Zähne zusammen beißen und schmerzende Arschbacken ignorieren. 10 Stunden Economy sind nicht leicht zu ertragen. Aber was macht man nicht alles um nach Thailand zu kommen. Ist ja auch schon wieder 10 Monate her. Zuletzt Weihnachten 2024. Dieses mal ist auch Bekky‘s Schwester, Sabrina dabei.

Leider konnten wir nicht gleich Freitags nach Feierabend los fliegen. Sonntag Mittag geht der Flieger von Thai Airways nach Bangkok und mit einem direkten Anschlussflug gleich weiter nach Krabi. Wir verbrachten eine Nacht am Flughafen, sodass wir Sonntag gemütlich zum Gate gehen konnten.
Wir haben zuvor Online eingecheckt und am Schalter für Online Check In stand kein weiterer Fluggast, obwohl am normalen Check In eine lange Schlange stand. In 2 Minuten war das Gepäck aufgegeben und für die Sicherheitskontrolle benötigten wir auch nicht viel länger. Also ne Menge Zeit bis zum Boarding. Wo sind die guten alten Zeiten hin, wo man 1-2 Stunden für den ganzen Prozess benötigt hat?
Wir hatten uns den Flug in unserer mittleren 3er Reihe schlimmer vorgestellt. Wie oben schon erwähnt Zähne zusammen beißen.

In Bangkok gelandet, hatten wir nur eine Stunde Zeit um den Weiterflug zu bekommen. Die digitalen Bordkarten hatten wir bereits und die Online Anmeldung für die Einreise war auch rechtzeitig erledigt. Kann ja nichts passieren. Wir zeigten unsere Boarding Pässe vor und wir wurden gefragt, wo die aus Papier wären. Nix da. Also zurück zu einem anderen Schalter und die Fahrkarten in Papier umwandeln. Wieder zurück zur Security. Papierfahrkarte vorgezeigt. Wo ist die Einreiseanmeldung? Benötigen wir die auch in Papierform? Sabrina hatte die vorsichtshalber ausgedruckt. Es reicht aber den QR-Code auf dem Smartphone vorzeigen.
Der kurze einstündige Flug ging schnell vorbei und wir waren 9.30 Uhr in Krabi. Der Flughafen wurde in letzter Zeit stark ausgebaut. Bei unserem ersten Besuch hier, sind wir noch vom Flugzeug in das Flughafengebäude über den Vorplatz gelaufen. Die letzten male wurden wir von einem Bus vom Flugzeug weg gefahren. Mittlerweile gibt es solche Landungsbrücken. Auch ist der Bereich der Gepäckabholung unübersichtlich. Wir wurden zu drei verschiedene Gepäckbänder geschickt.
Aber irgendwie klappt es immer in Thailand. Genau wie unsere Fahrt nach Koh Lanta. Der Mini-Bus der eigentlich schon voll war, musste mit uns dreien, noch zwei weitere Fahrgäste samt Gepäck aufnehmen. Die Fahrt war kuschelig.


27.10.2025 Koh Lanta
Gegen 13 Uhr wurden wir an der Straße, die zur reservierten Bungalowanlage am Long Beach führt, abgesetzt. Das war der faulste Fahrer den wir je hatten. Er hielt an der Straße und zeigte auf einen Weg, den wir gehen sollten. Es waren bestimmt noch 300 Meter mit dem Gepäck zu gehen. Normalerweise wird man direkt vor die Tür gefahren. Aber egal, wir haben es überlebt. Jetzt erst einmal ankommen und an das Klima gewöhnen. Angenehme 30 Grad stehen voll im Kontrast zu den nasskalten Temperaturen in Deutschland.






Ende Oktober ist eine spannende und entspannende Reisezeit. Spannend vom Wetter her. Es ist Ende der Regenzeit. Diese kann mal länger oder mal kürzer sein. Ein Tag vor unserer Ankunft gab es hier noch Starkregen. Mit unserer Ankunft kam die Sonne raus. Hoffentlich bleibt es so. Entspannt, weil es nur wenige Touristen gibt. Alles ist voll relaxt.

Auch auf dem Nachtmarkt und im Ort Ban Sala Dan ist nichts los. Die vielen Restaurants buhlen um die wenigen Touristen.









