Alles ist soweit erledigt. Die E-Tickets sind gedruckt, die 35 Dollar für das Visum liegen bereit und der Rucksack ist gefüllt.
Obwohl wir im Februar erst unterwegs waren, kommt es uns so vor, als ob wir Jahre nicht weg waren. Jetzt können wir es kaum erwarten.
Wir werden mit China Airlines über Taipeh nach Bali fliegen. In Taipeh werden wir 2 Tage verbringen, bevor es weiter nach Bali und nach Lombok geht.
Aber gerade auf Taipeh sind wir voll gespannt. So viel Touris soll es dort noch nicht geben, sodass es vielleicht noch ein bisschen exotischer für uns ist.
Für die ersten 3 Nächte auf Bali haben wir ein Zimmer reserviert. Wir werden uns in Ubud erst mal akklimatisieren bevor es rüber nach Lombok geht.
Wie es dann weiter geht wird sich zeigen.


Abflug und Ankunft
Wir hatten das Taxi zu halb 6 geordert. Es kam pünktlich. Natürlich waren wir viel zu früh am Bahnhof und wir hatten noch Zeit um uns eine frische Brezel zu holen. Warm schmecken sie am besten.
Wir waren pünktlich in Mannheim und auch der ICE zum Airport lag voll in der Zeit.
Da das Reisebüro für uns schon den Online-Checkin gemacht hat (Danke Reiseladen Heilbronn), mussten wir nur unser Gepäck abgeben. Als wir im Terminal 2 ankamen sahen wir eine lange Warteschlange an den Schaltern von China Airline. Zum Glück war der Schalter für die Onlinecheckinleute fast leer und wir kamen schnell dran. Natürlich habe ich nach einem Exit Sitzplatz gefragt und mal wieder Glück gehabt. Jippi.
Dann noch schnell ne Kleinigkeit Essen und dann ging es schon zur Passkontrolle. Es gibt jetzt für EU Bürger eine automatische Passkontrolle. Geht viel schneller. Man schiebt seinen Pass in ein Lesegerät und wenn der erkannt ist, geht man in eine Schleuse. Dort sind Kameras und diese prüfen ob man die Person Ist, wie der Pass behauptet. Bekky kam schnell durch, bei mir hat es länger gedauert. Sehe wahrscheinlich nicht so vertrauenswürdig aus. Ist aber ne gute Erfindung. Die Wartezeit verkürzt sich.
Aber die Taschenkontrolle erspart der Vorgang nicht. Dort mussten wir uns in die Warteschlange einreihen. Ging aber auch ohne Problem von statten.
Im Flieger selber ist uns gleich aufgefallen, das die Sitze sehr schmal sind. Für stabilere Menschen dürften die Sitze nicht passen. Zum Glück konnten wir unsere Beine ausstrecken.
Der ganze Bordingvorgang hat sich ziemlich in die Länge gezogen und auch der Start hat ne gefühlte Ewigkeit gedauert. Aber für einen 12 Stunden Flug benötigen die bestimmt etwas mehr Treibstoff.
Nach ewigen 12 Stunden war auch dieser Flug vorbei. Dieser Flug war irgendwie unruhig. Nicht vom Flieger her, sondern die Leute selber. Es war ständig Bewegung auf dem Gang und kaum einer hat geschlafen. So auch wir nicht.
Die Passkontrolle in Taipei war easy und sogar nett. Kennt man von Bangkok anders.
Dann 10 min auf den Rucksack warten und schon standen wir draußen. Wir haben uns ein Taxi gegönnt. Die Fahrt ins Riviera Hotel hat ca. eine halbe Stunde gedauert und hat 1100T$ gekostet, ca 30€.
Taipei der erste Tag
Auf den Weg zum Hotel haben wir wohl die witzigste Sache überhaupt beobachtet.
Unser Taxi musste an einer Kreuzung bei Rot warten. Neben uns andere Autos und Motorroller.
Auf dem Gehweg lief ein Hund. An der Kreuzung blieb dieser auch stehen und begutachtete die Motorroller. Dann ging er zu einem hin, lief um den Motorroller rum und guckte den Fahrer an. Dieser guckte aber nicht erfreut nahm aber die Tasche, die an der Seite hing beiseite und der Hund sprang auf den Roller auf. Dann schaltete die Ampel auf Grün und beide fuhren von dannen.
Wir wissen nicht, ob es in Taipei normal ist, dass die Hunde per Anhalter mitfahren. Aber selbst unser Taxifahrer muste bei dieser Situation voll lachen.
Wir waren gegen 8.30 Uhr im Hotel Riviera und konnten sogar unser Zimmer beziehen.

