2026 Thailand

1. Mai

Seit einigen Jahren schreibe ich hier, das es jedes Jahr spannender wird zu reisen. Die Frage, ob alles funktioniert wie geplant, steht immer im Raum. Mal ist es COVID mal ein Streik. Aber dieses Jahr toppt alles. Ein Mann in Washington beschließt Krieg zu führen und Millionen Reisende leiden darunter. 3 Tage vor unserem Abflug von Frankfurt über Dubai nach Bangkok, droht dieser Mensch, über den Iran noch mehr Bomben fallen zu lassen. Der Iran droht, wenn das passiert, greift er die Infrastruktur der VAE an. Wir haben lange überlegt und uns entschieden, unseren Flug mit Emirats zu stornieren. Das Geld sollten wir, laut Emirats, zurück bekommen. Wir hatten über Booking.com gebucht. Ich habe eine E-Mail mit dem Stornierungswunsch geschickt und am nächsten Morgen gleich die Bestätigung erhalten. Ohne kurz Rücksprache zu halten. Fast zeitgleich hat sich der Mann in Washington entschieden, das es nur ein Bluff war mit den verstärkten Angriffen auf den Iran. Aber die Stornierung war durch.

Auf der Suche nach einer Alternative sind wir bei Condor hängen geblieben. Ein Direktflug, 5 Wochen später und etwas teurer aber dafür in der Premium Economy. Nur 2 Sitze nebeneinander und ein etwas größere Sitzabstand zur vorderen Reihe. Zwar nicht so viel wie bei anderen Airlines aber es müsste für einen über 1,90 Meter großen Menschen passen. Dieser Flug sollte aber einer der anstrengendsten Flüge werden, die wir je hatten. Nach vorne hat der Platz gereicht. Aber trotzdem war es sehr eng nebeneinander. Und die Sitze waren so schlecht und unbequem, das der Hintern schon nach 2 Stunden total geschmerzt hat. Irgendwie haben wir die weiteren 8 Stunden des Nachtflugs überstanden. Vor vielen Jahren sind wir schon einmal mit Condor Langstrecke geflogen aber noch mit alten Maschinen. Damals haben wir gesagt, nie wieder Condor. Die jetzigen Flieger sind neu. Wir gaben Condor eine Chance. Aber das man in der Premium Economy schlechter sitzt als in vielen arabischen und asiatischen Fluglinien in der normalen Economy, hätten wir nicht gedacht. Und Condor will dafür noch bedeutend mehr Geld. Leider müssen wir den Rückflug auch mit Condor fliegen. Aber dann nie wieder Condor.

Aber genug gemeckert. Die ersten Stunden in Bangkok nutzen wir, um uns etwas an das Klima anzupassen. 35 Grad hatten wir schon lange nicht mehr.

Das erste Chang
Das erste Morning Glory
Der erste Papaya Salat
Khaosan Road
Khaosan Road
Khaosan Road
Khaosan Road
Irgendwo anders

04. Mai

Seit gestern sind wir auf Koh Chang. Wir geben der Insel eine weitere Chance. Nach 2008 mit 5 Tagen nonstop Regen und 2024, drei Tage die auch nicht mit schönen Wetter gesegnet waren. Und jetzt zum Beginn der Regenzeit soll es besser sein? Bis jetzt ja. 33 Grad Luft und Wassertemperatur, eine leichte Wolkendecke, so dass die Sonne nicht allzu stark brennt aber ab und an mal scheint. So ist es perfekt.

Die 6 Stunden Fahrt mit dem Minibus haben sich leicht gezogen aber der Fahrer musste alle 2 – 2,5 Stunden eine Pause von 30 Minuten machen. Es gibt ein elektronisches System im Bus, das dass kontrolliert. So konnte man sich an den Top ausgestatteten Rastplätzen in Thailand die Füße vertreten und was essen und trinken.

Warten auf den Bus
Der Rastplatz
Auch noch Rastplatz
Warten auf die Fähre
Die Fähre

Nach 330 km und 6 Stunden waren wir an der Fähre. Diese kam auch direkt. Die Überfahrt dauert knapp 30 Minuten. Wir wurden am Pier direkt von einem anderen Minibus abgeholt, der uns zu unserem Ziel im Süden der Insel brachte. Wir haben die Fahrt online über 12Go gebucht. Es hat alles super funktioniert. Knapp 50€ hat es gekostet und sind von der Khaosan direkt ins Hotel auf Koh Chang gebracht worden. Der Minibus war halb leer.