30.10.2025 immer noch Koh Lanta aber anderer Beach
Wir haben unsere Speedboottour verschoben. Der Wetterbericht sagte das es Regen und Sturm geben soll. Es war zwar nicht wie angekündigt, nur etwas schlechteres Wetter und Abends war es windig aber man soll ja nichts heraus fordern. Also sind wir zum Klong Khong Beach gefahren und haben uns hier für 2 Tage einen Bungalow genommen. Hier ist es auch noch sehr ruhig aber der Strand hat einen anderen Charakter. Hier herrscht noch mehr Individualtourismus, normalerweise. Nur das die Individualtouristen fehlen. Unsere Bungalowanlage ist aber gut besucht. So fühlt man sich nicht ganz so allein.







Früh morgens um 4.20 Uhr am 31.10.2025
Wir wurden unsanft kurz nach 4 Uhr aus dem Schlaf gerissen. Wir hörten wie jemand durch die Bungalowanlage lief und Fire Fire rief. Ich habe kurz aus der Tür geschaut und bis auf den Mann, der immer noch Fire Fire rief nichts aussergewöhnliches entdeckt. Aber etwas qualmig roch es schon. Dann sah ich hinter dem gegenüberliegenden Bungalows kleine Flamen in dem Palmendach einer überdachten Sitzgelegenheit. Schien doch was dran zu sein. Gestern Abend war BBQ in der Anlage und es herrschte ein starker Wind vom Meer kommend in Richtung Bungalows.
Bekky erkannte den Ernst der Lage und hat sich schnell angezogen. Sie sagte mir, dass ich die Wertsachen und Pässe einpacken sollte und sie rannte rüber zu Sabrina um sie zu wecken. Sie haben zusammen ihre wichtigsten Dinge zusammen gepackt und sind dann auch raus gekommen. Wir standen zwischen den Bungalows und bei unserem Bungalow war nichts auffälliges zu sehen. Bis Sabrina sagte, dass ihre Schuhe nicht mehr da wären. Da viel mir ein, das ich im Halbschlaf, kurz bevor Fire gerufen wurde, ich auch bei uns draußen ein verdächtiges Poltern vernommen habe. Unser Schuhe und Handtücher waren aber noch da. Ich ging durch die Anlage und habe erfahren, das es an mehreren Stellen gleichzeitig gebrannt hat. Jemand hat mir seine verbrannten Sachen gezeigt, die auf der Terrasse hingen. Ein anderer zeigte eine Brandstelle direkt auf seiner Terrasse.


Später wurde dann noch eine Kerze unter einem Bungalow gefunden. Auf der anderen Seite in der zweiten Reihe standen vor den Bungalows mehrere überdachte Sitzbänke mit Tischen. Diese Dächer waren alle angezündet. Jetzt war klar, das war Brandstiftung. Jemand hatte versucht unsere Bungalows in der Nacht anzuzünden. Die Bewohner der Bungalows versuchten die Feuer zu löschen, was auch relativ gut gelungen ist. Gut, dass es tagsüber geregnet hatte. Wenn es schon länger Trockenzeit gewesen wäre, wäre es bestimmt anders ausgegangen. Wer weiß ob es so glimpflich ausgegangen wäre.


Und, obwohl die Angestellten der Anlage gleich nebenan ihre Räume hatten, hat sich bis jetzt noch niemand blicken lassen. Die müssen einen guten Schlaf haben, bei dem Krach der von den Löscharbeiten ausging. Nach circa 30 Minuten waren dann die ersten Angestellten da und auch die Chefin. Sie sagte zu Bekky, das wieder alles in Ordnung sei und wir weiter schlafen könnten. Wir trauten ihr verständlicherweise nicht und außerdem war man noch viel zu aufgedreht.
Langsam wurde es hell. Wir setzten uns auf unsere Terrasse und machten uns einen Kaffee. Leute kamen vorbei und man redete miteinander. Auch von der Chefin gab es eine kleine unverständliche Erklärung. Ein anderer Mitarbeiter sagte uns, das sie drüber nicht offen reden könnten. Wir haben folgende drei Erklärungen gehört.
1. Ein Bewohner hatte eine geraucht und dadurch sei ein Feuer entstanden.
2. Jemand, ob Gast oder Außenstehender, das konnten wir nicht raus finden, hat Drogen genommen und hat im Wahn die Brände gelegt.
3. Eine verfeindete Bungalowanlage oder andere verfeindete Anwohner wollten den Besitzern was antun.