Nach einen ausgiebigen Frühstück sind wir mit dem Free-Shuttlebus zum Taipei 101 gefahren. Es war kurz vor 11 und es war noch nicht voll. Beim Ticketkauf sagte uns die Angestellte, das die untere Aussichtsplattform zur Hälfte wegen Bauarbeiten gesperrt sei und man oben auf der offenen Plattform nicht könne, da der Wind zu stark sei. Außerdem müssten wir 45 Minuten warten. Dafür wollten wir keine 30€ ausgeben. So haben wir uns das zweit größte Haus der Welt nur von außen angeschaut.Das Riviera von innen



Dann waren wir wegen der Zeitumstellung so kaputt, das wir uns entschieden haben, zum Hotel zurück zu fahren und uns 2 Stunden hinzulegen. Das war auch gut so und nach einem kräftigen Kaffee sind wir zum Confucius Tempel gefahren und waren anschließend auf dem Shilin Night Market was essen.
Der Confucius Temple war sehr interessant und eine Ruheoase. Der Shilin Night Market finden wir Überbewertet. Auf dem Rückweg waren wir noch neben der Trainstation Yuanshan auf dem Expogelände. Dieser Nachtmarkt und das Ambiente hat uns viel besser gefallen.
Anschließend noch auf ein Bier auf die Dachterasse von unseren Hotel bevor wir in unsere wohlverdiente Nachtruhe gingen.

Confucius Tempel

Name des Tempels der unteren Bilder




Taipei der zweite Tag
Nach einem Frühstück, dass zwar genug Kalorien hatte aber von der Auswahl an Speisen begrenzt war, sind wir auf Entdeckungsreise gegangen. Der Plan war, den Jademarkt und den Flowermarkt zu besichtigen. Beide liegen nebeneinander. Mit Reiseführer und Karte gerüstet sind wir mit der Metro zu der entsprechenden Station gefahren. Wir haben uns gestern einen 2 Tagespass für die Metro geholt. Ca. 8€ hat dieser gekostet und man kann 2 Tage damit das U-Bahnnetz benutzen.
Als wir aus der Metro raus sind, kam eine Frage auf. Welche Richtung sollen wir gehen?
Also die Karte gezückt und draufgeschaut. Doof das die Karte in Englisch geschrieben ist und die Schilder alle in Chinesisch. Also einen Passanten gefragt. Aber so gut können hier die wenigsten Englisch. Aber er hat gemeint, das wir geradeaus gehen sollen. Nach einer Stunde haben wir den Markt immer noch nicht gefunden. Ganz enttäuscht haben wir den Rückweg angetreten.
Es ist hier sehr wenig auf Englisch beschildert. Kurz vor der nächsten Metrostation kam dann die Erleuchtung. Wir wurden in die falsche Richtung geschickt. Das war wieder typisch asiatisch. Bevor sie sagen, sie wissen es nicht, sagen sie lieber was falsches. Aber jetzt noch dort hin? Der Magen knurrte und die Füße branten. Erst mal was Essen. Wir waren in der Mall an der Main Station was essen. Dort gibt es im Untergeschoss ein Footcourt
Nach dem Essen sind wir raus und es regnete. Sind dann erstmal zurück zum Hotel aufs Zimmer, 2 Stunden Pause machen, bevor es weiter geht.
Wir wollten zum Longshan Tempel und zum HuaXi Street Tourist Night Market. Auf diesem Nachtmarkt soll es noch Schlangen und Schildkröten zu essen geben. Es sind halt andere Sitten in Asien und ob wir das gut finden oder nicht, es gehört zur Kultur hier.
Angekommen am Tempel hat es richtig angefangen zu regnen. Irgendwie hat sich das Wetter hier gegen uns verschworen. Nach einer kurzen Besichtigungstour des Tempels und des Nachtmarktes sind wir zurück Richtung Hotel gefahren. Auf den Weg haben wir noch ein Thailändisches Restaurant gesehen. Wir konnten es einfach nicht lassen. Das Singha war lecker.


