— Laos

10.11.2016

6 Uhr morgens am Mekong, Don Det

Wir haben gestern Abend im Little Eden eingecheckt. Das war das erste Hotel, das wir vom Pier aus gesehen haben und es hat einen Pool. 


und endlich konnte auch der Homer raus


Eigentlich wollten wir nach Don Khon, der Nachbarinsel von Don Det. Aber in der Dunkelheit wird die Insel nicht mehr angefahren. Hier auf Don Det trifft sich eher das junge Publikum und in der Hochsaison soll es mehr Ballermann sein. Don Khon gilt als ruhiger. Als wir hier ankamen war es aber sehr ruhig. Kaum Leute hier. Die Saison beginnt aber erst. Nach dem Einchecken und Abendessen haben wir uns noch ein wenig den Ort angeschaut. Scheint ganz OK hier. Haben uns dann in einer Bar zum ausklingen, ein Bier und Friends reingezogen. In der Bar läuft von Morgens bis Abends Friends auf dem Fernseher. Jeden Tag. 

Heute morgen haben wir um eine Nacht verlängert. 

Bekky hat sich nach dem Frühstück erst einmal am Pool von der gestrigen Fahrt erholt und ich bin zu Fuß rüber nach Don Khon. Das hieß, diese Insel der Länge nach überqueren. Das sind circa 4 km bis man an die Brücke die rüber nach Don Khon kommt. 

Der Weg

Am Mekong entlang 


Entlang einer tollen Landschaft 


Bis man diese Brücke sieht


Und diesen fantastischen Blick hat

Auf der Nachbarinsel angekommen war ich leicht enttäuscht. Die Bungalows sahen alle nicht sehr ansprechend aus. Auch der Gesamteindruck konnte mit Don Det nicht mithalten. Es gab ein paar „bessere“ Restaurants aber darauf legen wir eher keinen Wert. Also bleiben wir auf Don Det. 

Als Rückweg habe ich eine andere Route gewählt. Diese war weniger interessant aber fast trocken, für Radfahrer besser geeignet. 


Alte Verladerampe der Franzosen. Die wollten sich den Mekong zu Nutze machen. War aber erfolglos. 


Aber für Traveller aus allen Ländern ein cooler Ort zum abhängen. 


Die Inseln erkundet man am besten vom Wasser aus oder per Fahrrad. Morgen wollen wir beides machen. Aber der Rest des Tages wurde am Pool verbracht. Und später den geilen Sonnenuntergang betrachtet. 

11.11.2016

Für heute haben wir einen Ausflug geplant. Wir wollen den Delphinen einen Besuch abstatten, hoffentlich wollen die uns auch sehen. Anschließend geht es dann zum Songphamit Wasserfall. Die Irrawaddy Delphine sind im Mekong vom aussterben bedroht. Wir hoffen das unser Bootsführer auch davon weiß und sich leise und langsam den Delphinen nähert. 

Aber erst einmal ging es mit dem TukTuk quer über beide Inseln. Das war ein „Spaß“! Die Sitzfläche war für uns beide viel zu klein und der Weg war von dem letzten Regen noch halb überschwemmt. Außerdem sind die Schlaglöcher so tief wie das Moped hoch. 

Nach ein paar Meter hat unsere Fahrerin aber gemerkt, das für mich und Bekky als Fracht der Luftdruck nicht ausreicht. Also Zwischenstopp und Luft aufpumpen sowie den Ganghebel gerade biegen. Dann konnte es aber los gehen. 


An einer weiteren alten Verladerampe ist die Anlegestelle für die Boote. Wir die Rettungswesten angezogen und abgelegt. Zuerst ging es 10 Minuten den Fluss entlang, dann drosselte der Fahrer den Motor und nach ein paar Minuten machte er den Motor ganz aus und wir gleiteten zu unserer Beobachtungsposition. 