Wir werden es wohl nie erfahren, wer da auch mit unserer Gesundheit und Leben gespielt hat. Von der Chefin haben wir erfahren, das die Anlage für ein paar Tage geschlossen wird. Wir könnten aber noch die eine Nacht, die wir haben wohnen bleiben. Verständlich für jeden denke ich, haben wir gefragt, ob wir aus-checken können und unser Geld zurück bekommen. Dies wurde anstandslos gewährt.
Es war jetzt richtig hell und Bekky hat noch einmal unter den Bungalow von Sabrina geschaut und ihre Schuhe entdeckt. Jetzt konnten wir packen und uns ein Zimmer für eine Nacht suchen.


Wir haben über Boocking.com schnell ein Zimmer in Dan Sala Dan in der Nähe des Piers gefunden. Es war uns nicht wohl bei dem Gedanken, noch mal eine Nacht dort zu verbringen. Wir hatten auch voll Mitgefühl mit den Angestellten. Man sah es ihnen an, dass sie auch geschockt waren. Wir sind froh, das es so glimpflich ausgegangen ist und hoffen das es nur eine einmalige Sache von einem verrückten oder ein Unfall war und das, wenn nach ein paar Tagen die Anlage wieder eröffnet und alle friedlich ihrer Arbeit nachgehen können.
Der restliche Tag verlief ohne weitere Vorkommnisse. Unser neues Zimmer hat einen tollen Meerblick und der Nachtmarkt ist auch nicht weit.

Einige Stände haben sich dem heutigen Halloween angepasst. Hier in Thailand ist Halloween aber eher süß und niedlich und nicht gruselig.




1.November 2025, die Saison beginnt
Pünktlich zum beginn der Saison hat sich das Wetter gebessert. Als wir aufgestanden sind war der herrlichste Sonnenschein draußen. Gut, dass wir die Fahrt nach Koh Mook oder auch Koh Muk geschrieben um 2 Tage verschoben haben. Heute ist eindeutig der bessere Tag um mit dem Speedboat zu fahren.




Nach einer Stunde Fahrt sind wir auf Koh Mook angekommen. Wir haben uns gleich mehrere Jahre zurück versetzt gefühlt. Hier ist es teilweise noch so wie wir Thailand vor über 15 Jahren kennengelernt haben.
Nach dem wir im Hotel eingecheckt haben sind wir erst einmal was essen gegangen und haben dabei gleich unsere Weiterfahrt organisiert. Dann kurz ins Zimmer um die Badesachen zu holen und ab zum Beach.

Die Fahrt war etwas abenteuerlich. Der letzte Abschnitt der Strecke war nicht befestigt und noch sehr schlammig. Wir mussten vom TukTuk öfter absteigen, weil wir im Schlamm stecken geblieben sind. Dabei bin ich bis zu den Waden im Schlamm versunken und ich hatte Schwierigkeiten meine Latschen aus dem Schlamm zu befreien.

Aber die Strapazen haben sich gelohnt. Ein echt geiler Beach.






02.11.2025 Emerald Cave
Heute wollten Sabrina und ich was besonderes noch vor dem Frühstück unternehmen. Die Emerald Cave‘s sind bekannt durch ihre kleine Lagune, die nur durch eine im Wasser liegende Höhle zu erreichen ist. Am besten kann man die Höhle bei Ebbe durchschwimmen. Das Problem dabei ist, Ebbe ist zur Mittagszeit in der größten Hitze und da gehen dann Gruppentouren hin. Wir wollten aber nicht mit vielen anderen Menschen dort hin und erst recht nicht in der Mittagshitze. Eine Private Tour kommt uns auch nur 10€ teurer. Die startet um 7 Uhr. Nur Sabrina und ich, der Bootsführer und der Guide, der uns durch die Höhle lotst. Die Fahrt zum anderen Ende der Insel hat circa 15 Minuten gedauert. Das Boot wurde etwa 50 Meter vom Eingang der Höhle geparkt. Der Guide ist zuerst mit einem Rettungsring und einer extra Schwimmweste ins Wasser. Wir hatten keine eigene Schwimmweste. Mir hätte die sowieso nicht gepasst und sie wäre im Nachhinein betrachtet auch kontraproduktiv gewesen. Wir sind bei hohem Wasserstand in die Höhle rein und manchmal war der Abstand zur Höhlendecke nur wenige Zentimeter. Da wären wir mit der Schwimmweste hängen geblieben.