Eingang zum HuaXi Street Tourist Night Market




die krassesten Bilder habe ich weggelassen oder erst garnicht Fotografiert.So schlim ist aber der Markt nicht mehr. es gibt nur noch wenige Staende mit exotischen Nahrungsmittel
Als wir beim Thai saßen haben wir über das mist Wetter gesprochen. Es soll ja Morgen Früh nach Bali gehen. In den Nachrichten habe ich gelesen, das auf den Philippinen ein Taifun wüten soll. Und wir müssen drüber fliegen. Im Hotel angekommen sahen wir gleich eine Tafel die vor dem Taifun warnt. In der Nacht soll der Höhepunkt des Taifuns sein. Wir sind dann noch in die Bar gegangen um einen Abschlussdrink zu nehmen. Da kam der Manager des Hotels rein und sprach uns auf Deutsch an. Er meinte wir können an der Rezeption unseren Flug checken lassen, ob er evtl gecancelt ist. Es stand dort noch „On Time“. Ich werde Morgen Früh etwa früher aufstehen um den Flug noch mal zu checken.
Kurz nach 5 war ich wach und habe aus dem Fenster geschaut. Es regnete sehr stark. Hören konnte man nichts, weil das Fenster geschlossen war und die Klimaanlage lief.
Ich bin dan runter zur Rezeption und habe noch mal den Flug prüfen lassen. Er war immer noch „on Time“. Aber vor der Tür hat es ziemlich gestürmt.
Also wieder auf das Zimmer um alles fertig zu packen. Das Taxi sollte um 6 Uhr kommen.
So war es auch und wir waren trotz Regen gegen halb 7 am Flughafen.
Und wieder Glück gehabt, als ich nach einem Exitsitz gefragt habe.
Am Gate waren wir kurz vor der Boardingzeit. Alles sah gut aus. Die Zeit verstrich. Eine Ansage ertönte zuerst auf chinesisch dann auf englisch. In wenigen Minuten soll Boarding sein. Dann wieder warten. Zur eigentlichen Abflugszeit dann die Nachricht, das die ein technisches Problem haben. Toll, draußen ein Taifun und das Flugzeug hat ein technisches Problem. Voll vertrauenserweckend.
Aber nach ca. 1,5 Stunden saßen wir dann doch im Flieger, sogar die Sonne kam zwischen den Wolken hervor und wir hatten sogar die Dreierreihe am Notausgang alleine. Dann mal los nach Bali.

Die Begrüssungstafel im Hotel

Die Hälfte ist geschafft
Bali
Der Flug war sogar sehr angenehm. Hätte man am Morgen nicht gedacht.
Aber die Einreise auf Bali war so die übelste die wir je hatten. Das Geld für das Visa ist man in wenigen Sekunden los geworden. Aber dann eine Stunde an der Passkontrolle stehen. Und wir hatten noch Glück. Wir durften uns in die viel kürzere Schlange für Asiaten einreihen. Als wir dann an der Reihe waren ist Bekky vorgegangen und war kurz danach durch. Als ich vorging haben die Stop gesagt und sind in ihren wohlverdienten Feierabend gegangen. Ich musste noch eine Weile warten und an einen anderen Schalter gehen. Aber trotzdem, andere die weit vor uns standen waren immer noch am warten als wir unseren Rucksack schon gesucht haben. Und suchen mussten wir wirklich. Da das Gepäck dieses Mal schneller als wir war lag es irgendwo rumm. Gerade als wir glücklich durch den Zoll waren und meinten jetzt ist es geschafft, war da noch eine Warteschlange. Das Gepäck wurde nochmal durchleuchtet.