Was uns etwas stutzig gemacht hat, war der circa fünf Kilometer lange Stau von den Autos, die die Insel mit der Fähre verlassen wollten. Wir müssen definitiv auf den Rückweg eine der ersten Fähren nehmen.

Das Hotel, das Nature Beach Resort, liegt am Lonley Beach. Ein etwa 3-4 Meter breiter Streifen mit Geröll-Steinen liegt vor dem Zugang zum Wasser. Aber circa 50 Meter weiter rechts kommt man ohne über Steine zu müssen ins Meer.

Bei Ebbe sieht man die Steine
Bei Flut nicht

Die Anlage liegt etwa einen Kilometer von der nächsten Ortschaft entfernt. Für unsere Zwecke, ein paar Tage faul zu sein ist das OK. Zumal die Preise für Speisen und Getränke human sind und die Küche hervorragend ist. Die Bungalows liegen nicht zu dicht beieinander und sind sauber. Viel mehr braucht man nicht.

Unser Bungalow
Pool direkt am Beach
der Beach
Vor dem Bungalow
Im Bungalow

Heute waren wir im „Lonley Beach Dorf“ es scheint die besten Tage schon hinter sich zu haben. Vieles hat nur Saisonweise auf und ist jetzt geschlossen. Und für das Partyvolk öffnen die Bars eh erst nach Sonnenuntergang. Aber die meisten geschlossenen Bars sehen aus, als ob schon mehrere Monate niemand nach dem rechten geschaut hat. Es war doch eine gute Entscheidung nicht direkt im Ort ein Hotel gebucht zu haben.

07. Mai

Wir sind am Kai Bae Beach. obwohl es ein sehr touristischer Ort ist, merkt man die Low Season sehr stark. Die Hotels und Restaurants sind fast leer. Aber dafür haben wir sehr günstig einen guten Bungalow fast direkt am Strand bekommen.

Eingang zum K. B. Resort
Unser Bungalow
Blick vom Bungalow auf‘s Meer
Pool

Obwohl das Hotel direkt am Strand liegt, sind keine Sonnenliegen am Strand. Nur am Pool. Eventuell liegt es daran, das ab und an Elefanten vorbei schauen und Touristen fressen?

Elefant am Strand
Strand vor dem Hotel in der Abenddämmerung

Das Wetter selbst ist schwierig einzuordnen. Eigentlich ist es durchaus schön. Die Sonne knallt nicht so stark runter. Aber es ist sehr schwül und windstill. Kaum sitzt man irgendwo draußen, wo kein Wind weht oder kein Ventilator ist, läuft es aus allen Poren raus. Aber sobald ein kleiner Windzug da ist, ist es sehr gut auszuhalten.

Kai Bae Beach am Abend
Tschüss Koh Chang, schön war’s

10. Mai

Vor 2 Jahren sind wir auch von Koh Chang nach Koh Samet gefahren. Wir haben, wie damals, nicht einen Minibus gebucht sondern einen größeren Bus. Uns ist nicht bewusst, dass die Fahrt damals auch so schlimm war. Wir sind pünktlich um 9.00 Uhr vom Hotel abgeholt worden und haben dann weitere Hotels angefahren. Das war es auch mit den Gemeinsamkeiten. Gleich zum Anfang habe ich festgestellt, dass ich mit meinen Beinen nicht zwischen die Sitze gepasst habe. Selbst Bekky hat nicht richtig reingepasst.

Spoiler 7 Stunden so sitzen

Nach 30 Minuten hielten wir an einer Art Bushaltestelle in der Nähe vom White Sand Beach und blieben dort auch eine halbe Stunde lang stehen. Nur so.

Los geht’s, runter von Koh Chang

Dann ging es zur Fähre und wir waren gegen 11.30 Uhr auf dem Festland. Aber anstatt in die richtige Richtung zu fahren, sind wir entgegen gesetzt nach Trat gefahren um am Busbahnhof noch Leute abzuholen und der Busfahrer musste noch was essen.

Dann ging es endlich los, dachten wir eine halbe Stunde lang. Bis der Busfahrer in eine Raststätte einfuhr. 30 Minuten Pause zum essen.