Wir fragten uns, warum das Boot so weit entfernt geparkt wurde. Schon der Weg zum Höhleneingang war anspruchsvoll. Im Meer zu schwimmen ist etwas anderes als im Pool zu planschen. Die Wellen haben den Eingang immer wieder verschlossen, sodass wir den richtigen Zeitpunkt abpassen mussten um in die Höhle zu gelangen. Dann drinnen, wurde es plötzlich schwarz um uns herum. Nur die Stirnlampe des Guide leuchtete ein wenig. Wir folgten dem Licht in die Höhle rein. Es ging auch um mehrere Ecken und teilweise wurde die Höhle sehr niedrig. An den niedrigen Stellen mussten wir die Wellenbewegung abpassen um nicht mit dem Kopf anzuschlagen. An manchen Stellen musste man auch mit dem Kopf unter Wasser und mit den Händen über dem Kopf sich an der Höhlendecke lang tasten. Der Weg durch die Höhle soll 80 Meter lang sein. Uns kam es länger vor.

Der Leser soll nicht enttäuscht sein, wenn es vom inneren der Höhle keine Bilder gibt. Auch wenn es für Aufnahmen nicht zu dunkel gewesen wäre, ich war mehr damit beschäftigt zu schwimmen und dem Guide zu folgen.
Nach 8 Minuten, so lange lief die Cam mit, ohne eine Lichtquelle einzufangen, ist das Wasser von schwarz zu türkis übergegangen. Der Anblick belohnt für die Strapazen.





Nach circa 15 Minuten am Strand haben wir auch wieder den Rückzug angetreten.




Alles in allem war es anstrengender als gedacht. Wahrscheinlich ist dies auch dem hohen Wasserstand zuzuschreiben. Die beiden Thais haben einen super Job gemacht und haben immer auf unsere Sicherheit geachtet. Wer einigermaßen Fit ist und keine Angst, in dunklen Höhlen zu schwimmen, für den ist die Emerald Cave zu empfehlen. Die circa 30€ für die Private Tour, also p.P. 15€ sind es wert. Die Gruppentour ist nur unwesentlich günstiger.
Auch der Abend entwickelte sich anders als gedacht. Zurück vom Abendessen wollten wir noch gemütlich ein Bierchen auf der Terrasse trinken. Aber technische Probleme mit der Toilette zwangen uns die Besitzerin der Anlage zu kontaktieren. Wir konnten nicht in dem Zimmer bleiben und uns wurde der freie Nachbarbungalow angeboten. Den hatten wir aber schon bei Ankunft abgelehnt, weil er etwas gemuffelt hat. Gleichzeitig kam auch ein Gast von der gegenüberliegenden Seite zu uns rüber und meinte, das er auch den Bungalow wechselt wegen Tierchen im Zimmer. Das Mook Ing Lay hat zwar gute Bewertungen scheint aber aktuell ein Problem zu haben. Ich schlug vor, eine Nacht in dem muffligen Bungalow zu bleiben und nächsten Morgen auschecken. Die eine gebuchte Nacht lassen wir verfallen. Wir hatten für den übernächsten Tag ein Transfer nach Ao Nang gebucht. Es war 21.45 Uhr ob ich den Typen, der uns den Transfer vermittelt hat noch erreichen konnte und den Transfer auf den nächsten Morgen ändern konnte? Wenn dann in Thailand. So bin ich schnell zu dem Booking-Menschen hin. Er war da und meinte, dass es kein Problem wäre. Er änderte das Datum auf meinem Voucher und sage „ist geändert“. Scherzkeks hab ich gedacht. Aber er zeigte mir seinen Bildschirm und er änderte dort auch das Datum und meinte das wir morgen früh um 9 Uhr abgeholt werden. So etwas wäre in Deutschland nie möglich gewesen. Und es hat auch super funktioniert.








Um 12 Uhr Mittags waren wir in Ao Nang. Seit unserem letzten Aufenthalt, zu Songkran 2018 hat sich hier einiges getan. Wir hatten den Ort nicht ganz so trubelig und voll in Erinnerung. Und jetzt ist erst der Anfang der Season. Indische und russische Leute beherrschen das Straßenbild. Fast jedes zweite Restaurant ist ein Inder. Dadurch kann man nicht mehr in Ruhe durch die Straßen gehen ohne alle paar Meter angesprochen zu werden. Das thailändische Straßenbild ist fast verschwunden. Wo die Thais früher in Ruhe und gemütlich ihren Job nachgingen herrscht jetzt lauter Trubel.