Ewig gewartet bei der Einreise


Flughafen von außen
Dann endlich draußen, am ATM Geld gezogen ( jetzt sind wir Millionäre) und ein Taxi geschnappt und los. Eigentlich sollten wir um halb drei landen, jetzt war es schon halb sechs.
Um 7 waren wir an unseren Reservierten Hotel dem Komaneka Rasa Sayang. Wir checkten ein und beim einchecken wurden gefragt, ob wir ein Upgrade haben wollen. In dem Schwesterhotel, dem Komaneka Bisma könnten wir ein Zimmer haben. Wir haben uns zuerst das gebuchte Zimmer angesehen. Das war schon super, hätten wir auch genommen. Dann sind wir zu dem Zimmer im anderen Hotel gefahren worden. Haben uns dort das Zimmer angesehen. OK wir nehmen das Upgrade.
Die Zimmer im Komaneka Bisma sind riesig und stylisch eingerichtet. Wir waren schon von den Zimmern im Marina Bay Sands begeistert. Diese hier toppen sie aber. Nur die Lichtschalter sind etwas verwirrend. Wenn man an der Bettseite das Licht ausmacht geht es an der Tür nicht mehr an. Und es sind zu viele Lampen mit einem Schalter verbundenen.
Was ein bisschen nervt ist diese übertriebene Freundlichkeit. Ständig wird man gefragt ob alles gut ist und ob man noch etwas möchte. Oder wir sind diesen Service einfach nicht gewohnt. Aber wir wollen ja nicht meckern. Es ist wirklich ein Super Hotel. Es ist so gut, das wir noch nicht viel von Ubud gesehen haben. Aber was wir gesehen haben, hat uns leicht enttäuscht. Ubud soll ein ruhiges Städtchen sein? In der Innenstadt geht es schlimmer zu als in Patong auf Phuket. Wie stressig ist es denn erst in Kuta? Gut das wir in einer ruhigen Seitenstraße mit Blick in den Dschungel wohnen.
Morgen gehen wir aber erstmal nach Lombok rüber. Ist die Zeit hier wirklich schon vorbei? Das Boot für die Überfahrt ist aber schon gebucht und ein Zimmer ist auch reserviert. Jetzt werden wir diesen Tag hier im Hotel noch genießen.
Die nächsten Bilder zeigen das Komaneka Bisma










Lombok
Trotz leichter Bedenken ob die wirklich kommen, wurden wir pünktlich um 11 Uhr vom Hotel mit einem Minibus abgeholt. Die Fahrt zum Hafen nach Padang Bai hat 2 Stunden gedauert. Auch deshalb so lange, weil wie immer bei solchen Transporten jemand dabei ist, auf dem man ewig warten muss. Dieses mal waren es 2 Asiaten auf denen man 20 Minuten warten musste.
Auch am Pier mussten wir noch eine Stunden warten, ehe wir in das Boot steigen könnten. Wir haben ungefähr 32€ pP bezahlt. Das war der günstigste Preis den wir in Ubud für ein Fastboat fanden. Wir wissen nicht wie die anderen Boote so von der Firma Marina Srikandi sind, unsers war aber nicht mehr das neueste. Die Überfahrt war eine sehr wellige Angelegt. Bekky hat schon vorher ein Reisekaugummi genommen und ich nach wenigen Minuten. Alle Leute in dem Boot wurden nach und nach sehr ruhig und haben die Augen geschlossen. Nach ewigen 1,5 Stunde sind wir direkt am Senggigi Beach auf Lombok gelandet. Unser Hotel das Sheraton lag nur 200 m von der Anlegestelle entfernt. Wir wollten uns nochmal was gönnen und haben dieses „5 Sternehaus“ gebucht. Aber wenn man vom Komaneka in Ubud kommt ist es schwer hier was positives zu finden. Vielleicht hatte das Hotel mal vor 20 Jahren 5 Sterne. Jetzt wuerde es aber nur zu 3 Sternen reichen. Die Preise hier sind aber höher als im Komaneka. Der Strand vor dem Hotel ist auch nicht so ansprechend und zu den Stränden in Thailand kein vergleich.
Am Abend sind wir nur um die Ecke in ein Warung zum Essen gegangen. Anschließend sind wir aufs Zimmer. Heute mal einen ruhigen Abend verbringen und unsere Weiterfahrt planen. Eigentlich wollen wir auf die Gilis. Aber booking.com sagt, das die besten Unterkünfte schon weg sind. Nur noch die superteuren oder die ganz billigen.
Wir wissen noch nicht was wir machen.


