der Strand nördlich des Tempelberges, auf mehreren km Länge gibt es nur 3-4 Bungalowanlagen



In die andere Richtung den Strand entlang ist es auch noch recht einsam.

Nach der Tour den Blick vom Bungi genießen
Hier könnten wir es noch ein wenig länger aushalten. Zum Anfang haben wir gemeint, dass es zu ruhig ist. Aber je länger man hier ist, desto schöner wird es. Der Ort und die ganze Gegend ist voll schön und total tiefenentspannt, man fährt total runter. Wir können die Rentner verstehen die hier überwintern.
Aber Morgen beginnt der letzte Abschnitt dieser Reise. Wir werden die letzten 3 Tage in Bangkok verbringen. Das brauchen wir dann aber auch. Die letzten 2 Wochen waren sowas von relaxt, dass wir in Bangkok uns wieder an die Zivilisation gewöhnen müssen.
26.02.2015
Unsere Fahrt nach Bangkok war länger als gedacht. Im Nachhinein hätten wir doch den Nachtzug nehmen sollen, da wir unsere letzte Nacht in Ban Krut nicht im Tiefschlaf verbracht haben. So wäre die schlaflose Nacht im Zug nicht schlimmer gewesen. Aber so haben wir im Bus ein Rentnerpaar kennengelernt die mehrere Wochen in Ban Krut verbracht haben. Ja das hat schon was, den Winter in Thailand zu verbringen.

Zwischenstopp

Alles was das Herz begehrt, Obst, Süßes und getrockneter Fisch
Am Southern Bus Terminal angekommen haben wir ein Taxi, dass mit Taximeter fährt gesucht. Es war gar nicht so leicht, hat dann aber doch geklappt. Für die 20 Minuten haben wir dann 110 Bath gezahlt. Am Busbahnhof wollten die 300 Bath Festpreis.
Wir sind wieder im New Siam Riverside abgestiegen. Es ist zwar mittlerweile in die Jahre gekommen aber die Zimmer sind sauber und es liegt in der Nähe zur Khaosan und direkt am Fluss. Dort abends draußen sitzen, mit einem kalten Bier ist einfach wunderbar. Die Standardzimmer kosten 1500 Bath inclusive Frühstück.

Frühstück im New Siam Riverside
Abends dann checken ob die Khaosan Rd. noch steht und dann nach dem Essen in einer Bar an der Straße um das Wat Songkran einen Schlummertrunk genommen. Dort haben wir auch das Renterpärchen aus dem Bus wieder getroffen.

Das ist nicht der Bus mit dem wir gefahren sind. Aber ne coole Bar

Um das Wat Songkran


Khaosan Rd.

27.02.2015
Nach dem es mittags am Pool zu heiß geworden ist, sind wir mit dem Boot den Fluss runter bis zum Central Pier gefahren. Von dort ging es mit der Skytrain nach Asok. An der Station hat ein neues Shoppingcenter eröffnet. Das Terminal 21. Dort war der Hunger so groß, das wir erst mal den nächsten Japaner aufsuchen mussten. Frisch mit Sushi gestärkt wollten wir dann shoppen gehen. Die Klamotten waren auch sehr interessant. Es waren viele kleine Designerläden mit Sachen die auch mir, Tommy, gefallen hätten. Leider entsprechen meine Körpermaße nicht der thailändischen Norm.






Beim Japaner


Das Terminal 21 von innen
Also mit leeren Einkaufstüten ins MBK gefahren. Dort, in der 4. Etage, die für Handys und Zubehör reserviert ist haben wir Hüllen für unser iPhones gefunden. Das war ein Kampf. Es gibt hunderte Läden mit Hunderte Hüllen. Nach 2 Stunden hatten wir keinen Kopf mehr für Klamottenshoppen. Vor der Tür ein Tuk Tuk geschnappt, Preis ausgehandelt und dem Fahrer gesagt, das er ohne Stopp an irgendwelche Läden, von denen er Provision bekommt, uns zur Khaosan fahren soll. Hat auch vorzüglich, bis auf Herzausetzer durch die rasante Fahrt und Atemnot durch Abgase, geklappt.

Beim shoppen von iPhone Hüllen


Nach einem Essen an einer Garküche hatten wir dann auch wieder Kraft zum Shopping. So hat jeder noch ein paar T-Shirts bekommen.
Dann war da noch dieses Tattoostudio. Mal rein zum erkundigen, zum Bearbeiten war was an meinem Körper und Zeit hatten die auch. Ich wollte mein eines älteres Tattoo schon länger überarbeiten lassen. Nun hat es geklappt.



28.02.2015
Am Vormittag stand eigentlich etwas Kultur auf dem Programm. In der Sonne aalen könnte ich mich wegen dem neuen Tattoo eh nicht, also habe ich gedacht, besuchst du halt mal den Königspalast. Der ist drei Stationen mit Boot weiter. Also ordentliche Sachen angezogen, das heißt, eine Hose die über das Knie geht und ein T-Shirt mit kurze Ärmel. Müsste normalerweise reichen. Aber irgendwie hat den meine Nase nicht gepasst. Obwohl andere Leute mit kürzeren Klamotten durch die Kontrolle gekommen sind, sollte ich mir an einem Stand längere Sachen leihen. Darauf hatte ich kein Bock. Also bin ich wieder gegangen. Es war mir eh zu voll. Man konnte kaum treten so viele asiatische Reisegruppen waren dort. So bin ich die Strecke zum Hotel zurück gelaufen. Der Weg wir kaum von Touristen benutzt und so habe ich mich noch auf einen Markt für Amulette umgeschaut. Wir können damit nix anfangen aber die Thais sind ganz verrückt danach.


Da wollten die mich nicht reinlassen

Dieses Mal fällt der Abschied wieder schwer. Wir haben voll die Lust weiter zu reisen.
01.03.2015
Das war einer der wackligsten Flüge die wir je hatten. Die ersten 4 Stunden des Rückflugs haben nur gewackelt. Schon beim Start würden wir kräftig durchgeschüttelt. Zurück geht es mit einem A340. Dieses mal haben wir nicht nach einem Exitsitz gefragt. Wir hatten in der letzten Sitzreihe reserviert und wollten mal probieren wie es sich da so sitzt. Die Beinfreiheit war Thai Airways typisch, also mehr Platz als bei anderen Fluggesellschaften.



Nur unser Entertainmentsystem war nicht das beste. Nur bei uns in der Sitzreihe brach der Film ständig ab. Auch auf dem neuesten Stand war der Flieger nicht. Es gab noch keine USB Anschlüsse.
Nach 12 langen Stunden sind wir sogar pünktlich um 19.10 Uhr in Frankfurt gelandet.
Gut das wir dieses mal mit dem Auto da waren. Noch kurz ein paar Grundnahrungsmittel eingekauft und dann ab zum Parkplatz.
Es ist schon krass was heutzutage alles geht. Heute Vormittag noch mit dem Taxi durch Bangkok gedüst und am Abend mit dem Mini auf deutschen Autobahnen gefahren.
Wir lesen uns wieder.
Tommy und Bekky