Eine Raststätte im Jungle

Gegen 14 Uhr sind wir dann endlich losgefahren. Der Fahrer hat auch ordentlich Gas gegeben und wäre fast auf ein Stauende drauf gefahren. Er konnte gerade so noch ausweichen. Um 15.50 Uhr sind wir dann ohne weitere Vorkommnisse am Pier angekommen.

Und da haben wir einen typischen Anfängerfehler gemacht. Der Fahrer hatte uns schon vorher gefragt, ob er uns schon von unterwegs Sitzplätze im Boot rüber zur Insel reservieren sollte. Zuerst habe ich nein gesagt. Doch dann habe ich gedacht, wer weiß wann wir ankommen. Nicht das es später wird und die letzten Boote ausgebucht sind. Ok, meinte ich zu ihm. Und am Pier angekommen wurden wir auch gleich vom Bus abgeholt und zu der Verkaufsstelle der Boot-Tickets eskortiert. Alles war sehr hektisch und musste schnell gehen, weil das Boot gleich abfuhr. Wir hatten eigentlich gute Erfahrungen letztes mal gemacht und haben die Tickets für die Hin-und Rückfahrt gebucht. Leider haben wir festgestellt, nach dem wir mit einem Tuk-Tuk zur Anlegestelle gebracht wurden, dass diese Tickets nicht für das coole Speedboat wie letztes mal waren, sondern für ein „normales“ Motorboot auf dem bestimmt 30 Leute Platz hatten, dass natürlich bedeutend günstiger war. Wir haben aber den teuren Preis bezahlt. Deshalb nicht in Stress bringen lassen und sich selbst erkundigen und nicht auf andere verlassen.

Auf dem Boot nach Koh Samet

Um 16.30 Uhr, nach dem wir die 200 Baht Eintritt für die Insel bezahlt hatten, waren wir am Bungalow. Jetzt erst mal ankommen und ein Chang trinken.

Zu allem Überfluss scheint eine Welle bei der Überfahrt ins Boot geschwappt zu sein und hat genau Bekky‘s Reisetasche getroffen. Beim auspacken im Bungalow war ein großer Teil ihrer Sachen nass. Meine Tasche ist trocken geblieben.

Auch hier von Koh Samet wird es höchstwahrscheinlich nicht viel zu schreiben geben. Hoffen wir jedenfalls. Bunte Bilder werde ich ab und an hochladen.

Frühstück
Der Beach, an welchem wir die meiste Zeit des Tages verbringen 😀🌊
Pier Koh Samet
„Leichtes“ Unwetter zur Mittagszeit
Aber am Abend wieder alles gut

Am letzten Abend auf Koh Samet gab es doch noch einen kurzen Aufreger. Wir sind gerade los zum Abendessen, als der Strom ausfiel. Viele Fragen gingen uns durch den Kopf. Bekommen wir noch was zu essen? Wie soll Tommy die Hitze ohne Klimaanlage aushalten? Und das Wichtigste, wie wird das Bier kalt gehalten?

Stromausfall

Aber nach circa 20 Minuten war der Strom wieder da. Und wir konnten an unserer Lieblings Garküche was essen.

Da wo die grünen Stühle stehen gibt es das beste Essen auf Koh Samet

Jedenfalls konnten wir satt zu unserem klimatisierten Bungalow zurückkehren. Hoffentlich bleibt der Strom über Nacht da.

Do you need a Taxi?
Mutig oder lebensmüde? Da fahren Autos und Mopeds lang.

15. Mai

Wir sind in Pattaya. Besser gesagt am Jomtien Beach. Nicht ganz Pattaya und etwas ruhiger. Hier verbringen viele ältere Leute ihre Rentenzeit. Man kann es sich ja unverbindlich mal anschauen. Man(n) wird ja auch nicht jünger. Die Abreise von Koh Samet und die Fahrt mit dem vorab gebuchten Taxi nach Jomtien verlief störungsfrei. Wir haben für die 1,5 Stunden Fahrt mit dem Taxi auch nur 1.000 Baht rund 27€ bezahlt. Genau so viel wie die 15 minütige Hin- und Rückfahrt zur Insel.

Bekky lässt sich mit dem Gepäck aus der Bungalowanlage raus fahren.
Damit ging es zum Pier
Am Pier
Pier

Punkt 12 Uhr Mittags waren wir am Hotel in Jomtien angekommen. Check In war erst um 14 Uhr. So konnten wir noch gemütlich zum Mittagessen gehen.