Nach einer lauten Nacht begann der zweite Tag mit einem richtig geilem Frühstück. Das Frühstücksbüffet hier ist schon der Hammer. So eine große Auswahl hatten wir bis jetzt noch nirgends. Aber irgendwas müssen die ja hier bieten. Die ganze Nacht lief irgendwo ein Motor. Ob es von der Klimaanlage kommt, konnten wir nicht rausfinden. Der Krach kam eigentlich von weiters weg. Auch ein paar Stiche mehr hatten wir am Körper.
Der Vormittag war mit Sonnetanken ausgefüllt und nachmittags haben wir uns um die Weiterreise gekümmert. Eigentlich wollten wir auf die Gilis. Aber die scheinen überfüllt zu sein, da wir kein vernünftiges Zimmer mehr bekommen haben. So haben wir uns entschieden nach Bali zurück zu fahren. Wir gehen nach Sanur um von dort aus Tagestouren zu unternehmen.
Die letzten Tage werden wir dann vermutlich nach Lembogan gehen um noch ein paar Tage am Strand zu verbringen. Aber man weiss ja nie wie es kommt. Eigentlich wollten wir die meiste Zeit auf Lombok und den Gilis verbringen und nun geht es nach 3 Tagen wieder zurück nach Bali.










Laut Loose Reiseführer soll am Senggigi Beach ein weißer Sandstrand sein. Den haben wir nicht gefunden er ist Dreckiggrau. Nur eine tote Ziege lag am Strand. Direkt vor einem Hotel. Keiner war für das wegräumen zuständig. Die Ziege muss schon den ganzen Vormittag dort gelegen haben. Und ein paar Meter entfernt haben Kinder gespielt.
Auch zum schwimmen ist dieser Strand nicht geeignet. Wir haben uns gewundert das keiner ins Wasser geht. Als ich drin war habe ich gemerkt, das der Untergrund nicht sauber ist. Steine und Korallen verhindern das Stehen in Wasser. Ein anderer ist nach mir ins Wasser und ist mit aufgeschnittenen Füßen wieder raus gekommen.
Der Ort selber vor dem Hotel bietet auch nicht viel. Ein paar Warungs zum essen gehen und viele Travelshops und Souvenirläden. Sehr aufdringlich sind die Souvenierverkäufer. Die kommen sogar ins Restaurant und umlagern ein dort. Im Ort ist man nur damit beschäftigt die Verkäuer sich fern zu halten. Und das im 30 Sekundentakt. Ich kann mir kaum vorstellen, das hier jemand 2 Wochen Urlaub macht. Ist aber so.
Wenn man aber die Touristenzone verläst, findet man nach wenigen Metern eine andere Welt.
Ich bin vom Sheraton links raus den Berg hoch. Dort haben die Einheimischen mehrere Essensstände und es ist ein Treffpunkt um den Sonnenuntergang zu bewundern. Touris habe ich dort nicht gesehen. Dort waren die Leute sehr freundlich wollten mir nichs verkaufen und haben mich aber neugierig angeschaut. Schade das unsere Zeit zu kurz ist um mehr zu entdecken. Wir sind auch das erste Mal in Indonesien und halten uns in den Touristenzonen auf um erst mal zu sehen wie das Land so tickt. Vieles erinnert uns an Malaysia. Knappe 3 Wochen reichen nicht für ein umfassendes Kennenlernen.
Glück hatten wir auch, das hier im Ort gerade ein Festival war. Es gab Verkaufsstände, mal nicht die für Touristen, es wurde gezeigt wie die Tücher gewebt wurden und auf der Bühne gab es eine Tanzshow.

Den Abend haben wir am Strand mit einer Dose Bier ausklingen lassen.