Wir wollten gerade zum Abendessen gehen als eine Benachrichtigung von Booking.com rein kam. Die Bungalowanlage zu der wir Morgen fahren wollten, hat unsere Zimmer storniert. Einfach so, wenige Stunden vor Anreise und außerdem ist zu dieser Zeit Loy Krathong, das thailändische Licherfest. Da Reisen die Thais für die 2 Tage und es sind kaum Zimmer verfügbar. Natürlich würde es Zimmer geben aber zu welchem Preis. Wir hatten 2 Bungalows für je 35€/Nacht gebucht und die Anlage hatte einen Pool. Wir wollten 2 Tage entspannen, bevor es nach Bangkok geht. Bekky, Profi wie sie ist im Hotel finden, hat schräg gegenüber vom jetzigen Hotel, ein Hotel auf Booking.com entdeckt. 2 Zimmer waren frei und ein Pool war vorhanden. Aber doppelt so teuer wie der andere Bungalow. Wir haben uns entschieden nicht online zu buchen sondern schnell rüber zu gehen. Da es dunkel war, konnten wir den Poolbereich nicht richtig sehen aber die beiden Zimmer sind groß und liegen nebeneinander. Außerdem kosten die Zimmer direkt vor Ort gebucht 20€/Zimmer weniger als über Booking.com. Ok, eine Anzahlung gemacht und Essen gegangen. Morgen ziehen wir wieder um.
04.11.2025 Ao Nang
Wir machen erst mal 2 Tage Pause. Die letzten Tage waren schon anstrengend. Und Bekky war noch nicht am Pool. Das Hotel Krabi Chada Resort entpuppte sich als kleine Oase obwohl es von außen nicht so aussah.





05.11.2025 Loy Krathong
Loy Krathong ist das thailändische Lichterfest, bei dem Menschen kleine, schwimmende Körbchen mit Blumen, Kerzen und Räucherstäbchen auf Flüsse oder Seen setzen, um böse Geister loszulassen und Dankbarkeit zu zeigen.
Leider haben wir in Ao Nang keine Flüsse oder Seen, sondern nur das Meer mit Wellengang. Das macht es schwierig bis unmöglich einen Krathong, das Blumenkörbchen, wohlbehalten zum schwimmen zu bringen. Nach wenigen Sekunden kam die Welle und kippte das Körbchen um. Aber wir haben es versucht. Der Wille zählt.
Vorher waren die Mädels aber noch shoppen.






Zum Abschluss gab es Suppe, viel Suppe. Morgen geht es nach Bangkok.

06.11.2025 Bangkok
Der Flieger von Air Asia ist pünktlich von Krabi abgehoben, sodass wir gegen 13 Uhr in Bangkok angekommen kommen sind.

Die Taxifahrt vom Don Mueang Airport war kuschelig. Eigentlich habe ich am Taxistand gemeint, das wir ein größeres Auto bräuchten, bekommen haben wir aber das wohl kleinste Taxi von Bangkok. Der Kofferraum war durch eine Tasche gefüllt, also musste der Rest unseres Gepäcks auf den Beifahrersitz und wir 3 mussten uns die enge Rücksitzbank teilen. Dafür lief die Abrechnung über das Taximeter und so hat der Spaß nur circa 300 Bath gekostet.
Lange blieben wir nicht in unserem Hotel in der Rambuttri Rd. Das Wat Arun wollte als erstes von uns besichtigt werden. Seit unserer letzten Fahrt auf dem Chao Phraya hat sich aber einiges mit den Routen der Boote getan. Noch vor 1,5 Jahren konnten wir mit der Orangen Linie alle Highlights für 16 Baht erreichen nun muss man die Blaue Linie für 50 Baht nehmen, die alle touristischen Ziele anfährt. Und die Boote sind größer, langsamer und voll langweilig.

Der Vorteil ist bei der Linie, wenn man mehrere Ziele auf der Route hat holt man sich das Tagesticket für 150 Baht








Am Abend wenn alle Garküchen auf haben, ist die beste Zeit um durch die Rambuttri und der Khao San Rd. zu schlendern.