Nach einer Weile haben wir wirklich in einiger Entfernung einen Delphin gesehen. Aber immer nur ganz kurz. Er tauchte auf zum Luft holen und war schnell wieder weg. Es müssen mehrere gewesen sein, weil die Abstände kürzer wurden. Aber sie waren immer sehr schnell weg. Zu schnell für ein Foto. Dann kam von der anderen Flussseite ein Motorboot mit lautem Motor und voller Geschwindigkeit angefahren. Genau über die Stelle wo die Delphine waren. Was für ein A…… Es war ein junger Bootsführer mit 2 anderen Touris an Bord. Die haben sich dann in einiger Entfernung zu uns auch auf Lauer gelegt. Aber viel hat man jetzt nicht mehr gesehen. Die sind dann auch schnell wieder weg und wir sind dann auch bald zurück ans Pier. 

Voraus unser Beobachtungsposten 

Blickrichtung zu den Delphinen


Wieder zurück zum Pier 

Nun ging es zum Somphanit Wasserfall. Dies soll der kleinere der beiden größeren Wasserfälle sein. 

Es gibt auch so etwas wie einen Strand hier. In der Trockenzeit wenn die Strömung nicht so reißend ist, kann man hier baden. 


Der Rückweg war wieder sehr abenteuerlich. Aber wenn man von den Schmerzen am Hintern absieht, hat es doch voll Fun gemacht. 


Wir waren gegen Mittag zurück von der Tour. Es gibt aber hier noch einen größeren Wasserfall. Den Khone Pa Soi Wasserfall. Dies soll der Größere sein. Tommy hatte die geniale Idee mit dem Fahrrad dort hin zu fahren. Da hat Bekky aber gestreikt. Was im Nachhinein auch gut war. Denn es wurde ein sehr harter Ritt. Nach dem Mittagessen zuerst die Schwierigkeit ein Fahrrad zu finden. Für mich sind das hier alles Kinderräder. Alle Fahrräder waren gleich schlecht. Also egal, da muss ich jetzt durch. Der Straßenzustand war ja bekannt aber mit dem kleinen Rad war es eine Herausforderung. Wieder an der Brücke nach Don Khon angekommen, wollte der Posten dort mir ein Ticket verkaufen. Dies soll so eine Art Touristikabgabe und Eintritt sein. Wir waren ja heute Morgen ja schon hier und ich habe von weitem mein Ticket von den anderen Wasserfällen gezeigt und ich konnte weiter fahren. Nun erst einmal den Weg finden. Es sind zwar die größeren Wasserfälle aber der Weg dorthin ist kaum befahrbar. Es ist nur ein Trampelpfad mit vielen Schlaglöcher. 

Mein Drahtesel 

Schon ziemlich kaputt 


Was mich auch stutzig gemacht hat, ist das ich  der einzige auf dem Weg war. Bin ich etwa falsch? Aber die geniale App „Maps.me“ meinte das es der richtige Weg sei. Also weiter. So kam ich dann zu ein Restaurant, von dem Fußwege zu dem Wasserfall führen. 


Hier konnte man sein Gefährt abstellen und es ging zu Fuß weiter. Aber es gab nicht solche Wege wie am anderen Wasserfall. Es waren nur durch das Dickicht führende Pfade mit wackligen nicht sehr stabil aussehende Brücken. Besonders nicht für einen 120 kg Mann. Jetzt war ich aber hier. Also aufpassen wohin man tritt und los 

Die Hängebrücke hat ganz schön gezittert

Kühe kamen mir dort überall entgegen 

Unten sieht man Vorrichtungen zum Fische fangen. 


Bei den großen Wasserfällen kommt man schlechter ran und man sieht weniger. Die Wege sind bestimmt Auch deswegen schlechter, weil weniger Leute hier her kommen. Jetzt stand noch mein Rückweg an, circa 8-10 km zurück. Meine Knie wollten jetzt schon nicht mehr. Durch den niedrigen Sattel konnte ich ja nie voll durchtreten. Der letzte Kilometer war auch der schlimmste. An manchen Stellen habe ich das Rad auch geschoben. Gesund und kaputt am Hotel angekommen erst ein mal geduscht und ein kaltes Bier getrunken. 