Mittagessen

Hier auf dem Festland war es noch etwas wärmer als auf den Inseln. 33 Grad und kein Wind weht. Ab Anfang Mai stellt sich das Wetter hier auf Regenzeit um. Die Sonne brennt zwar nicht zu stark von oben herab aber es ist dämpfig und schwül. Die bessere Zeit ist von November bis März. Also genau im deutschem Winter. Ideal für ein Rentner.

Abends besuchten wir dann den Jomtien Night Market. Er ist schön anzusehen und es gibt eine große Auswahl an Essen. Aber in einem Restaurant essen zu gehen wird günstiger und ein Großteil der Beschriftungen auf dem Night Markt sind in russisch. Man kann den Markt mal besuchen, ist aber kein Muss.

Eingang Jomtien Night Market.
Hier haben wir uns Ramen geordert.

16. Mai

Nach einem faulen Tag am Meer, haben wir uns entschlossen, nach Pattaya zu fahren.

Strand bei Ebbe
Bei Flut
Jomtien Beach

Die Baht-Busse sind immer noch günstig obwohl es teuer geworden ist. Nicht mehr 10 Baht pro Strecke, sondern 15 Baht. Also von 25 auf 40 Euro Cent/Person. Auf der langen Strecke nach Pattaya sind es jetzt 20 Baht. Also etwa 55 Cent für 45 Minuten fahren. So günstig ist es aber nur hier. Auf Phuket oder Samui wären es bestimmt 10-15 Euro. Hoffentlich bleibt es auch so günstig hier.

Unser erster Stopp war das Terminal 21. ein Shoppingcenter das man so in Deutschland nie finden wird. Es ist wirklich eindrucksvoll. Aber es kann für Europäer auch schnell zur Reizüberflutung kommen.

Im Baht-Bus
Shoppingcenter von außen
Shoppingcenter von innen
Auf der Food-Etage
Vor dem Terminal 21

Anschließend ging es zur Beach-Road. Vor fast genau 10 Jahren waren wir schon einmal hier. Schon damals war es nicht der entspannteste Ort. Aber jetzt ist es stressig. Menschenmassen und das in der Nebensaison. Wir waren eine Kleinigkeit essen und haben dafür zwei drittel mehr bezahlt als Mittags in Jomtien und nur halb so viel bekommen.

Die Walking Street, die sündigste Meile von Thailand, ist zu einer Pauschaltouristen Attraktion von Chinesischen Touristen geworden, die dem Tour Guide der die Fahne trägt hinterher läuft.

Siehst du den Pfeil? Der Tour Guide

Früher konnte man noch ein paar Blicke auf die Show werfen. Man konnte sehen was man bekommt, wenn man was wollte. Heute ist alles hinter verschlossenen Türen. Ich möchte nicht werten, ob es gut oder schlecht ist, dass sich alles hinter verschlossenen Türen abspielt. Es sind die Veränderungen die ich beschreibe.

Eingang zur Walking Street
Mittag essen
Ist das eine Garküche mit einem 7-Eleven oder ein 7-Eleven mit einer Garküche. Egal weil genial.
Nachtmarkt
Hotel und Erlebniswelt
Pattaya bei Tag und mit Ebbe
Pattaya

20. Mai

Der letzte komplette Tag in Thailand und heute ist „No Chair Day“ in Jomtien und Pattaya. Das heißt, dass heute keine Liegestühle am Strand aufgebaut werden. Das habe ich vorher nirgendwo gelesen oder gesehen. Wenn wir das vorher gewusst hätten wären wir einen Tag früher nach Bangkok gefahren. So entfällt der letzte Strandtag.

Alles ist verpackt und gesichert
Hier stehen sonst die Liegestühle

Außerdem wird der Strand weiter die Straße hoch neu aufgeschüttet. Zuerst wollten wir genau dort, eine ruhigere Ecke von Jomtien, ein Zimmer nehmen. Aber dann wäre uns folgendes passiert.

Im Hintergrund wird der Sand aufgeschüttet

Gut das wir uns umentschieden haben. So ist uns nur ein Tag am Beach verloren gegangen. Hier noch ein paar Eindrücke vom abendlichen Jomtien

Tschüss