07.11.2025 immer noch Bangkok
Eigentlich wollten wir zum Königspalast. Für mich wäre es der 4. Versuch gewesen. Dieses mal wurde ich nicht am Haupteingang abgewiesen. Es gibt einen traurigen Anlass, dass wir nicht den Palast besuchen können. Die Königinmutter Sirikit von Thailand ist am 24. Oktober 2025 verstorben, und es wurde eine Trauerzeit ausgerufen.
Der Große Palast (Grand Palace) in Bangkok, zu dem auch der Tempel des Smaragd-Buddhas (Wat Phra Kaeo) gehört, ist aufgrund der königlichen Gedenkfeiern vorübergehend geschlossen Der Große Palast ist vom 26. Oktober bis zum 8. November 2025 geschlossen, um die Gedenkfeierlichkeiten zu ermöglichen.
Dies ist auch der Grund, warum selbst auf der Khao San Rd. sehr ruhig zugeht. Der Wat Pho, der mit dem großen liegenden Buddha, ist aber geöffnet. Der Plan war schnell ausgehandelt. Zuerst Wat Pho und dann weiter zum IconSiam Shopping Center.
Was soll ich schreiben zum Wat Pho? Wir sind nicht die Tempelgänger. Aber schön anzusehen ist er schon.







Danach ging es mit der Yellow Linie zum IconSiam. Das Schönste aber wohl überbewerteste Schoppingcenter von Bangkok. Die untere Etage soll ein Streetfoodmarkt darstellen. Es gibt auch unzählige „Garküchen“. Aber nirgendwo einen Platz um das erstandene Essen auch essen zu können. Schön sieht es aus aber praktisch ist es nicht. Zwischen dem G-Level (Food Court) und der 6. Etage liegen die Shopping Etagen. Wer‘s mag. Und in der 6. Etage dann die „bessere“ Gastronomie. Mangels an Sitzplätzen unten, haben wir oben dann was gegessen. Im Inneren des Shoppingcenter’s sind, auf Grund der Größe, kaum brauchbare Fotos zu machen. Der Außenbereich des Icon Siam, mit Blick auf den Chao Phraya ist toll für Fotos auf die Skyline.


Leckeres Abendessen gab es dann auf der Khao San Road.


08.11.2025 der letzte Tag in Bangkok
Am letzten Tag vor dem Rückflug sind wir gerne in einem „besseren“ Hotel. Die Sachen für den Flug checken und aufhängen zum lüften.
Außerdem muss dringend am Pool noch einmal Sonne getankt.
Am Abend erwartet uns die Garküche in der Sukhumvit Road, zu der wir seit Jahren an unserem letzten Abend in Bangkok gehen.



Dann noch kurz zur Siam-Station gefahren, um die abendliche Stimmung zu genießen. Und wir wurden von dem, was da gerade aufgebaut wurde überrascht. Bauen die doch da glatt einen Weihnachtsmarkt auf. 20 Uhr, 30 Grad und voll schwül und da steht ein Weihnachtsbaum.


Der Weihnachtsmarkt ist zwar noch im Aufbau aber man kann erkennen was es wird.


09.11.2025 Shanghai
Das 2. mal in diesem Jahr in China. Dieses mal in Shanghai. Anfang des Jahres sind wir zurück von unserer Vietnamreise über Guangzhou geflogen und hatten einen 12 stündigen Aufenthalt in der Stadt. Jetzt sollte es ungefähr 3x so lang werden.
Die Fahrt zum Flughafen in Bangkok war schneller vorbei als gedacht. Sonntags Vormittags sind selbst die Straßen von Bangkok fast leer. Nach 30 Minuten wurden wir vor dem Flughafen abgesetzt.
Im Sommer kam in den Medien die Meldung, dass bei Flüge in und nach China nur noch eine Power Bank mit dem chinesischen Siegel CCC mitgenommen werden kann. Wir hatten uns extra eine besorgt. Bei der Sicherheitskontrolle hat es niemanden interessiert. Wir konnten sogar die Power Bank in der Tasche lassen.
Unseren Rückflug haben wir mit Meilen in der Business Class gebucht. Deshalb konnten wir ganz entspannt in der nicht mehr ganz so neuen Lounge von Thai Airways warten.


Leider hatte dieser 4,5 stündige Flug keine vollwertige Business Class.