Wieder nach Bali
Am letzten Tag auf Lombok sind wir um 7 Uhr aufgestanden um zeitig zu Frühstücken. Wir wissen ja mittlerweile das die Überfahrt nach Bali sehr auf den Magen schlagen kann. Wir sollten gegen 10.30 Uhr abgeholt werden und es ist ratsam, wenn schon alles verdaut ist. Kaum waren wir zurück auf dem Zimmer klingelte das Telefon. Unser Abholservice ist schon da. 2 Stunden zu früh. Wir hatten noch nichts gepackt und sollten das Boot um 9 statt um 11 nehmen. Im Nachhinein wäre es besser gewesen.
Jedenfalls kam dann halb elf das Auto das uns zum Pier brachte. Dort warteten wir noch eine Weile und sind mit 30 Minuten Verspätung abgefahren. Aber nicht Richtung Bali sonder zu den Gilis. Dies ist genau entgegengesetzt. Das Boot, wieder von der selben Gesellschaft wie auf dem Hinweg, war nur halb voll und wir vermuteten, das noch ein paar Leute zusätzlich von den Gilis mitgenommen werden sollten. Beim buchen des Tickets wurde uns gesagt, das die Fahrt nur 1,5 h dauern solle. Daraus wird wohl nichts. Ein gutes hat es aber. Wir sehen mal die Gilis. Zuerst hielten wir bei Gili Air an. Schon von weitem sah man die Baustellen. Bei nähren ran fahren sah mehrere Baustellen. Also so toll sieht es dort nicht aus. Es stiegen ein paar Leute zu und ich hörte einen Angestellten sagen, next Stop ist Bali. Leider war das nicht so. Wir sind auch nach Gili Trawangan angefahren. Dort sah der Strand noch schlimmer aus. Voller Baumaterial und voller Menschen. Gut das wir nicht auf die Gilis sind.
Dann kamen immer mehr Leute auf das Boot. Es waren schon alle Sitzplätze belegt und die quetschten noch mehr Leute rein. Stehen konnte man aber nicht bei der wackligen Überfahrt. Einige sind dann auf das Dach geklettert um dort die Überfahrt zu überstehen. Sie wurden komplett durchnässt.
Das war aber nicht das Schlimmste. So nach halber Strecke ging auf einmal der Motor aus. Die Mitarbeiter liefen nach hinten um sich die Sache anzusehen. Es ging so bestimmt eine Stunde hin und her. Motor an, kurz fahren, Motor aus. Nach einer Weile haben die es hinbekommen und wir kamen knapp 3 h später als geplant am Hafen in Padang Bai an. Von dort sollten wir mit Bussen ins Hotel nach Sanur gefahren werden. Wir meinten ein Minibus bringt uns direkt ins Hotel. Aber wieder falsch. Es stand ein großer Bus dort. Da war klar, die fahren nach Sanur und man muss selber sehen wie man ins Hotel kommt. Ca. eine Stunde hat die Fahrt nach Sanur gedauert. In Sanur sah Bekky an der Straße ein Schild mit der Aufschrift „Hotel Swiss Belresort 1km“. Das war das Hotel, welches wir über booking.com gebucht hatten. Das Schild wies nach Links und der Bus wollte geradeaus weiter. Ich schnell den Fahrer Bescheid gegeben, das wir hier raus wollen. Wir also unser Rucksack geschnappt und los. Ich glaube, das die indonesischen km länger sind.
Nach 17.00 Uhr waren wir dann endlich mit über 3 h Verspätung im Hotel.
Ich will ja nicht sagen, das in Thailand alles perfekt mit dem Transport abläuft aber so ein Heckmeck ist uns dort nie passiert.
Jedenfalls haben wir erstmal unser Zimmer bezogen schnell frisch gemacht und was essen gegangen. Wir hatten seit dem Frühstück nix mehr gegessen. Und wie soll es anders sein, es gab in der Nähe ein thailändisches Restaurant. Für mich gab es Pad Thai.