Der Abend ist dann noch ganz schön geworden. Beim Sundowner die Stefanie (ich hoffe richtig geschrieben) getroffen. Sie reist auch viel und wir konnten uns gut unterhalten. Leider trifft man die Interessanten Leute immer am letzten Tag. Weil wir reisen morgen früh nach Thailand weiter. Melde dich mal Stefanie. 


Zum Abschied wieder einen super Sonnenuntergang gehabt. Es ist schon ein schönes Fleckchen Erde hier. 

12.11.2016.                                                   Eigentlich wollten wir noch 2 Tage länger in Laos bleiben. Einen Tag länger auf den Inseln und einen Tag in Paxse. Aber unser Hotel ist ab heute ausgebucht und für einen Tag umziehen wollten wir auch nicht. Da kam mir eine Idee. In Thailand ist ja ab Montag das Lichterfest Loy Krathong. Das soll in Ayutthaya sehr schön sein. Und Ayutthaya ist in der Nähe von Bangkok. Also gecheckt ob es noch Zimmer in Ayutthaya und ein Flug von Ubon nach Bangkok gibt. Beides gab es, also gebucht. Dann noch die Fahrt von Don Det nach Ubon gebucht. Hat 100.000 Kip pro Person gekostet, circa 12€. Da sind wir zwar wieder den ganzen Tag unterwegs aber egal. Wenn wir einen Stopp in Paxse machen haben haben wir einen Reisetag mehr. 

Es war heute Morgen ein gemütliches Auschecken angesagt. Das Boot ging erst um 11 Uhr rüber auf das Festland. 

Tschüss Don Det

Warten auf die Überfahrt 

Gleich wieder festen Boden unter den Füßen 


Dort angekommen wurden wir zum Busbahnhof geschickt. Eine halbe Stunde später ging es mit dem Bus auch schon nach Paxse. 



Wir hatten wohl den langsamsten Busfahrer ever. In Paxse an einem Busbahnhof gegen 14.30 Uhr angekommen, wir durften aber nicht aussteigen um den Bus zu wechseln. Der Bus fuhr also weiter und hielt an einer Tankstelle am Stadtrand. Wir dachten nicht schon wieder. Man sagte uns, wir sollten über die Straße gehen und dann eine Minute weiter, dort ist der Bus. Es sah schon irgendwie komisch aus, eine Straße ins nirgendwo. Wir gingen aber über die Straße, den kleinen Weg weiter entlang und plötzlich, siehe da, ein kleiner Busbahnhof. Am Schalter mussten wir die Pässe zeigen und wir haben unsere Tickets bekommen. Als wir uns umdrehten stand auch schon der Bus da. Es war ein thailändischer. Juhu. Meine Hose war von den Sitzen im laotischen Bus voll nass. Die Sitze hatten Kunstlederbezüge und die Klimaanlage hat ihren Namen nicht verdient. 

Aber jetzt wird alles gut. Ein thailändischer VIP Bus mit guten Sitzen. Normalerweise mögen wir die klimatisierten Busse nicht so. Dieser aber tat richtig gut. Wir waren dann auch zügig an der laotischen Grenze zu Thailand. Unser Gepäck konnte im Bus bleiben und wir sind zu der Ausreisestempelabholstelle gegangen. Wir wollten die obligatorischen Stempeldollar bezahlen. Dieses mal wollten die aber Kip haben. Hatten wir nicht mehr. Zuerst meinte der Beamte ich solle wechseln. Habe mich dumm gestellt und er hat brav die 2$ genommen. Guter Beamter. Danach mussten wir durch einen engen Tunnel, der wie ein Weg im Hochsicherheitstrakt eines Gefängnisses aus sah, durch. Dann die Passkontrolle, wie immer easy in Thailand und wir waren im letzten Land unserer Reise angekommen.