Pünktlich um 18.30 Uhr sind wir gelandet. Den Einreisezettel haben wir schon im Flugzeug ausgefüllt. Es sollte eine Telefonnummer angegeben werden. Da in unserer chinesischen SIM-Karte keine integriert ist, haben wir das Feld frei gelassen. Wir kamen so durch. Sabrina musste ihre deutsche Nummer angeben. Vielleicht wollte der Grenzbeamte nur ihre Telefonnummer haben. 😛
Am Flughafenausgang nach rechts, findet man die Taxis. Uns wurde wieder das älteste und kleinste Auto zugewiesen. Wir haben vorher, durch Kauf einer Cola geprüft, ob unser AliPay funktioniert. Im Taxi kann man immer damit zahlen. Nach wenigen 100 Metern ist die hektische Fahrerin rechts ran gefahren. Sie versuchte uns zu erklären, das sie oder das Auto Probleme hatte und ihr Mann weiter fährt. Der Umstieg ging schnell und hektisch vonstatten. In einem anderen Land hätte man sich Sorgen machen müssen. In China eher nicht. Aber der Taxifahrer wollte schnell zu seiner Frau zurück. So sind wir in Rekordzeit die 40km in die Innenstadt gekommen. Unter 30€ hat die Fahrt gekostet.
Nach dem Check In und einem ersten chinesischen Essen sind wir erst einmal zur Attraktion dieser Stadt gegangen. Dem View!






Aber Punkt 22 Uhr war Schluss mit der Lichterpracht. Zu der Zeit wird die Beleuchtung abgeschaltet.

Hier auf der Plattform tummeln sich auch viele Verkäufer und Fotografen die dir was andrehen wollen. Diese sind zeitweise recht aufdringlich und man muss energisch abweisend sein. Die Müdigkeit und Kälte hat uns dann auch schnell wieder ins Hotel getrieben. Wenn man Bangkok mit seinen schwülen 30 Grad gewohnt ist, sind die nasskalten 15 Grad nicht angenehm.
10.11.2025, Shanghai
Ein voller Tag Shanghai. Es gibt viel zu entdecken in der kurzen Zeit. Unser Hotel ist nur wenige Minuten vom Bund entfernt. Aber auch die Nanjing Road, die Shopping Meile und Old Street sind in 20 Minuten zu Fuß zu erreichen. Anfangen wollen wir aber mit Pudong, dem Stadtteil auf der anderen Seite des Wassers. Dort wo der Oriental Pearl Tower steht. Es gibt 2 gute Wege von unserem Hotel dem „Atour Hotel Shanghai Bund Nanjing East Road“ aus. Mit dem Bund Sightseeing Tunnel, die Bahn die unter dem Huangpu River drunter fährt und die Fähre, die auf dem Fluss fährt. Wir haben uns für den Hinweg für den Tunnel entschieden und zurück mit der Fähre. Die Bahn durch den Tunnel kostet 11€/Person. Teuer dachten wir zuerst. Aber was für ein Spaß wir hatten, ließ sich da noch nicht erahnen. Beim Ticket Kauf, wurden wir gefragt, ob Weltraum oder Dinosaurier. Haben Saurier gesagt ohne zu wissen was kommt. So sind wir ohne Erwartungen los.

Wir waren die einzigen Gäste, die in der Gondel waren. Die Fahrt ging durch einen mit Lichteffekte ausgestatteten Tunnel.

Am anderen Ende nach circa 5 Minuten sind wir auf der anderen Flussseite ausgestiegen. Wir sind eine Treppe hoch und oben angekommen war eine Tür mit Dinosaurier Bilder. Sind da mal rein. Hatten ja Tickets mit Saurier. In drin dann ein paar mechanisch animierte Saurier. OK war ganz nett. Eine Frau führte uns plötzlich in ein Kinosaal, der aussieht wie ein Flugsimulator. Dort lief ein Film über einen Flug, der durch ein Gebiet voller Saurier geht. So viel Spaß hatten wir schon lange nicht mehr. Bin voll auf das Video gespannt. Ich habe die ganze Passage vom Eingang in den Tunnel bis zu den Sauriern mit gefilmt.

Es gibt auch ein Disney-Store gleich in der Nähe. War auch ganz nett anzuschauen. Es gibt noch mehr, wie das Shanghai Ocean Aquarium. Das liessen wir bewusst aus.