Rundreise
Dieses mal ist wieder vieles anders. Eigentlich wollten wir mehr rumreisen. Aber irgendwie passt das hier nicht so richtig. Vielleicht liegt das daran, das die besten Sachen in den Touriorten liegen. Direkt am Strand sind fast nur die teuren Luxusschuppen oder der Strand ist so abseits, das man ein Roller benötigt. Wir fahren aber nicht selber Roller. Vorallem hier nicht.
Und wenn wir was passendes direkt an einem Beach gefunden haben, ist es ausgebucht. Wir haben uns entschlossen ein paar Tage in Sanur zu bleiben. Das Hotel Swiss Belresort hat große saubere Zimmer, einen tollen Pool und ein gutes Frühstück. Es liegt zwar nicht am Stand, dafür hat man hier seine Ruhe. Gleich um die Ecke gibt es genügend Restaurants und Taxis fahren auch genug vorbei.
Dieser Trip ist mehr Urlaub wie Reisen und das habe ich jetzt akzeptiert.
Also werden wir ein paar Tage mehr in Sanur bleiben und dann die letzten Nächte in Legian verbingen. Das ist direkt neben Kuta, ist nicht ganz so partymässig und das Swiss Bel hat dort auch ein Haus.
Von hier und von dort kann man Ausflüge machen.
Und bis jetzt haben wir auch noch nicht viel von der Insel gesehen. Das soll sich mit dem heutigen Tag ändern. Wir haben uns Preise von den diversen Transportanbietern eingeholt. Einen Tag, sprich 10h, ein Auto mit Fahrer mieten, soll so 50$ kosten.
Klang für uns recht gut. Wir sollten einen Tag vorher Bescheid geben.
Ich wollte gerade aus dem Hotel raus um ein Auto zu mieten, da sah ich Sandra an ihren Schreibtisch sitzen. Sie betreut hier die Gäste in dem Hotel und ist voll nett. Ich wollte sie mal fragen ob das mit den 50$ OK ist. Sie sagte das der Preis so passt.
Aber neugierig wie ich bin, wollte ich wissen was sie so im Angebot hat. Eine Tour war eigentlich die selbe die ich geplant hatte. Aber nur zum doppelten Preis. Aber bei genauer Betrachtung erwies sich die Tour als viel besser. Bei ihr gebucht waren die Eintrittsgelder und ein Mittagessen schon im Preis erhalten. Außerdem was viel besser war, wir bekamen auch einen deutschsprachigen Tourguide. Wir wurden nicht enttäuscht.
Am nächsten Morgen wurden wir 8.30 Uhr von Monda, einer sehr netten Frau abgeholt. Das Gute war auch, sie musste nicht selber fahren, weil es noch einen Fahrer gab. Also Privattour mit Fahrer und deutschsprachiger Begleitung. Es war perfekt.
Monda hat uns sehr viel über die balinesische Kultur erzählt und hat die Tour sehr interessant gestaltet.























Sanur, Kuta und Legian
Nach ein paar ruhigen Tagen in Sanur, sind wir auf die andere Seite, nach Kuta gewechselt. Der größte Nachteil von Sanur ist, das der Strand sowas von garnicht geht. Auch die Hotels dort sind schon arg verfallen und es ist etwas langweilig in Sanur.





In Kuta ist etwas mehr los und der Strand ist auch bedeutend besser. Deswegen sind wir auf die andere Seite gefahren. Wir sind wieder in ein Swiss Bel gezogen. Dieses ist aber viel einfacher. Hier benötigt man kein tollen Pool, hier geht man an den Beach. Abends ist die Auswahl an Restaurants und Unterhaltungsmöglichkeiten auch größer als in Sanur.
Obwohl, groß was unternehmen tun wir nicht. Schon abends um acht sind wir so kaputt, das wir uns nur mit Mühe wachhalten können.
Ja, so ein Strandleben kann schon sehr anstrengend sein.









Die letzten Tage in Kuta haben wir mit ausgiebigen beaching und sunning verbracht. Abends dann nach dem Sundowner was essen gegangen. Also nichts aufregendes.
Am vorletzten Abend haben wir einen schönen Foodcourt gefunden. Mitten im Beachwalk in Kuta ist auf der 3. Etage ein Foodcourt wie er uns gefällt.
Das mit dem Essen ist hier sowieso so eine Sache. Wir finden, das hier alles irgendwie gleich schmeckt. Egal was man bestellt, alles hat ein und den selben Grundgeschmack. Deswegen waren wir auch öfters beim Thailänder. In der thailändischen Küche wird viel mehr mit frischen Kräutern und verschiedenen Geschmacksrichtungen gearbeitet. Egal was wir uns in einem balinesischen Restaurant bestellt haben alles war gebraten und mit dem selben Gewürz zubereitet.
In dem Foodcourt haben wir dann vietnamesisch und koreanisch gegessen. Dazu noch ein Kaffeebier. Musste ich natürlich probieren. Es hat sehr süß geschmeckt, ein wenig wie Cola und hat keinen Alkohol. Aber Koffein war genug drin, war hell wach danach.
So gab es oben an der Poolbar noch einen Long Island Icetea um den Abend richtig ausklingen zu lassen.
Wir haben festgestellt, das wir nicht mehr so oft angesprochen werden von den Verkäufer.
Ob die es aufgegeben haben? Jedenfalls ist es entspannter nun. Jetzt wo es Morgen wieder Heim geht, hat man sich an das Land hier gewöhnt. In Thailand haben wir uns von der ersten Minute an wohl gefühlt.