Ein kurzer Besuch im Apple Store, der ähnlich wie der in New York in der Fifth Avenue unter der Erde ist, beendete unseren Besuch auf der anderen Flussseite.



Jetzt noch die 20 Minuten zur Fähre gehen und wieder rüber fahren. Der Fahrpreis ist nur ein paar Cent. Aber wie kommt man an ein Ticket? Es gab keine offenen Ticketschalter. Ich bin dann vor zu dem Eingang gegangen, wo die Tickets gescannt werden. Ein Angestellter erkannte meine Not und fragte nach AliPay. Er versuchte zu erklären, dass man damit Tickets für die Fähre kaufen kann, aber es gibt extra Bereich in der AliPay App für Tickets. Den Bereich hatte ich noch nicht aktiviert. Wir richteten das zusammen schnell ein und schon hatten wir 3 Tickets. Sind schon nette Leute hier. Aber ohne AliPay oder WeChat ist man aufgeschmissen in China. Selbst in Shanghai, wo teilweise ausländische Kreditkarten akzeptiert werden, funktioniert AliPay bedeutend besser.








Eigentlich wollten wir anschließend zum Yu-Garden. Dies soll ein schön angelegter Park im chinesischen Style sein. Aber der hat Montags geschlossen. Schade. Als Alternative sind wir zur Nanjing Road, der Shopping Street hier in Shanghai gegangen. Bis auf ein paar architektonischer Besonderheiten und etwas andere Restaurants mit uns größtenteils unbekannten Speisen, ist jede Shopping Meile gleich. Wer Shopping mag, kann es eventuell gut finden.
Weil der Yu Garden zu hatte, war etwas Zeit zum die Füße für den abendlichen Gang durch die Old Street zu schonen. Die Old Street ist ein Highlight, besonders wenn es dunkel ist. In der Straße stehen alte chinesische Holzhäuser, die im dunklen, rot angestrahlt werden. Sieht ja auch schön aus.


Aber die Massen an Menschen die sich dort durchwühlen und teuren Plastikplunder kaufen, macht die Old Street für uns zur Enttäuschung.



Ein letztes mal am Bund entlang, bevor morgen der Rückflug nach Deutschland ansteht.




Das Taxi war pünktlich 7.30 Uhr am Hotel. Wir haben uns wieder ein etwas größeres Auto genommen, sodass man nicht so zerquetscht am Flughafen ankommt.

Die Fahrt zum Flughafen hat doppelt so lange gedauert wie die Fahrt mit dem Rennfahrer-Taxi in die Stadt rein. Und wir hatten kurz vor dem Ziel auch noch fast ein Auffahrunfall.
Die chinesischen Kontrollen waren wieder strenger als in Bangkok. Es wurden auch die Power Banks angeschaut. Eine hatte das CCC Zeichnen aus China die andere nicht. Aber beide kamen durch. War mal wieder viel Lärm um nichts. Die Wartezeit von fast zwei Stunden verbrachten wir in der Lounge von Air China. Wir hätten auch in die Lounge von Air India gehen können, aber die von Air China war uns lieber. Jetzt haben wir einen fast 14stündigen Flug nach Zürich vor uns und in Zürich geht es dann nach einer knappen Stunde Umsteigezeit nach Frankfurt weiter.
Die 14 Stunden nach Zürich, haben sich trotz der relativ großen Business Class doch ganz schön gezogen. Aber die gute Versorgung mit Speisen und Getränken hat den Flug erträglicher gemacht. Was mir negativ aufgefallen ist, Swiss Air hat keine Kopfhörer mit Noise Canceling. Die Fluggeräusche haben beim Filme schauen gestört. Das Angebot von Filmen war ganz okay.


Das Essen an Board war wirklich gut. Auch die Getränkekarte war vielseitig. So habe ich mir vor dem Essen ein Schweizer Bier bestellt und zur Vorspeise gab es einen Schweizer Weißwein und zum Steak ein Schweizer Rotwein. Wusste nicht mal, das es Schweizer Wein gibt.




Auch der Weiterflug von Zürich nach Frankfurt ging planmäßig. Unsere Koffer kamen auch fast als erstes zum Gepäckband. Aber an eine Fahrt nach Hause war nicht zu denken, so kaputt wie wir waren. Vorsorglich haben wir noch ein Zimmer im Garden Inn am Flughafen gebucht.
Man liest sich wieder.
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