Rückreise
Auch diese Reise/Urlaub war schnell vorbei. Und immer noch, obwohl wir mittlerweile viel Reiseerfahrung haben, war ich erstaunt wie anders es mal wieder gekommen ist.
Der Anfang hat ja spannend angefangen, mit Taifun und so. Dann das Hotelupgrade, was uns sehr gefreut hatte.
Der mittlere Teil hatte dann einen Durchhänger und in Kuta war dann wieder OK.
Ich bin der Meinung, das ich durch booking.com in meiner Reiseentscheidungen beeinflusst wurde. Früher wären wir einfach auf die Gilis gefahren ohne zu wissen was uns dort erwartet.
Heute konnte ich sehen das unsere Favoritenhotels ausgebucht waren. Früher hätten wir uns dann einfach nach anderen Zimmern umgeschaut. Heute haben wir den Gilis keine Chance gegeben.
Wir hätten ja am nächsten Tag wieder abreisen können, wenn es uns nicht gefallen hätte. Man sollte auf der nächsten Reise das IPhone mal öfters in der Tasche lassen.
Am Abflugstag haben wir uns noch mal 3 Stunden Sonne auf dem Hoteldach gegönnt.
Der Abflug sollte um 15.30 Uhr sein. Sind dann um 11.00 Uhr ins Zimmer um uns die dicken Deutschlandsachen über zuziehen.
12.00 Uhr dann den Check-Out gemacht und ab zum Airport. Am Flughafen beim Check-In war ein Schild mit dem Hinweis, das der Flug verspätet ist. Habe das vorher auf dem IPHONE gescheckt, da war noch nichts.
Sind mit einstündiger Verspätung nach Taipei abgeflogen. Kann es sein, das in den letzten 3 Wochen die Flugzeuge noch enger wurden?


Die Landung in Taipei war spannend. Über der Stadt hingen dicke Wolken. Es hat ein bissel gewackelt und gleich nach dem Aufsetzen hat der Pilot die Bremsen voll getreten.
Aber jede Landung ist ne gute Landung.
Nach einem kurzen einstündigen Aufenthalt in Taipei sind wir dann Richtung Frankfurt gestartet. Zuerst sind wir aber fast entgegengesetzt Richtung Japan geflogen.
Der Flug ging relativ schnell vorbei. Kurz nach 7 Uhr sind wir gelandet und wir hofften wie immer den erst möglichen Zug zu bekommen. Der sollte 7.53 Uhr abfahren und dann wären wir gegen 10.00 Uhr zu Hause. Aber das Flugzeug musste noch ne gefühlte Ewigkeit vor dem Gate warten. Kurz vor halb acht waren wir dann draußen. Das schaffen wir wohl nicht. Durch die Passkontrolle waren wir aber gleich und unser Gepäck war fast mit als erstes da. So war es 7.35 Uhr als wir wieder in Deutschland einreisten das war Rekord und den Zug müssten wir auch schaffen.
Woran merkt man das man in Deutschland ist? An das Bahnchaos und der Unfreundlichkeit der Menschen. Der ICE ist zwar fast pünktlich abgefahren aber wegen Problemen auf der Strecke hatte er 25 Minuten Verspätung gehabt und wir haben unseren Anschlusszug in Mannheim nicht bekommen. So mussten wir die Strecke Stück für Stück mit der S-Bahn fahren. In einem Zug wurden wir dann von einer Tante mit Fahrrad angemotz weil wir auf Sitze saßen, die für Fahrradfahrer reserviert sein. Gibt es sowas?
Jedenfalls mussten wir vier mal umsteigen und waren anderthalb Stunden später als gedacht zu Hause.

Wir lesen uns wieder
Tommy und Beky